Stress bei Katzen: Symptome, Ursachen und Tipps zur Linderung

Stress bei Katzen

Katzen sind in der Regel Gewohnheitstiere, die feste Routinen und Abläufe schätzen und brauchen. Veränderungen, ob nun in Form von lauten Geräuschen oder unbekannten Personen, können bei Katzen Stress verursachen. Wie erkennt man nun, ob die eigene Katze Anzeichen für Stress zeigt? Und was kann man tun, um die emotionale Balance von Katzen zu fördern?

Symptome: Was sind Anzeichen für Stress bei Katzen?

Wenn Katzen unausgeglichen sind, kann sich dies auf unterschiedliche Art äußern. Die folgende Checkliste gibt einige Anhaltspunkte, die auf Unruhe und fehlende, emotionale Balance hinweisen können:

  1. Wirkt Ihre Katze rastlos und unruhig?
  2. Uriniert Ihre Katze außerhalb der Katzentoilette?
  3. Leidet Ihre Katze an Durchfall, Verstopfungen oder anderen Verdauungsproblemen?
  4. Putzt sich Ihr Vierbeiner übermäßig oder zeigt sogar kahle Stellen im Fell?
  5. Kratzt sich Ihre Katze häufiger als sonst?
  6. Zieht sie sich Katze häufig zurück und versteckt sich?
  7. Miaut Ihre Katze oft und laut?
  8. Ihre Katze frisst gar nicht mehr oder deutlich mehr als gewohnlich?
  9. Schläft Ihre Katze ungewöhnlich viel?
  10. Verhält sie sich anders als sonst?

Hinweis: Stress kann sich bei jeder Katze anders äußern und darf nicht mit Anzeichen einer Erkrankung verwechselt werden. Vereinbaren Sie im Zweifelsfall einen Termin beim Tierarzt, um krankheitsbedingte Ursachen auszuschließen.

Ursachen: Was sind mögliche Auslöser für Stress?

Stress bei Katzen entsteht häufig, wenn die Vierbeiner entweder überfordert oder aber unausgelastet sind. Möglich Auslöser sind daher zum Beispiel Veränderungen der Lebensgewohnheiten. Bei Wohnungskatzen gelten Unterforderung und Langeweile als mögliche Stressfaktoren.

  • Veränderungen des Alltags und fehlende Routine:
    Katzen sind im Allgemeinen ausgeglichene Tiere, deren Alltag durch verschiedene Routinen und Vorlieben geprägt ist. Regelmäßige Fütterungs- und Spielzeiten strukturieren den Tag für den Vierbeiner. Wird diese Routine jedoch unterbrochen, beispielsweise durch Urlaube, einen Aufenthalt in der Katzenpesion oder einen Umzug, kann dies der Katze ein Gefühl von Unsicherheit geben.
  • Familienzuwachs:
    Die plötzliche Ankunft einer Zweitkatze, eines Hundes oder neuen Familienmitglieds kann Auswirkungen auf das emotionale Gleichgewicht einer Katze haben. Die gewohnte Situation verändert sich, es gibt neue Gerüche, Geräusche und Abläufe. Für die Katze entstehen Spannungen, da ein anderes Lebewesen in ihr Revier eindringt.
  • Zu kleines Revier:
    Katzen können sensibel auf die Anwesenheit von Artgenossen reagieren. Mehrere Katzen im eigenen Haushalt oder innerhalb der direkten Nachbarschaft können eine Ursache für Stress sein. Katzen verteidigen ihr eigenes Revier instinktiv gegen Eindringlinge, tägliche Revierkämpfe können zu einer emotionalen Belastung werden.
  • Fehlende Auslastung bei Wohnungskatzen:
    Anders als bei ihren Artgenossen mit Freigang, bietet Wohnungskatzen die Erkundung der Umgebung meist keine erfüllende Beschäftigung. Geistige und körperliche Unterforderung können die Folge sein, wenn der Katze keine ausreichenden Möglichkeiten zur Beschäftigung gegeben werden.
  • Tierarztbesuch:
    Der Transport in der ungewohnten Box, die Autofahrt, das Aufeinandertreffen mit anderen Tieren im Wartezimmer und die Untersuchung durch eine fremde Person – für viele Katzen bedeutet ein Tierarztbesuch Stress pur. Hier gibt es verschiedene Tipps, wie Sie den Tierarztbesuch für Ihre Katze angenehmer gestalten können.
  • Festtage:
    Große Partys, bei denen die Türklingel ständig läutet, begleitet von lauter Musik, Gesprächen und Lachen – da sehnen sich die meisten Katzen nach einer Rückzugsmöglichkeit. Ungewohnte Situationen, neue Gerüche und unbekannte Gegenstände sind eine emotionale Herausforderung für Katzen.

Linderung: Was hilft gegen Stress bei Katzen?

Im ersten Schritt sollten Sie Ursachenforschung betreiben und herausfinden, welche Faktoren bei Ihrer Katze Unruhe bewirken. Um Stress bei Katzen dauerhaft zu vermeiden, sollte man dann im zweiten Schritt gezielt gegen den Stress-Auslöser vorgehen. Folgende Tipps können außerdem helfen, für mehr Ruhe und Gelassenheit im Alltag Ihrer Katze zu sorgen:

Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie wird in der Regel von Fachtierärzten für Verhaltenstherapie durchgeführt. Sie hat zum Ziel, die Fähigkeiten des Vierbeiners mit Stresssituationen umzugehen, zu verbessern. In Kombination mit einer Verhaltenstherapie können beruhigende Medikamente oder eine Spezialnahrung gegeben werden, um die emotionale Belastung bei Katzen zu mindern. Auch pflanzliche Wirkstoffe wie Katzenminze, Baldrian und andere Kräuter können dazu beitragen, das Wohlbefinden von Katzen zu steigern und sie zu beruhigen. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt individuell beraten.

Routine und Bewegung im Katzenalltag

Um das Wohlbefinden der Katze langfristig zu steigern, sollten Sie für regelmäßige Beschäftigung sowie für katzengerechte Einrichtung sorgen. Interaktive Spiele sind eine der besten Möglichkeiten, um eine Katze emotional ausgeglichen und körperlich fit zu halten. Eine gesunde, ausgeglichene Katze lässt sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Tägliche Spieleinheiten können bei Verhaltensproblemen helfen und körperlichen Beschwerden wie Übergewicht vorbeugen.

Katzengerechtes Zuhause

Gerade bei Wohnungskatzen ist ein katzengerechtes Zuhause sehr wichtig, um die Möglichkeit zu bieten, sich innerhalb der eigenen vier Wände auszutoben. Es sollten mehrere Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, damit die Katze sich bei Bedarf von Trubel und Unruhe distanzieren kann. Erhöhte Liegeflächen ermöglichen es dem neugierigen Vierbeiner, das Geschehen aus sicherer Distanz zu beobachten. Zudem sollten unterschiedliche Klettermöglichkeiten, Kratzmöglichkeiten sowie Spielzeug vorhanden sein. Die Wohnung sollte ausreichend groß sein, um Platz für verschiedene Lebensbereiche zu bieten: Fressplatz, Ruhezone, Spielzone und Bereich der Katzentoilette. Katzen sind sehr saubere Tiere und mögen es nicht, wenn die Katzentoilette in der Nähe von Fress- und Schlafplatz steht. Außerdem sollten mehrere Wassernäpfe in der Wohnung aufgestellt werden, alle mit ausreichend Abstand zum Fressplatz.

Welche Rolle spielt die Ernährung?

Eine ausgewogene Ernährung ist eine wichtige Basis für das Wohlbefinden einer Katze. Wenn eine Katze zunehmend Schwierigkeiten hat, mit sich verändernden Lebensbedingungen umzugehen, so kann eine angepasste Ernährung unterstützen. CALM von ROYAL CANIN kann dabei helfen, die emotionale Belastung bei Katzen in einem unruhigen Umfeld zu minimieren. Die Katzennahrung unterstützt unter anderem durch eine ausgewogene Nahrungsfaser-Kombination eine optimale Verdauung und untertsützt eine gesunde Darmflora. Dies ist besonders hilfreich bei stressbedingten Symptomen, wie Magen-Darm-Problemen. CALM kann einen wertvollen Beitrag zur Wiederherstellung der emotionalen Balance von Katzen leisten, die unausgeglichen sind bzw. mit einer ungewohnten Situation konfrontiert werden.

Die Spezialnahrung kann auch nur vorübergehend zur Unterstützung in einer unruhigen Lebenssituation gegeben werden, wenn beispielsweise vorhersehbare Veränderungen wie ein Umzug anstehen.

Hinweis: CALM ist eine tierärztliche Spezialnahrung und sollte ausschließlich nach tierärztlicher Beratung gegeben werden.

Das könnte Sie auch interessieren: