Tipps für ein entspanntes Weihnachten mit Hund

Weihnachten mit Hund

Für uns ist Weihnachten oft die gemütlichste Zeit im Jahr, für unsere Hunde kann die Adventszeit aber mit Gefahren verbunden sein. Schokolade und Kekse auf dem Plätzchenteller, ein dekorierter Tannenbaum, überlaufene Weihnachtsmärkte oder lauter Besuch während der Feiertage: Neue Gerüche, ungewohnte Situationen und Gegenstände sind herausfordernd für Hunde. Informieren Sie sich jetzt, wie Sie Gefahren vermeiden können – für gemütliche Weihnachten mit Hund!

Weihnachten mit Hund: Das gemeinsame Zuhause

Hund an Weihnachten mit Weihnachtsmütze

In der Vorweihnachtszeit wird viel gekocht und gebacken. Was oft köstlich riecht und uns Menschen zum Schlemmen verführt, kann für Hunde zum Verhängnis werden. Tierärzte berichten jedes Jahr in der Weihnachtszeit von denselben Missgeschicken. Halten Sie Ihren Hund fern von menschlichem Essen und Getränken.

Gefährliche Lebensmittel für Hunde

Gefährliche Lebensmittel für Hunde

  • Plätzchen: Plätzchen enthalten vor allem Zucker, Nüsse und Schokolade. Diese Zutaten sind schädlich für Hunde, vor allem Schokolade kann toxisch wirken. Erbrechen, Fieber, Atemnot und Krämpfe sind die Folge.
  • Hefeteig: Nicht nur der Alkohol, der beim Gären entsteht, ist giftig für den Hund. Die rohe Hefe kann im Magen des Hundes aufgehen und Gase ausbilden. Das kann extrem schmerzhaft sein und sogar zu Rissen im Verdauungstrakt führen.
  • Zimt: In Zimt ist Cumarin enthalten. Cumarin-Verbindungen hemmen die Blutgerinnung, was für Hunde tödlich enden kann. Es kommt zu lokalen Schleimhautreizungen, Erbrechen oder Benommenheit.
  • Schokolade: Es kann zu Erbrechen, Dehydrierung, großer Unruhe, erhöhter Temperatur, Anfällen und Herzrhythmusstörungen kommen. Bei übermäßigem Verzehr kann die Vergiftung zum Tod führen.
  • Alkohol: Egal ob pur oder in alkoholischen Desserts, Alkohol kann Schwäche, Koma und in extremen Fällen Tod verursachen.
  • Rosinen: Trauben und Rosinen können extrem giftig für Hunde sein. Es kann zu Erbrechen, Durchfall, Lethargie und Nierenversagen kommen. Tod durch Nierenversagen kann innerhalb von drei bis vier Tagen eintreten.
  • Muskatnuss: Muskatnuss wird oft zum Backen oder Kochen verwendet. Bei Hunden kann der Verzehr zu Zittern und Krämpfen führen und sogar tödlich enden.
  • Lebkuchen: Der hohe Kakaogehalt in Lebkuchen führt zu Erbrechen, Pulsbeschleunigung, Krämpfen und Atembeschwerden. Es kann zu einer Vergiftung oder sogar Tod kommen.

Unser Tipp:

Der beste Weg, um Hunde von menschlichen Nahrungsmitteln fernzuhalten, besteht darin, sie der Küche zu verweisen. Zusätzlich sollte der Mülleimer dicht verschlossen sein, damit Reste nicht herausgeholt werden können. Keksteller und Adventskalender sollten ebenfalls außer Reichweite der Vierbeiner aufgestellt werden.

Die Weihnachtsdekoration

Weihnachten mit Hund

Um ein schönes, besinnliches Weihnachtsfest zu feiern, sollten Sie nicht nur mit Lebensmitteln vorsichtig sein, sondern auch Sicherheitsvorkehrungen bei der Weihnachtsdekoration treffen:

  • Geschenkverpackung: Papier, Plastik und Bänder bergen Erstickungs- und Vergiftungsgefahr. Das Verschlucken von Geschenkpapier hat oftmals Verdauungsstörungen und Vergiftungserscheinungen zur Folge.
  • Weihnachtsbaum: Die Tannennadeln vom Weihnachtsbaum enthalten ätherische Öle, die bei Verschlucken schädlich sein können.
  • Glas-Weihnachtsbaumkugeln: Weihnachtsbaumkugeln aus Glas können sehr schnell zerbrechen. Die feinen Scherben können die empfindlichen Hundepfoten leicht verletzen.
  • Plastik- und Metall-Deko: Deko-Artikel enthalten meistens giftige Substanzen und können durch Verschlucken Erbrechen, Durchfall, Atembeschwerden und Fieber hervorrufen.
  • Pflanzen: Giftige Pflanzen wie der Weihnachtsstern, Misteln oder Christrosen können beim Verzehr zu Vergiftungserscheinungen führen. Symptome sind Kratzen und Brennen im Mund- und Rachenraum, Durchfall und Erbrechen.
  • Sprühschnee: So schön wie künstlicher Schnee an den Fenstern auch aussieht, so gefährlich ist er leider auch für Hunde. Bereits in kleinen Mengen ist Sprühschnee sehr giftig für die Vierbeiner.
  • Duftöle: Räucherkerzen und Duft-Potpourri können bei Verschlucken tödlich sein. Bereits das intensive Einatmen der Düfte kann gefährlich werden und zu Atemnot, Magen-Darm-Beschwerden und Krämpfen führen.
  • Kerzen: Kerzen sollten nie unbeaufsichtigt brennen, da der Hund schnell mal eine Kerze umstoßen kann. Das Verschlucken von Kerzenwachs kann zu Verstopfungen führen. Das Aluminium von Teelichtern ist sehr scharfkantig und damit gefährlich.

Was tun, wenn ein Unglück geschehen ist?

Wenn eine Vergiftung beim Hund vorliegt, muss er sofort zum Tierarzt gebracht werden, denn im Notfall zählt jede Minute! Ist der Tierarzt zu weit weg oder nicht erreichbar, können Sie sich auch an die Giftnotrufzentrale wenden. Wenn Ihr Hund verletzt ist und an den Weihnachtsfeiertagen kein Tierarzt erreichbar ist, wird Ihnen durch den Tiernotdienst geholfen.

Weihnachten mit Hund: Das passende Geschenk

Weihnachten mit Hund

Beim Fest der Liebe soll natürlich auch der Hund nicht zu kurz kommen. Die meisten Hunde lieben es zu toben und zu spielen. Ein neues Spielzeug unter dem Weihnachtsbaum wird daher mit Sicherheit für Begeisterung sorgen. Achten Sie darauf, dass das Produkt dem Spieltrieb des Hundes auch standhalten kann und es keine verschluckbaren Bestandteile enthält. Für diejenigen, die ihren Hund nicht nur spielerisch, sondern auch geistig fördern möchten, sind Intelligenzspielzeuge ideal.

Gesundheit ist das schönste Geschenk

Das wohl schönste Geschenk für einen Hund sind Zuneigung seines Besitzer und anhaltende Gesundheit. Hunde freuen sich über die Aufmerksamkeit Ihres Besitzers und genießen lange Spaziergänge sowie ausgedehnte Streicheleinheiten sehr. Gute Pflege und abgestimmte Nahrung sind gut für die Gesundheit und natürlich nicht nur zur Weihnachtszeit wichtig.

Weihnachen mit Hund: Gemeinsam unterwegs

Auf dem Weihnachtsmarkt

Menschen auf dem Weihnachtsmarkt

Ein gemütlicher Bummel über den städtischen Weihnachtsmarkt gehört für die meisten Menschen einfach zur Weihnachtszeit dazu. Doch laute Weihnachtsmusik, Essensgeruch, blinkende Lichter und viele Menschen können für den Hund schnell in Stress ausarten. Sie kennen Ihren Hund am besten und sollten sich vorab fragen, ob Sie Ihrem Hund mit einem Weihnachtsmarktbesuch wirklich einen Gefallen tun.

Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt kann nicht nur anstrengend, sondern unter Umständen auch gefährlich sein. Im Gedränge kann jemand aus Versehen auf die Hundepfoten treten, heruntergefallene Weihnachtsleckereien werden für den Hund zum Gesundheitsrisiko.

Wenn Sie Ihren Hund unter keinen Umständen im ruhigen Zuhause lassen möchten, dann sollte der Weihnachtsmarktbesuch ausreichend vorbereitet sein. Suchen Sie sich kleinere Weihnachtsmärkte mit weniger Betrieb raus und verlegen Sie ihren Besuch auf den Mittag oder Nachmittag, wenn nicht so viel Trubel herrscht. Prüfen Sie während des Besuchs immer wieder die Körpspräche Ihres Hundes, um Anzeichen von Angst frühzeitig zu erkennen. Füttern Sie Ihren Hund vor dem Besuch, damit er nicht hungrig den verführerischen Gerüchen auf dem Weihnachtsmarkt ausgesetzt ist.

Gemeinsame Winterspaziergänge

Hund spielt mit Kind im Schnee

Wer die Weihnachtszeit mit Hund gemütlich verbringen möchte, kann es sich nach einem ausgiebigen Adventsspaziergang, zu Hause gemütlich machen. Bewegung an der frischen Luft tut auch im Winter gut und stärkt das Immunsystem. Sonnige Wintertage mit Schnee gibt es jedoch leider viel zu selten. Stattdessen verkürzt frühe Dunkelheit die Spaziergänge und der Schnee wird von Regen abgelöst. Es gibt jedoch viele Möglichkeiten, den Winter für Mensch und Hund angenehm zu gestalten:

  • Neue Wege: Wer die Spaziergänge aufgrund von Dunkelheit und Kälte kürzt, kann neue Wege ausprobieren und den Spaziergang für den Hund somit besonders spannend und abwechslungsreich gestalten.
  • Spiele und Beschäftigung: Wenn das Schmuddelwetter Spaziergänge kaum erträglich macht, freut der Hund sich über zusätzliche Beschäftigung. Kleine Denkaufgaben können auch in der Wohnung durchgeführt werden.
  • Hundesport: Um den Hund auch im Winter auszulasten, können Hundesportarten wie Agility, Dog Dancing, Frisbee und Flyball ausprobiert werden, die man in der Halle trainieren kann.

Sicherheit geht vor

Pfotenabruck im Schnee

Um sicher durch den Winter zu kommen, sollten ein paar Dinge beachtet werden. Um in der Dunkelheit gesehen zu werden, empfiehlt sich ein Blinklicht, ein Leuchthalsband oder eine reflektierende Weste. Sehr wichtig ist auch die Pfotenpflege. Nach dem Spaziergang sollten die Pfoten mit lauwarmen Wasser abgespült werden, um das Streusalz zu entfernen, das auf den meisten Gehwegen verteilt wird.

An den Festtagen

Umgang mit Besuch und Kindern

Familienfeier mit Hund an Weihnachten

Freunde und Familie klingeln an der Türe mit warmem, aber lautem Festtagsjubel. Allein das häufige Türklingeln kann schon ein Stressfaktor für Ihren Hund sein. Um fröhliche Festtage genießen zu können ist es wichtig für Hund und Gäste ein paar Grundregeln festzulegen.

  • Bleiben Sie im Umgang mit Ihrem Hund routiniert: verändern Sie nicht die Spiel- und Fütterungszeiten. Haustiere verlassen sich auf diese einfachen, aber wichtigen Routinen, denn sie vermitteln ein Gefühl der Normalität. Jede Abweichung von dem regulären Zeitplan kann Ihren Hund in Aufregung versetzen. Manche Tiere können sogar aggressiv reagieren.
  • Ausnahmen sind Einladungen am Abend: Gehen Sie vor Beginn mit Ihrem Hund spazieren und füttern Sie ihn. Richten Sie Ihrem Hund einen Ruheraum ein, wo er sich zurück ziehen kann, falls es ihm zu laut wird und er Zeit zum Entspannen benötigt.
  • Informieren Sie ihre Gäste im Voraus darüber, dass sie einen Hund haben und erfragen Sie mögliche Allergien. Erklären Sie das Verhalten und die Hausregeln Ihres Vierbeiners. Sobald die Gäste ankommen, soll jeder sich wohl fühlen und sich langsam an den anderen gewöhnen können. Je nach Charakter bevorzugen Hunde eine allmähliche Annährung.
  • Hunde, die mit Kleinkindern nicht vertraut sind, können die natürliche Neugier eines Kindes falsch interpretieren und heftig reagieren. Erklären Sie kleinen Kindern den respektvollen Umgang mit Hunden und lassen Sie das Kind niemals unbeaufsichtigt mit dem Hund spielen. Wenn entweder das Kind oder der Hund Anzeichen von Unbehagen oder Unlust zeigt, sollte ein Erwachsener direkt eingreifen.

Was tun, wenn man selbst in den Weihnachtsurlaub geht?

Hund beim Beitzer auf dem Arm

Wenn Sie über die Weihnachtstage in den Urlaub fahren und Ihren Hund nicht mitnehmen können müssen Sie sich um eine Betreuung kümmern. Vielleicht kennen Sie einen Bekannten, der mit Ihrem Hund bereits vertraut ist und den Hund bei sich aufnehmen kann?

Ist das nicht der Fall, dann sollten Sie sich frühzeitig um einen Platz in einer professionellen Tierpension kümmern. Fragen Sie Freunde nach Empfehlungen oder besuchen Sie nahegelegene Einrichtungen um sich selbst ein Bild zu machen. Sieht die Pension sauber und ordentlich aus? Ist die Temperatur angemessen? Gibt es eine Trennung – visuell und hörbar – zwischen Hunden und Katzen? Fragen Sie nach Inspektionszertifikaten und Referenzen. Vergewissern Sie sich, dass die Pension ausreichend Platz für die Hunde hat und für genügend Auslauf sorgt. Informieren Sie sich auch darüber, wie die Einrichtung medizinische Notfälle behandelt.

Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund spätestens zwei Wochen vor Einzug in die Pension alle benötigten Impfungen aufweisen kann. Hunde sollten gegen Tollwut, Staupe, Hepatitis, Parainfluenza, Parvovirus (DHPP) und Bordetella (Zwingerhusten) geimpft sein. Um Ihrem Tier ein vertrautes Gefühl in der Pension zu geben, können Sie Decken, Spielzeug und gewohntes Futter mitgeben. Um Durchfall durch Futterumstellung zu vermeiden, sollten Sie darauf bestehen, dass Ihr Hund mit seiner gewohnten Nahrung gefüttert wird.

Wir wünschen Ihnen eine frohe Adventszeit mit Ihrem Hund und schöne Festtage!