Angepasste Ernährung von Hund und Katze: Was braucht mein Tier eigentlich?

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Eine optimale Ernährung von Hunde- und Katzenwelpen bildet den Grundstein für ein langes und gesundes Leben. Und auch erwachsene Tiere haben besondere Ansprüche.

Nach der Geburt werden Hunde- und Katzenwelpen von ihrer Mutter im optimalen Fall mit allem versorgt, was sie brauchen. Die erste Milch – das sogenannte Kolostrum – ist für die Gesundheit der Welpen besonders wichtig. Mit ihr gibt die Mutter alle Antikörper an ihre Welpen weiter, die sie bisher gegen Krankheiten gebildet hat. Aber bereits mit drei Wochen – bei großen Hunderassen sogar schon mit zwei Wochen – beginnen Welpen und Kitten zusätzlich feste Nahrung zu sich zu nehmen. Mit dieser „Baby“-Nahrung kann man die sogenannte „immunologische Lücke“ möglichst gering halten. Sie tritt zwischen der vierten und zwölften Lebenswoche auf und bezeichnet einen Übergangszustand, in dem Welpen und Kitten besonders anfällig für Infektionen sind.

Ersatzmilch empfohlen

Welpe MuttermilchWenn das Muttertier durch die große Anzahl der Welpen oder durch eine zu geringe Milchleistung nicht in der Lage ist, seine Kleinen zu ernähren, muss oft schon von Anfang an mit einer Ersatzmilch zugefüttert werden. Weil Jungtiere auf der einen Seite eine sehr empfindliche Verdauung haben, andererseits sehr viele Nährstoffe für das rasante Wachstum benötigen, sind sie in der Entwöhnungsphase auf ein Futter mit hoher Verdauungssicherheit angewiesen. Bei Hunden ist es aufgrund der enormen Größenunterschiede wichtig, schon in dieser Phase eine auf die Körpergröße abgestimmte Nahrung zu füttern. Am leichtesten funktioniert dies, wenn man die Jungtiere langsam von der flüssigen Muttermilch über breiige an feste Nahrung gewöhnt.

Wenn Hundewelpen mit acht bis zehn Wochen und Katzenwelpen mit zwölf Wochen zu ihrem neuen Herrchen oder Frauchen nach Hause kommen, ist es von großer Bedeutung, dass sie das gleiche Futter wie beim Züchter erhalten, damit zum Umzugsstress in ein neues Zuhause nicht noch eine Futterumstellung dazukommt, die zu Durchfall führen kann. Eine schrittweise Änderung des Futters sollte immer über einen Zeitraum von einer Woche erfolgen. Ist der Welpe in seinem neuen Zuhause angekommen, sollte er mit einer auf seine speziellen Bedürfnisse abgestimmten Junior-Nahrung gefüttert werden. Verschieden große Rassen wachsen unterschiedlich schnell und stellen jeweils andere Anforderungen an ihre Nahrung.

Nährstoffe richtig dosiert

In der Wachstumsphase ist es besonders wichtig, die Jungtiere optimal mit Nährstoffen zu versorgen. Ein „Zuviel“ an Energie kann schon in diesem Alter zu Übergewicht und Schäden an den Gelenken führen. Mit der Energie müssen aber auch genug Proteine und Mineralstoffe aufgenommen werden, deshalb ist das Verhältnis der Nährstoffe untereinander so wichtig. Nur wenn im Futter neben einer bestimmten Menge Energie auch genug hochwertige Proteine, Kalzium, Phosphor und Vitamin D enthalten sind, können die Knochen unserer jungen Vierbeiner richtig wachsen. Der Körper braucht alle diese Nährstoffe im richtigen Verhältnis, um ein stabiles Knochengerüst aufzubauen.

Jungtiere sind nicht in der Lage nur das Kalzium, das sie benötigen, aus ihrer Nahrung zu filtern. Stattdessen wird das gesamte mit der Nahrung zugeführte Kalzium aufgenommen. Eine zusätzliche Fütterung von Mineralstoffmischungen zu einem ROYAL CANIN-Junior-Produkt versorgt die Tiere mit zu viel Kalzium, da sie über das Futter schon optimal versorgt sind. Hier besteht die Gefahr, dass eine Überdosierung schon am Beginn des Lebens zu Knochen- und Gelenksproblemen führt.

Kampf gegen Zahnstein

Der Zahnwechsel erfolgt mit fünf bis sechs Lebensmonaten. Ab dem Zeitpunkt an dem die ersten bleibenden Zähne durchbrechen, muss man besonders bei Mini-Hunden und bei Katzen – von denen schon mit zwei Jahren 70 % Zahnprobleme haben – auf die Bildung von Zahnstein achten. Die Ablagerung von Plaque beginnt ab dem Zeitpunkt des Zahnwechsels. Deshalb sollte die Nahrung von Zwergrassen-Welpen und Kitten auf die Vermeidung der Bildung von Zahnstein abgestimmt sein.

Besonderheiten der Rassen

Chihuahua Rasse BesonderheitHunde kleiner Rassen wachsen im Vergleich zu Hunden großer Rassen relativ schnell. So ist ein Chihuahua bereits mit acht Monaten ausgewachsen, ein Deutscher Schäferhund benötigt dafür jedoch zwischen 15 und 18 Monate. Deutlich länger dauert die Jugend bei Vertretern der Riesenrassen: Deutsche Doggen und Bernhardiner haben ihr Wachstum erst mit dem zweiten Lebensjahr vollständig abgeschlossen, wobei sich dieser Prozess deutlich in zwei Phasen trennen lässt: Bis zum achten Lebensmonat liegt der Fokus auf dem Skelettwachstum, danach eher auf dem Aufbau der Muskelmasse. Auch bei Katzen weiß man, dass zum Beispiel eine Maine Coon das Knochenwachstum erst mit 15 Lebensmonaten abgeschlossen hat, während kleinere Katzenrassen, wie die Singapura, schon mit einem Jahr ausgewachsen sind.

Individuelle Bedürfnisse

Wenn die Hunde und Katzen ausgewachsen sind ist es wichtig, auf ein speziell abgestimmtes Erwachsenenfutter umzustellen. Viele Tierhalter sind der Annahme, dass es nach der sensiblen Wachstumsphase nicht mehr so wichtig ist, was ihren Tieren gefüttert wird. Allerdings ist es im Erwachsenenalter nicht minder ausschlaggebend, auf den unterschiedlichen Ernährungsbedarf unserer Hunde und Katzen einzugehen. Die Zahnsteinbildung, die mit dem Zahnwechsel beginnt, hört nicht auf, nur weil der Hund nicht mehr wächst.

Mit dem Erreichen des Erwachsenenalters ändern sich die Anforderungen an die richtige Nahrung auf die vielfältigste Art: Nicht nur Körpergröße, auch verschiedene Lebensumstände sind ausschlaggebend, wie z. B. ob der Hund als Arbeitshund, Begleittier oder Sportkamerad im Einsatz ist, denn alle drei benötigen unterschiedlich viel Energie. Bei Katzen und Hunden ändert sich mit der Kastration der Tiere der Anspruch an ihre Nahrung ebenso – und zwar ganz deutlich von einem Tag auf den anderen. Jetzt haben sie ein größeres Bedürfnis zu fressen und gleichzeitig einen geringeren Energiebedarf. Wenn wir nicht aufpassen, werden unsere Lieblinge zu dick und kämpfen mit den gleichen gesundheitlichen Problemen wie übergewichtige Menschen.

Altersgerechte Nahrung

Große Hunde benötigen alle wichtigen Nährstoffe, um die Gelenkgesundheit, die mit einer optimalen Ernährung in der Wachstumsphase aufgebaut wurde, möglichst lange zu erhalten. Ein wichtiger Punkt, da Katzen und Hunde aufgrund der verbesserten Ernährung und Fortschritten in der tierärztlichen Versorgung immer älter werden. Grund genug, unsere Tiere altersgerecht zu ernähren.

Oft lassen sich die ersten Anzeichen der Alterung noch kaum erkennen, aber beispielsweise können die Nieren bereits im „mittleren“ Alter durch eine Spezialnahrung unterstützt werden, um eine altersbedingte Niereninsuffizienz möglichst lange zu verzögern. Viele Hunde und Katzen entwickeln spezielle Bedürfnisse:

  • Die einen leiden unter einer sensiblen Verdauung
  • Die anderen kratzen sich unentwegt, ohne unter einer Hauterkrankung zu leiden
  • Oder sie werden mit dem Alter schlichtweg heikler, was ihre Nahrung anbelangt

Für all diese Besonderheiten hat ROYAL CANIN die optimalen Produkte entwickelt, um den Grundstein für die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer vierbeinigen Lieblinge zu legen. Diesen Weg setzen wir auch bei ausgewachsenen Hunden und Katzen mit einer auf die jeweilige Körpergröße, Rasse und verschiedene Bedürfnisse abgestimmten Ernährung fort.