Aktiv gegen Übergewicht: Kater Nelson nach der Kastration

Kastration bei Katzen

Kater Nelson wurde vor einigen Wochen kastriert. Obwohl seine Besitzer ihn weiterhin füttern wie bisher, hat sich sein Gewicht seit der Kastration verändert. Wie für die Kastration bei Katzen typisch, wurde Nelsons Appetit deutlich angeregt. Das stellt den Kater und seine Besitzer vor neue Herausforderungen. Wie das aussieht und wie sie ihnen begegnen, zeigt dieses Video:

Vor der Kastration haben sich Nelsons Besitzer eingehend mit dem Thema beschäftigt. Ist eine Kastration notwendig? Welche Vor- und Nachteile bringt sie mit sich? Ist der Eingriff gefährlich? Und was wird sich durch die Kastration für Nelson verändern? Diese und weitere Fragen zum Thema Kastration und Übergewicht bei Katzen werden hier aufgegriffen und besprochen.

Zentrale Fragen rund um die Kastration bei Katzen

Warum sollte ich meine Katze kastrieren lassen?

In vielen Gemeinden und Regionen Deutschlands besteht bereits jetzt Kastrationspflicht. Das wohl am häufigsten genannte Argument, das für eine Kastration bei Katzen spricht, ist die Kontrolle der Vermehrung. Rein rechnerisch können aus einem Katzenpaar in nur 5 Jahren 13.000 Katzen hervorgehen, wenn man pro Jahr von 12 Nachkommen ausgeht. Besonders Tierschutzvereine setzen sich für die Kastration von Katzen ein, um zu vermeiden, dass immer mehr herrenlose Katzen auf den Straßen leben.

Darüber hinaus hat die Kastration weitere positive Effekte: Katzen werden in der Regel alle 2 bis 3 Wochen rollig. In dieser Phase stehen sie unter enormen Stress, um einen Partner zur Fortpflanzung zu finden. Diese Phasen der Rolligkeit bleiben nach der Kastration aus, gleichzeitig wird das Risiko für Tumore an den Eierstöcken reduziert.

Unkastrierte Kater hegen oft heftige Revierkämpfe mit anderen Katern, bei denen sie Wunden davontragen können. Gleichzeitig markieren sie ihr Territorium – zum Teil auch in der Wohnung. Lange Streifzüge durch ihr Revier und der Drang, dieses zu verteidigen und zu vergrößern, bringen Gefahren mit sich: Straßen werden trotz Verkehr überquert und tödliche Unfälle können die Folge sein. Dieses Verhalten ändert sich durch die Kastration.

Wann werden Katzen kastriert?

In der Regel erfolgt die Kastration bei Katzen nach Eintritt der Geschlechtsreife. Katzen sind bereits mit 6-10 Monaten geschlechtsreif, Kater hingegen nach 8-10 Monaten. Natürlich ist eine Kastration auch zu einem späteren Zeitpunkt möglich. Der behandelnde Tierarzt berät individuell, wann für die jeweilige Katze der richtige Zeitpunkt ist.

Ändert sich das Verhalten einer Katze durch die Kastration?

Kastrierte Kater und Katzen suchen meist die Nähe zu ihrem Zuhause. Dies kann positiv für die Tier-Mensch-Beziehung sein, wenn die Katze verschmuster, und ihre Bezugsperson für sie wichtiger wird. Der Drang, das eigene Revier zu markieren, lässt nach. Ihren Spiel- und Jagddrang verlieren die kastrierten Tiere aber nicht.

Warum hat die Kastration bei Katzen Einfluss auf das Gewicht?

Bei der Kastration werden die sogenannten Keimdrüsen – das heißt die Eierstöcke bei der Katze oder die Hoden beim Kater – entfernt. Der Sexualzyklus der Katze findet dadurch nicht mehr statt und eine Veränderung des Hormonhaushaltes ist die Folge. So steigt der Appetit der kastrierten Katze während der Bewegungsdrang und damit der Energiebedarf gleichzeitig abnehmen. Dies lässt sich bereits 48 Stunden nach der Kastration beobachten. Frisst die Katze weiterhin die gewohnte Menge, so hat sie einen Energieüberschuss, der sich häufig in einer Tendenz zu Übergewicht zeigt.

Auch bei Kater Nelson hat sich durch die Kastration sein Gewicht verändert. Sein Appetit hat durch die Hormonumstellung zugenommen. Um zu verhindern, dass Nelson Übergewicht entwickelt, ergreifen seine Besitzer verschiedene Maßnahmen. Unter anderem wird ein Ernährungsplan aufgestellt. Außerdem wird darauf geachtet, seine Ernährung artgerecht zu gestalten und Lebensmittel für Menschen in Zukunft von ihm fernzuhalten.

Was kann ich tun, um Übergewicht bei meiner Katze vorzubeugen?

Hören Sie auf Ihren Tierarzt

In manchen Fällen kann die Ursache für Übergewicht eine Erkrankung, wie z. B. Diabetes sein. Umso wichtiger ist daher die regelmäßige tierärztliche Kontrolle, insbesondere bei Katzen mit der Neigung zu Übergewicht. Gemeinsam mit dem Tierarzt kann ein neuer Ernährungsplan entwickelt werden, um die Gesundheit der Katze bestmöglich zu untersteützen.

Ernährung als Schlüssel zur Gesundheit

Häufig liegt die Ursache für Übergewicht nach einer Kastration darin, dass die Tiere mehr Energie zu sich nehmen, als sie benötigen. Eine angepasste Ernährung kann hier helfen, um Übergewicht zu vermeiden und die Katze dennoch mit allem zu versorgen, was sie braucht. Einfach eine deutlich reduzierte Menge des normalen Futters zu geben, kann unter Umständen zu Mangelerscheinungen führen.

Ihr Tierarzt kann ein sicheres, effektives Programm zur Vermeidung von Übergewicht bei kastrierten Katzen empfehlen. ROYAL CANIN hat beispielsweise verschiedene Nahrungen entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse kastrierter Katzen angepasst sind. Die Nahrungen enthalten alle benötigten Nährstoffe in der richtigen Menge und sättigen die Katze langanhaltend.

Gezielt Anreize zu Bewegung setzen

Seien Sie kreativ und probieren Sie immer wieder neue Spiele aus, um für ausreichend Abwechslung und Bewegung zu sorgen. Dabei ist es ganz egal, ob Sie wie Nelsons Besitzerin das Wohnzimmer in einen Parcours verwandeln, oder mit einer neuen Federangel den Jagdinstinkt Ihrer Katze herausfordern. Besonders bei Wohnungskatzen ist es wichtig, durch eine katzengerechte und spielfreudige Umgebung Bewegungsanreize zu bieten.

Woran erkenne ich überhaupt, ob meine Katze übergewichtig ist?

Es gibt ein paar körperliche Merkmale, anhand derer Sie erkennen können, ob Ihre Katze übergewichtig ist:

  • Rippen und Wirbelsäule sind schwer zu fühlen oder können wegen Fettablagerungen nicht einzeln ertastet werden.
  • Fettablagerungen an der Hüfte, am Schwanzansatz und / oder an der Brust sind eindeutig zu erkennen.
  • Der allgemeine Körperzustand erscheint übergewichtig und schwer.
  • Der Bauch sackt hervor und die Taille ist von oben nicht eindeutig erkennbar.
  • Sichtbares Fettgewebe am Bauch, das auch beim Laufen hin und her schwenkt.

Welches Gewicht ist normal für Katzen?

Ob kastriert, Wohnungskatze, Freigänger, kleine oder große Katze, alt oder jung – jede Katze hat einen unterschiedlichen Tagesbedarf an Energie. Es ist wichtig, auf eine bedarfsgerechte Ernährung zu achten, um sicherzustellen, dass das Idealgewicht der Katze erhalten bleibt. Grundvoraussetzung dabei ist, dass Sie das ideale Gewicht Ihrer Katze kennen. ROYAL CANIN hat für Sie eine Tabelle mit den idealen Gewichtsbereichen für erwachsene Katzen und Kater unterschiedlicher Rassen erstellt. Diese kann als Orientierung dienen, um das Gewicht der eigenen Katze einzuschätzen:

Rasse: Idealgewicht: Rassespezifische Nahrung:
Perser Katze: 3-5 kg

Kater: 5-7 kg

Persian

Persian Kitten

Maine Coon Katze: 4-7 kg

Kater: 6-10 kg

Maine Coon

Maine Coon Kitten

Maine Coon Wet

Ragdoll Katze: 4-6 kg

Kater: 5-9 kg

Ragdoll
Britisch Kurzhaar Katze: 4-6 kg

Kater: 6-9 kg

British Shorthair

British Shorthair Kitten

British Shorthair Wet

Siamese Katze: 3-5 kg

Kater: 4-7 kg

Siamese

Bitte beachten Sie, dass die angegebenen Gewichtsbereiche nur als Anhaltspunkt dienen – jede Katze muss individuell beurteilt werden. Ihr Tierarzt kann Sie unterstützen, das Idealgewicht Ihrer Katze zu ermitteln.