Welche Katze passt zu mir?

Welche Katze passt zu mir?

Katze ist nicht gleich Katze: Jede Katze hat einen individuellen Charakter. Es gibt sehr entspannte und ruhige, aber auch sehr aktive, temperamentvolle Katzen. Das Wesen einer Hauskatze ist meist eine bunte Überraschung. Rassekatzen hingegen haben innerhalb einer Rasse grundlegende Wesensmerkamel gemeinsam. Dieser Artikel möchte Unterstützung bieten bei der Frage: Welche Katze passt zu mir? Klären Sie wichtige Fragen, wie: Rassekatze oder Hauskatze? Freigänger oder Wohnungskatze? Eine oder direkt zwei Katzen?

Katze: ja oder nein?

Mit der Anschaffung einer Katze übernehmen Sie die volle Verantwortung für ein Lebewesen und das für mehrere Jahre – Katzen können schließlich um die 20 Jahre alt werden. Bevor Sie sich Gedanken machen, welche Katze am besten zu Ihnen passt, sollten Sie sich daher erstmal mit diesen grundlegenden Fragen beschäftigen:

  • Habe ich täglich genug Zeit, um den Bedürfnissen einer Katze gerecht zu werden?
  • Sind alle Familienmitglieder, der Vermieter und die direkten Nachbarn mit der Anschaffung einer Katze einverstanden?
  • Leidet jemand in meinem direkten Umfeld an einer Katzenhaarallergie?
  • Wer versorgt die Katze, wenn ich in den Urlaub fahre oder krank bin?
  • Ist meine Wohnung groß genug und sicher für eine Katze?
  • Kann ich meiner Katze Freilauf bieten? Wenn ja, ist meine Wohngegend katzensicher oder befindet sich eine stark befahrene Straße in direkter Nähe?

Welche Katze passt zu mir: Rassekatze oder Hauskatze?

Es gibt viele verschiedene Katzenrassen, die sich nicht nur optisch unterscheiden, sondern auch unterschiedliche Wesensmerkmale haben. Grob lassen sich die beliebtesten Katzenrassen in diese Kategorien einteilen:

  • Ruhig: Die Norwegische Waldkatze, die Russisch Blau oder die Somali sind sehr enspannte und ausgeglichene Katzenrassen. Ruhige Katzenarten wie die Perserkatze und die Siam sind gut als Wohnungskatze geeignet.
  • Lebhaft: Temperamentvolle Katzen wie die Siamkatze und die Bengal lieben es, sich ausgiebig zu bewegen und ihre Umgebung zu entdecken. Cornish Rex und Sphynx-Katzen sind energiegeladene Rassekatzen, haben einen hohen Bewegungsdrang und benötigen ausreichend Platz um sich entfalten zu können. Für diese lebhaften Katzenrassen braucht man also ausreichend Platz, am besten kann Freigang geboten werden.
  • Gesprächig: Mit manchen Katzenrassen können Sie sich sogar „unterhalten“. Abessinier und Siamesen sind sehr „gesprächig“ und miauen sehr häufig, besonders wenn Sie ihnen die Freude machen, zu antworten.
  • Verspielt: Manche Katzenrassen besitzen einen ausgeprägten Sinn für Humor. Bombay, Sphynx und die Cornish Rex nutzen jede Gelegenheit um den „Clown“ zu spielen.
  • Sanft: Die Maine Coon und die Sibirische Katze sind sanftmütige Riesenkatzen, die ein großes Bedürfnis nach Nähe haben. Die anhänglichen Katzen wissen liebevolle Streicheleinheiten sehr zu schätzen und lassen sich gerne Kraulen. Zu den Schmuserassen gehören unter anderem auch die Ragdoll und die Heilige Birma.
  • Willensstark: Katzen, wie Kartäuser, Abessinier und Bengalen, haben eine starke Persönlichkeit, wissen ganz genau was sie wollen und wie sie es bekommen. Katzenrassen wie die Singapura und die Birma zeichnet ein energischer, fester Charakter aus.

Welche Katze passt zu mir? In unseren Rassekatzenprofilen können Sie sich umfassend über verschiedene Katzenrassen und ihre Bedürfnisse informieren. Hat man sich in eine bestimmte Rasse verliebt, sollte man sich zunächst über das Wesen dieser Katze infomieren und herausfinden, ob die Rassekatze den persönlichen Vorstellungen entspricht.

Bei Hauskatzen gibt es kein einheitliches äußeres Erscheinungsbild oder vorhersehbare Charaktereigenschaften. Eine Hauskatze ist also ein kleines Überraschungspaket, was auch durchaus seinen Reiz hat. Entdecken Sie den Charakter Ihrer Hauskatze Tag für Tag.

Welche Katze passt zu mir: Wohnungskatze oder doch lieber Freigänger?

Sowohl bei der Wohungshaltung als auch beim Freigang gibt es Vor- und Nachteile. Bevor Sie sich für oder gegen einen regelmäßigen Auslauf für Ihre Katze entscheiden, sollten Sie diese daher abwägen. Die Entscheidung ist natürlich auch von Ihrer Wohnsituation abhängig. Diese Fragen können Sie bei der Entscheidung unterstützen:

  • Haben Sie einen Balkon oder Garten? Kann er abgesichert werden?
  • Gibt es in Ihrer Nähe vielbefahrene Straßen?
  • Können Sie eine Katzenklappe oder Ähnliches integrieren, um einem Freigänger bei Bedarf Zugang zum Haus zu bieten?
  • Bietet Ihre Wohnungs ausreichend Platz für Katzenzubehör, Liegeplätze und Klettermöglichkeiten, um eine artgerechte Wohnungshaltung zu ermöglichen?
  • Welche Bedürfnisse hat die Katze, für die sie sich entscheiden? Ist sie besonders lebhaft oder eher ruhig?

Bedenken Sie: Eine Katze, die ihr Leben in einer Wohnung lebt, kennt es nicht anders und ist daher nicht zwangsläufig unglücklich darüber. Ist eine Katze hingegen an Freigang gewohnt, ist es schwer, sie als reine Wohnungskatze zu halten. Ein Kompromiss aus Wohnungshaltung und Freigang ist die Haltung mit eingeschränktem Freigang, beispielsweise auf einem abgesicherten Balkon oder in einem eingezäunten Garten. Zu einer artgerechten Haltung gehören grundsätzlich eine angepasste Ernährung, regelmäßige Tierarztbesuche sowie ausreichend Beschäftigungsmöglichkeiten.

Freigängerkatze: Alles rund um den Freigang

Freigängerkatzen gehen täglich auf Entdeckungstour, dabei wird ihnen selten langweilig. Katzen lieben es durch die Natur zu streifen und ihre natürlichen Verhaltensweisen wie klettern und jagen auszuleben. Freilaufende Katzen sind häufig besser ausgelastet als Katzen, die ausschließlich in der Wohnung leben. Der Freigang schärft die Sinne und bietet viel Raum für Bewegung. Wenn die Freigänger von ihrem Streifzug in das Haus zurückkehren, sind sie meistens ruhig und holen den benötigten Schlaf nach.

Doch die abenteuerlustigen Freigänger sind leider auch vielen Gefahren ausgesetzt. Wenn Sie an einer viel befahrenen Straße wohnen, laufen Freigängerkatzen Gefahr, von einem Auto erfasst zu werden. Neugierige Freigänger treffen ab und zu mit Sicherheit andere Katzen, die ihr Revier verteidigen. Verletzungen von Revierkämpfen sind daher leider keine Seltenheit. Auch der Kontakt mit Hunden, die beispielsweise ihren Garten verteidigen, kann vorkommen. Freigänger werden außerdem deutlich häufiger von Parasiten befallen als Wohnungskatzen und auch giftige Pflanzen oder Giftköder stellen potentielle Gefahren dar. Generell ist die Lebenserwartung von freilaufenden Katzen bedingt durch diese Risikofaktoren geringer als die von Wohnungskatzen.

Hauskatze: artgerechte Haltung einer Wohnungskatze

Katzen sind zwar von Natur aus freiheitsliebende Raubtiere, dennoch ist eine artgerechte Haltung auch in der Wohnung möglich. Die Bedürfnisse der Wohnungskatze müssen beachtet und berücksichtigt werden. Damit Wohnungskatzen ausreichend ausgelastet werden, sollten Sie Ihrer Katze eine Umgebung schaffen, die sicher ist und ihre Sinne anregt. Utensilien wie Kratzbäume und Katzenspielzeug fordern die natürliche Intelligenz des Vierbeiners und sorgen für Beschäftigung. Katzen sind ausgesprochen verspielt und genießen regelmäßige Spieleinheiten. Eine dauerhafte und regelmäßige Zuwendung ist daher für Wohnungskatzen sehr wichtig. Damit sich die Hauskatze zum Schlafen oder Entspannen zurückziehen kann, müssen gemütliche Rückzugsmöglichkeiten geschaffen werden. Richten Sie Ihrer Wohnungskatze ein ruhiges Plätzchen her – am liebsten mögen Katzen erhöhte warme Liegeflächen, wo sie alles im Blick haben. Auch Liegeplätze am Fenster eignen sich sehr gut, damit der Blick in die Ferne schweifen kann.

Viele Wohnungskatzen haben aufgrund des begrenzten Reviers weniger Bewegung als Freigänger und neigen zu Übergewicht. Eine angepasste Ernährung ist empfehlenswert und hilft in Kombination mit ausreichend Beschäfigung überschüssige Energie abzubauen. Über die Sicherheit einer Hauskatze hat der Besitzer zwar Kontrolle, jedoch lauern in der Wohnung ebenfalls einige Gefahren, die nicht unterschätzt werden dürfen. Das sogenannte „Kippfenster-Syndrom“ kann zu lebensgefährlichen Quetschungen führen. Ein solcher Unfall entsteht, wenn das Fenster in gekippter Position steht und die Katze versucht, hinauszuklettern. Außerdem müssen für Katzen giftige Gegenstände, wie Reinigungsmittel oder schädliche Pflanzen, sicher verstaut bzw. vermieden werden.

Mehrkatzenhaltung: Eine Katze oder gleich zwei?

Immer wieder stellt sich der fürsorgliche Katzenhalter die Frage, ob es für die Einzelkatze nicht schön wäre eine zweite Katze anzuschaffen. Die meisten Katzen lieben die Gesellschaft von Artgenossen, jedoch müssen die beiden Katzen zusammenpassen. Zwei Katzen sind nur glücklicher als eine, wenn sie miteinander harmonieren und zum Halter sowie dem angebotenen Lebensraum passen. Bedenken Sie bei der Wahl einer Zweitkatze folgende Punkte:

  • Alter: Katzen haben in den verschiedenen Lebensphasen unterschiedliche Bedürfnisse. Ein Kitten hat ganz andere Lebensbedürfnisse als eine Seniorkatze. Beachten Sie, dass Ihre Katzen vom Alter her zusammenpassen.
  • Geschlecht: Gerade bei jungen Katzen ist kann es von Vorteil sein, zwei gleichgeschlechtliche Katzen zusammen zu bringen. Das Spielverhalten von Katze und Kater ist sehr unterschiedlich, was zu Schwierigkeiten führen kann. Die Betonung liegt auf dem „kann“, ausschlaggebend ist der jeweilige Charakter der Vierbeiner.
  • Charakter: Die Wesenszüge der Katzen sollte sich ergänzen und miteinander harmonisieren. Damit zwischen mehreren Katzen keine Unstimmigkeiten herrschen, ist ein gesundes Gleichgewicht sehr wichtig.

Die optimale Haltung hängt also zusammenfassend mit dem Charakter der Katzen und der Lebenssituation des Besitzers ab. Jede einzelne Katze wird eine eigene Beziehung zu Ihnen haben und dabei auf tägliche Zuneigung bestehen. Doch zusätzlich zu Ihrer Gesellschaft sind die Katzen auch während Ihrer Abwesenheit zu Hause nicht allein. Lassen Sie sich bei der Anschaffung von Züchter oder Tierheimmitarbeiter beraten. Kaufen Sie zum Beispiel direkt zwei Wurfgeschwister oder nehmen Katzen bei sich auf, die schon lange miteinander leben. So werden Sie in der Regel auch zukünftig keinen Streit im Rudel haben.

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