Seniorkatze: Was brauchen ältere Katzen?

Seniorkatze

Ältere Katzen werden häufig auch Seniorkatze genannt. Doch ab wann gilt eine Katze eigentlich als Senior? Und wie verändern sich ihre Bedürfnisse in diesem Lebensabschnitt? Im folgenden Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihre Katze dabei unterstützen können, gesund zu altern.

Ab wann gilt eine Katze als Seniorkatze?

Häufig wird bei der Altersrechnung von Katze auf diese Faustregel zurückgegriffen: Ein Katzenjahr gleich sieben Menschenjahren. Diese Annahme erscheint nach neuesten Erkenntnissen jedoch veraltet. Einige Experten gehen stattdessen von diesem Modell aus:

  • 1-jährige Katze: 15 Menschenjahre
  • 2-jährige Katze: 24 Menschenjahre
  • 4-jährige Katze: 32 Menschenjahre
  • 7-jährige Katze: 44 Menschenjahre
  • 10-jährige Katze: 56 Menschenjahre
  • 12-jährige Katze: 64 Menschenjahre
  • 14-jährige Katze: 72 Menschenjahre
  • 16-jährige Katze: 80 Menschenjahre
  • 18-jährige Katze: 88 Menschenjahre
  • 20-jährige Katze: 96 Menschenjahre

Wissenschaftler vermuten entsprechend, dass eine Katze zwischen 1 und 7 Jahren als ausgewachsen gilt. Ab 7 Jahren zählt eine Katze zu den älteren Katzen, ab 12 Jahren zu den Senioren. Im Durchschnitt werden Katzen circa 15 Jahre alt. Natürlich gibt es Einzelfälle, in denen Katzen sogar 20 Jahre alt wurden.

Was unterscheidet eine Seniorkatze von einer erwachsenen Katze?

Ab etwa 7 Jahren setzen bei Katzen Zeichen von Alterung ein. Dies geschieht zunächst unsichtbar auf zellulärer Ebene und ist für das bloße Auge nicht bemerkbar. Später setzen dann Anzeichen von Alterung ein, die sich auch auf das Verhalten einer Katze auswirken. Die nachfolgenden Anzeichen deuten darauf hin, dass es sich bei einer Katze um einen Senior handelt:

  • mehr Schlaf: Mit dem zunehmenden Alter nimmt das Ruhebedürfnis zu. Die meisten Katzen bevorzugen warme und weiche Liegemöglichkeiten und wählen eine erhöhte Position, von der aus sie alles überblicken können.
  • Bewegungsdrang lässt nach: Viele Katzen brauchen nach wie vor liebevolle Beschäftigung, aber werden immer verschmuster und suchen vermehrt die Nähe Ihres Besitzers. Gleichzeitig werden Streifzüge durch das Revier und Spielphasen kürzer.
  • Veränderung der Sinnesorgane: Die Maulhöhle wird sensibel: Bei älteren Katzen treten vermehrt Zahnprobleme auf, die ihre Essgewohnheiten beeinträchtigen und erhebliche Schmerzen beim Fressen verursachen können. Zudem können ältere Katzen Hör- und Sehverluste erfahren.
  • Verhaltensänderungen: Auch bei Katzen lässt sich in einigen Fällen eine gewisse Alterssenilität beobachten. Zum Beispiel zeigen sie sich in manchen Situationen verwirrt oder sind sturer und weniger flexibel. Liebevoller Umgang und Beschäftigung mit der Katze sind der beste Weg, mit diesen Verhaltensänderungen umzugehen. Tägliche Rituale helfen zusätzlich.
  • Spieltrieb: Das Spielen älterer Katzen ist zwar weniger intensiv als bei einer jungen Katze, dennoch spielen Katzen bis ins hohe Alter. Auch Seniorkatzen benötigen Bewegung und Abwechslung, um sich nicht zu langweilen und fit zu bleiben.

Braucht eine ältere Katze noch Beschäftigung?

Sanfte Bewegung und geistige Forderung halten fit und tragen zur Gesundheit bei. Spielen ist für Seniorkatzen genauso wichtig wie für junge Kätzchen. Das Spielverhalten dient vielen Zwecken: Es trainiert Muskeln und Gelenke, hält Katzen fit und schlank und hilft dabei, Langeweile und Stress zu vermeiden, die zu Verhaltens- und Gesundheitsproblemen führen können. Dies gilt für ältere Katzen ebenso wie für Katzen jeden Alters. Damit Ihre ältere Katze den Spaß an der Beschäftigung nicht verliert, gibt es ein paar Punkte zu beachten:

  • Stellen Sie sicher, dass Ihre Seniorkatze gesund ist: Gesundheitsprobleme können Ihre Katze beim Spielen einschränken. Zum Beispiel sollten Katzen, die an Herzproblemen leiden, keinem anstrengendem Spiel oder anderen Formen von starker körperlicher Anstrengung ausgesetzt werden.
  • Wählen Sie altersentsprechende Katzenspielzeug: Ältere Katzen können mit dem gleichen Spielzeug spielen wie jüngere Katzen. Unterschiedliche Katzen haben jedoch unterschiedliche Präferenzen, die berücksichtigt werden müssen. Weiche Spielzeuge eignen sich gut für eine sensible Maulhöhle mit möglichen Zahnproblemen.
  • Denksportaufgaben bieten Stimulation und Unterhaltung: Geschicklichkeit und ein räumliches Vorstellungsvermögen fordern die Neugier der Katze heraus und unterstützen die geistige Gesundheit. Auch Senior Katzen freuen sich über Abwechslung.

Ist spezielles Futter für Seniorkatzen sinnvoll?

Eine Katze durchläuft in ihrem Leben verschiedene Phasen. Die Ernährung sollte der jeweiligen Phase angepasst werden, denn eine Seniorkatze hat andere Bedürfnisse als ein Kitten. Mit zunehmendem Alter sinkt die Aktivität bei älteren Katzen und führt oftmals zu Gewichtsverlust sowie Abbau der Muskelmasse. Viele Seniorkatzen muss man zum Fressen „überzeugen“, denn der Appetit verringert sich durch sinkende Geruchswahrnehmung. Außerdem werden der Stoffwechsel sowie die Hormonproduktion langsamer und das Muskel-Fettverhältnis verschiebt sich. Damit sinkt der Energiebedarf während der Bedarf an hochwertigen Proteinen und Vitaminen steigt. Das Fell wird stumpfer und dünner, ihr Sozialverhalten verändert sich. Eine gesunde, spezifisch angepasste Ernährung im Alter kann das Wohlbefinden der Katze fördern und eine gesunde Alterung unterstützen.

ROYAL CANIN 2+1 Treuekarte für Tierarztprodukte

Müssen ältere Katzen noch zum Tierarzt?

Tierärztliche Versorgung ist grundsätzlich wichtig für alle Katzen, erweist sich aber als besonders wichtig für die Seniorkatze. Regelmäßige veterinärmedizinische Untersuchungen können Gesundheitszustände aufdecken, die einem Katzenbesitzer möglicherweise nicht sofort auffallen können. Experten empfehlen zusätzlich zu einer gesunden Ernährung halbjährliche Besuche beim Tierarzt zur Kontrolluntersuchung. Durch gründliche Routineuntersuchungen können altersbedingte Probleme frühzeitig erkannt und behandelt werden. Ihr Tierarzt führt eine typische körperliche Untersuchung durch, um das Fell Ihrer Katze, ihren Muskeltonus und den Zustand ihrer Organe, Augen, Ohren und der Zähne zu überprüfen. Zudem werden möglicherweise Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt, um zum Beispiel die Leber- und Nierenfunktion und Schilddrüsenfunktion zu messen. Auch bei auffälligen Verhaltensänderungen und physiologischen Veränderungen sollte ein Tierarzt zu Rate gezogen werden.

Das könnte Sie auch interessieren: