Übergewicht macht krank

Hund Katze Wiese Sommer

Vierbeiner, die gut in Form sind, haben mehr Freude am Leben.
Umso bedenklicher ist es, dass heutzutage Übergewicht bei Hund und Katze immer häufiger wird – jeder dritte Vierbeiner ist betroffen. Lesen Sie, wie Sie Ihr Tier wieder fit für den Frühling machen können!

Ob ein Tier zu dick ist, können Sie ganz leicht selbst feststellen: Wenn man beim Streichen über den Brustkorb die Rippen nicht mehr fühlen kann, ist das Tier übergewichtig, aber auch, wenn die Bewegungsfreude abnimmt oder der Vierbeiner schnell außer Atem kommt. Mögliche Ursachen gibt es viele:

  • Falsche Ernährung – schon im Wachstum oder später im Alter
  • Zu wenig Bewegung
  • Medizinische Gründe, wie zum Beispiel Kastration, oder diverse Erkrankungen.

Unter überflüssigen Kilos leiden nicht nur Wohlbefinden und Lebensfreude, sondern die Lebenserwartung Ihres Vierbeiners sinkt ebenfalls!

Übergewicht bei Hund und Katze – Die falsche Ernährung

Der Hund oder die Katze nehmen mehr Kalorien auf, als sie für die Aufrechterhaltung aller Körperfunktionen und entsprechender „Sonderleistungen“ (Wachstum, Trächtigkeit, Säugeperiode,
„Arbeit“, Sport, Genesung) benötigen, was zwangsläufig zu Übergewicht führt. Häufig gibt der Tierbesitzer auch zu große Mengen an Nahrung oder ungeeignetes Futter, wie Speisereste. Diese sind für Tiere viel zu stark gewürzt und in ihrem Nährstoffgehalt unausgewogen. Bei empfindlichen Hunden und Katzen kann es leicht zu Magen-Darm-Störungen mit Durchfall oder Gastritis kommen. Oftmals werden die heiß geliebten Leckerlis bei der Berechnung der täglichen Fütterungsration „vergessen“, diese sind aber unbedingt vom Tagesbedarf abzuziehen.

Ernährungsfehler im Wachstum

Wenn Tiere bereits als Welpen zu reichhaltig ernährt wurden, neigen sie im Alter vermehrt zu Adipositas. Eine ausgewogene Ernährung in der Wachstumsphase ist daher besonders wichtig. Achten Sie auf spezielle Produkte, die eigens auf den Energiebedarf von Jungtieren abgestimmt sind und so einer Entwicklung von Übergewicht entgegenwirken.

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Veränderter Energiebedarf im Alter

Bei Senioren auf vier Beinen verändert sich der Energie- und Nährstoffbedarf. Mit Futtermitteln für Ihren Hund oder Ihre Katze in den besten Jahren beugen Sie „Altersspeck“ vor. Regelmäßige Altersvorsorgeuntersuchungen durch den Tierarzt helfen, etwaige Gewichtsveränderungen schon frühzeitig festzustellen.

Fehlende Bewegung

Je nach Temperament und individuellen Lebensgewohnheiten, bei Krankheit oder im Alter können das Maß an Bewegung und damit der Kalorienverbrauch geringer ausfallen. Daher sollte hier das Tier besonders (kalorien-) bewusst ernährt werden.

Kastration

Nach der Kastration verringert sich der Energiebedarf, während der Appetit zu- und die Bewegungsfreude häufig abnehmen. Kastrierte Katzen steigern innerhalb von 48 Stunden nach dem Eingriff ihre Futteraufnahme bis zu 26 Prozent, kastrierte Hunde bis zu 20 Prozent. Die Ernährung muss daher rechtzeitig angepasst werden, am besten mit maßgeschneiderten NEUTERED-Produkten, um Übergewicht bei Hund und Katze vorzubeugen. Für Hunde und Katzen gibt es jeweils Spezialnahrungen, die beim Tierarzt erhältlich sind.

Erkrankungen

Manchmal kann die Ursache fürs Zu-dick-Sein auch eine Erkrankung sein (z. B. Diabetes mellitus). Umso wichtiger ist die tierärztliche Kontrolle, denn die Lebenserwartung verringert sich mit jedem überflüssigen Kilo. Übergewicht bei Hunden und Katzen ist kein Schönheitsfehler,
sondern es kann zahlreiche Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Störungen, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Lebererkrankungen, Hautveränderungen sowie Knochen- und Gelenkserkrankungen wie Bandscheibenprobleme (z. B. Dackellähme), Hüftgelenksveränderungen oder Gelenksentzündungen verursachen. Ein adipöses Tier ist außerdem gegenüber Infektionen weniger widerstandfähig und einem erhöhten Narkose- und Operationsrisiko ausgesetzt. Bei übergewichtigen Muttertieren können häufig Komplikationen bei der Geburt auftreten. Wichtig ist eine konsequente Diätfütterung, wobei alle im Umfeld des Tieres lebenden Familienangehörigen und Freunde in das Vorhaben einbezogen werden sollten. Denn nur, wenn der vom Tierarzt empfohlene Diätplan ohne Wenn und Aber eingehalten wird, kann die Therapie Erfolg zeigen.

Bewegung ist das A & O!

Lassen Sie sich von Ihrem Veterinärmediziner Tipps geben, welches Maß und welche Art von Bewegung für das Tier geeignet sind (Laufen, Schwimmen, Spielen etc.). Allerdings sollte das tägliche Pensum langsam gesteigert werden, um einen „untrainierten“ bellenden oder miauenden Mitbewohner nicht zu überfordern. Gemeinsame Spaziergänge tun der Mensch-Hund- Beziehung gut, und auch Zimmertiger genießen ein ausgiebiges Spiel mit ihrem Menschen. Die Fütterung mit einem sogenannten Aktivitätsund Belohnungsball beschäftigt den „aus der Form geratenen“ Vierbeiner. Die Kroketten rollen beim Spiel mit dem gefüllten Ball aus der in der Größe verstellbaren Öffnung – das Hinunterschlingen der Nahrung ohne Kauen wird verhindert, was gleichzeitig die Maul- und Zahnhygiene fördert. Das Tier ist länger mit seiner Mahlzeit beschäftigt und muss sich sein Futter „erarbeiten“. Ihren Stubentiger können Sie zu mehr „Auslauf“ animieren, indem Sie Futternapf, Wasserschüssel, Katzengras und Ruheplatz an möglichst weit voneinander entfernte Stellen in der Wohnung stellen. So muss sich die Samtpfote beim Reviergang „automatisch“ mehr bewegen.

Diätplan: So vermeiden Sie Übergewicht bei Hund und Katze

Erarbeiten Sie mit Ihrem Tierarzt einen genauen Diätplan! Ihr Vierbeiner sollte zwei- bis dreimal täglich zu regelmäßigen Zeiten und nicht gemeinsam mit anderen Haustieren gefüttert werden. Wenn das Tier hungrig zu sein scheint oder bettelt, helfen die Beziehung intensivierende Ablenkungen wie eine Fellpflege- und Streicheleinheit. Achtung: „Nulldiät“ ist v. a. bei Katzen gefährlich, da sie zu schweren Leberstörungen führen kann. Auch mit einer reduzierten Menge an Normalfutter nach dem Motto „FdH“ kann es zu schweren Vitamin- und Mineralstoffunterversorgungen kommen.Energiegehalt Leckerchen Extras

Weitere Informationen zur Ernährung für Hunde mit Übergewicht finden Sie hier.

Weitere Informationen zur Ernährung für Katzen mit Übergewicht finden Sie hier.