Zum Weltkatzentag: 9 hartnäckige Katzenmythen

Weltkatzentag
Die Katze begleitet den Menschen bereits seit langer Zeit. Es wird geschätzt, dass derzeit ca. 500 Millionen Katzen auf der ganzen Welt leben. Da ist es nicht verwunderlich, dass es sogar einen Ehrentag für den beliebten Vierbeiner gibt: Der Weltkatzentag wird seit 2002 jedes Jahr am 8. August gefeiert. Trotz der engen Verbindung zwischen Mensch und Katze sind so manche Halbwahrheiten über den Vierbeiner weit verbreitet – Zeit, damit aufzuräumen!

Was ist der Weltzkatzentag und warum gibt es ihn?

Am 8. August wird der internationale Weltkatzentag gefeiert. Dieser Tag wurde 2002 zum ersten Mal vom Internationalen Tierschutzfond (IFAW) zusammen mit anderen Tierrechtsgruppen organisiert, um das beliebteste Haustier der Welt zu feiern. Katzenfreunde feiern ihre Liebe zu Katzen und nutzen den Tag, um das Bewusstsein für die Bedürfnisse der Katze zu schärfen. Die Mahnung zu artgerechter Tierhaltung und die Aufforderung zur Bekämpfung von Vernachlässigung und Misshandlung stehen zudem im Mittelpunkt. Denn nicht alle Katzen leben in einer liebevollen Familie und haben ein artgerechtes Zuhause. Tierschützer gehen davon aus, dass es in Deutschland rund zwei Millionen wildlebende, streunende Katzen gibt, die ohne tierärztliche Versorgung leben und sich unkontrolliert vermehren.

Zum Weltkatzentag: 9 weit verbreitete Mythen

1. Katzen haben 7 Leben

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Katzen sind wahre Überlebenskünstler und überstehen Situationen, die lebensgefährlich wirken. Dank ihrer außerordentlich scharfen Sinne bemerken sie frühzeitig drohende Gefahren und können sich blitzschnell auf einen Baum oder mit dem Sprung über den Zaun retten. Ihr wendiger Körper ermöglicht es ohnen, sich bei einem Sturz so zu drehen, sodass sie auf ihren vier Pfoten landen. Katzen wissen instinktiv, wie sie sich richtig verhalten.  Schon gewusst? Während man in Deutschland von sieben Katzenleben spricht, so gehen die Briten sogar davon aus, dass Katzen neun Leben haben. Trotz allem haben Katzen leider weder sieben noch neun Leben, sondern nur eins, das es zu schützen und zu respektieren gilt.

2. Katzen haben Mäuse zum Fressen gern

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Die Ahnen unserer Hauskatze wurden häufig dazu eingesetzt, um die Korn- und Getreidespeicher frei von Mäusen und Ratten zu halten. Wild lebende Katzen ernähren sich auch heute noch von kleinen Beutetiere wie Mäusen. Selbst gut gefütterte Hauskatzen machen gerne Jagd auf die kleinen Nager: Die gefangene Maus wird aber nur selten vollständig verspeist, sondern ist eher Teil des Jagdspiels. Wird sie dem Besitzer mitgebracht, ist sie in erster Linie als Geschenk und Ausdruck von Zuneigung zu verstehen. Für unsere heutigen Hauskatzen, die in der Regel sehr gut ernährt werden, ist das Fressen einer Maus aber wenig attraktiv. Denn das schmackhafte Fleisch macht nur einen Bruchteil der Maus aus, unverdauliche Knochen oder das haarige Fell

3. Alle Katzen hassen Wasser

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Die Vorfahren unserer Hauskatze stammen aus Wüstenregionen. Daher haben auch ihre heutigen Artgenossen es meist lieber warm und trocken. Doch nicht alle Katzen meiden das Wasser: Gerade in den Sommermonaten gibt es Katzen, die sich an einem tropfenden Wasserhahn, einem Teich oder einem Trinkbrunnen erfrischen. Verglichen mit wasserliebenden Hunderassen, wie etwa dem Labrador, sind Katzen im Umgang mit Wasser jedoch meist zurückhaltend. Warum Katzen das kühle Nass tendenziell meiden, ist aber nicht eindeutig geklärt: Denn rein körperlich betrachtet, stellt das Schwimmen kein Problem für Katzen dar.

4. Hunde und Katzen sind Feinde

Es gibt verschiedene Sagen darüber, wie Hund und Katze Feinde wurden – wie zum Beispiel diese asiatische Legende. Doch es gibt auch viele Beispiele für Hunde und Katzen, die sich gut verstehen und friedlich miteinander leben. Hinter der angeblichen Feindschaft der beiden Viebeiner steckt eine grundsätzlich verschiedene Art der Kommunikation: So wird etwa das freudige Schwanzwedeln des Hundes von der Katze als Vorbereitung auf einen Angriff verstanden. Auch im Bereich Lautsprache gibt es Unterschiede: Die Katze schnurrt und drückt damit wohlige, friedliche Stimmung aus, während der knurrende Hund in Alarmbereitschaft ist. Doch obwohl die Körpersprache von Hunden und Katzen auf den ersten Blick nicht miteinander harmoniert, können die beiden Vierbeiner im Einzelfall ohne Probleme zusammenleben. Häufig empfiehlt es sich, die beiden schon im Welpenalter aneinander zu gewöhnen, sodass sie frühzeitig lernen, die Körpersprache des anderen zu lesen.

5. Katzen landen immer auf ihren Pfoten

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Wenn eine Katze stürzt, dann landet sie höchstwahrscheinlich auf ihren Pfoten. Verantwortlich dafür ist der so genannte Stellreflex: Katzen drehen sich bei einem Sturz automatisch aus der Rückenlage in Fallrichtung, sodass sie mit den Pfoten voran aufkommen. Jedoch ist dieser angeborene Reflex kein Garant dafür, dass eine Katze sich bei einem Sturz nicht verletzt. Anders als angenommen funktioniert der Stellreflex nicht immer. Ist die Fallhöhe beispielsweise zu niedrig, dann bleibt der Katze nicht ausreichend Zeit, um sich in der Luft zu drehen. In Folge dessen kommt die Katze falsch auf und kann sich Verletzungen zuziehen. Ist die Fallhöhe hingegen zu hoch, kann es sein, dass der Aufprall zu heftig ist und die Katze sich dadurch verletzt.

6. Katzen kann man nicht erziehen

Die weit verbreitete Meinung ist, dass Katzen eigensinnig sind und nicht erzogen werden können. Fakt ist: Die Erziehung einer Katze kann nicht mit der Hundeerziehung verglichen werden, doch grundsätzlich ist auch bei Katzen eine Erziehung möglich und notwendig. Dies gelingt am besten mit jungen Kitten in der Prägungsphase. Bei Katzen wird die Erziehung mit dem Alter schwieriger, aber nicht unmöglich. Eine konsequente Erziehung ist wichtig, um der Katze zu zeigen, was sie darf und was nicht. Belohnen Sie Ihre Katze immer, wenn sie sich richtig verhält. Dabei muss die Belohnung nicht aus Leckerchen bestehen. Katzen verstehen auch liebevolle Streicheleinheiten als Belohnung.

7. Katzen sind Einzelgänger

WeltkatzentagOft bekommt man zu hören: Katzen sind Einzelgänger, eine zweite Katze im Revier sorgt nur für Ärger. Die Grundannahme stimmt, dass Katzen keine Rudeltiere sind und ihr eigenes Revier haben, das sie gegen andere Katzen verteidigen. In der freien Natur gehen Katzen auch bevorzugt alleine auf die Jagd. Doch das Leben einer Katze besteht aus viel mehr als nur jagen. Richtige Einzelgänger sind bei Katzen eher die Ausnahme. Die meisten Katzen haben einen Hang zur Geselligkeit und genießen das Zusammenleben mit einem Artgenossen. Gerade Wohnungskatzen freuen sich in der Abwesenheit von ihrem Besitzer über einen Verbündeten, mit dem sie spielen und klettern können – denn zu zweit ist man weniger allein.

8. Katzen lieben Milch

WeltkatzentagIst Kuhmilch tatsächlich ein Hochgenuss für Katzen? Die Annahme, dass Katzen Milch lieben, ist ein Mythos. Erwachsene Katzen können die in der Milch enthaltene Laktose nicht verwerten. Die Folge der Fütterung von Kuhmilch ist daher häufig Durchfall. Verzichten Sie auf die Gabe von Milch, denn alle wichtigen Nährstoffe bekommt die Katze durch hochwertiges Futter. Ergänzend benötigt eine Katze lediglich ausreichend Wasser zur Flüssigkeitsaufnahme.

9. Weibliche Katzen sollten einmal Junge bekommen, bevor sie kastriert werden

Als Katzenhalter hat man schon häufig gehört: Eine Katze sollte mindestens einmal Nachwuchs bekommen haben, bevor sie kastriert wird. Das ist aber ein weit verbreiteter Irrglaube: Es bringt der Katze nämlich keinen Vorteil, wenn Sie vor der Kastration einmal gedeckt wird. Auch die Schwangerschaft und die Geburt tragen nicht positiv zur Katzengesundheit bei.

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