Rasseportrait: Der Beagle, ein fröhlich frecher Laufhund

Beagle
Endgültige Größe: Hündin: 33 bis 38 cm, Rüde: 36 bis 41 cm
Endgültiges Gewicht: Hündin: 9 bis 10 kg, Rüde: 10 bis 11 kg
Durchschnittliche Lebenserwartung: 12 bis 15 Jahre
Spezielle Nahrung: Beagle Adult
Herkunft: England

Woran erkenne ich einen Beagle?

Mit einer Widerristhöhe zwischen 33 und 40 Zentimetern und einem Körpergewicht bis zu 18 Kilogramm im Erwachsenenalter zählt der Beagle zu den mittelgroßen Rassen. Das kurze, wetterfeste Haarkleid kommt in jeder „Hound“-Farbe (engl. für Jagdhund) vor: Braun- Weiß, Rot-Weiß, Zitrone-Weiß oder am bekanntesten Schwarz-Braun- Weiß („tricolour“), ausgenommen ist Leberbraun. Die Rutenspitze ist dabei immer weiß.

Was macht einen Beagle aus?

Der Beagle ist aufgeweckt, fröhlich, mutig und intelligent. Zu seiner lieben Art kann gelegentlich eine gewisse Eigenwilligkeit hinzu kommen. Sein ursprüngliches Leben in einer Hundemeute macht ihn zu einem ausgesprochen verträglichen und gutmütigen Hund. Auf der anderen Seite bleiben Beaglehunde dadurch nur sehr ungern allein, was die Haltung für Berufstätige schwieriger macht. Zudem ist er ausgesprochen menschenfreundlich. Fast schon legendär sind seine Verfressenheit, sein unerschütterlicher Optimismus, seine Friedfertigkeit sowie eine gewisse Sturheit.

Wo kommt der Beagle ursprünglich her?

Beagle sitzt im Wald

Weder der Ursprung des Hundes noch der seiner Rassebezeichnung sind eindeutig geklärt. Die Vermutungen reichen von einer Herkunft aus der französischen Normandie über England bis sogar nach Griechenland. Das Wort „Beagle“ soll „lautes Maul“ oder auch „klein“ bedeuten. Fest steht allerdings, dass es sich beim Beagle um einen Laufhund handelt, der traditionell gerne zur Jagd eingesetzt wurde. Aber auch als Familienhund eignet sich diese liebenswürdige und aufgeweckte Rasse. Gutmütig und mit sanftem Charakter ist der Beaglehund ein idealer Kamerad für Kinder.

Wie sieht ein gesunder Beagle aus?

Ein Beagle ist nach den Rassestandards typischerweise ein ausdauernder Hund mit quadratischem Körperbau und kräftigen Knochen sowie Muskeln. Der kraftvolle Kopf ist ohne Runzeln oder Falten. Der Stop ist deutlich ausgeprägt und halbiert die Distanz zwischen Hinterhauptbein und Nasenschwamm möglichst genau. Der Hals ist ausreichend lang, um dem Hund mühelos das Arbeiten mit tiefer Nase auf der Spur zu ermöglichen. Der Körper ist kurz in der Lende, aber gut ausgeglichen. Die Rute ist stark und von mittlerer Länge. Sie wird fröhlich getragen, aber nicht über den Rücken gerollt oder vom Ansatz nach vorne geneigt.

Beagle Hündin mit Welpe

Mögliche Erbkrankheiten des Beagles

Trotz seines robusten und widerstandsfähigen Körperbaus hat der Beagle wie alle anderen Hunde auch mit diversen Neigungen zu Erkrankungen zu kämpfen. Der Beagle kann an Epilepsie erkranken: Diese Krankheit äußert sich in krampfartigen Anfällen. Bei vielen epileptischen Erkrankungen ist eine lebenslange, medikamentöse Therapie notwendig. Der Hund kann zu Übergewicht neigen, was durch ausreichend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung verhindert werden kann. Im Augenbereich können Probleme wie Bindehautentzündungen, ausgetrocknete Augen, Dermoid und grüner oder grauer Star auftreten. Außerdem neigt der Beaglehund zu einer Fehlentwicklung des Hüftgelenks (Hüftgelenkdysplasie) sowie zu einer neurologischen Erkrankung des Rückenmarks (Hound-Ataxie). Informieren Sie sich gezielt bei Ihrem Beagle-Züchter über mögliche Vorerkrankungen der Elterntiere.

Gesund mit der richtigen Nahrung

Rassetypisch für diese Hunderasse ist seine Tendenz zur Gewichtszunahme. Eine auf die Rasse angepasste Ernährung kann helfen, das Idealgewicht des Beagles zu erhalten. Durch eine individuell geformte Trockenfutter-Krokette kann die Nahrungsaufnahme des Beagles verlangsamt werden – so wird Schlingen vorgebeugt. Außerdem unterstützt die passende Nahrung die Knochen- und Gelenkgesundheit des Hundes.

 

 

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Beagle Adult

 

 

 

 

Wussten Sie schon?

Der vorwitzige Beagle diente dem US-amerikanischen Comic-Zeichner Charles M. Schulz in den 1950er Jahren als Vorlage zu seiner weltbekannten Hunde-Figur „Snoopy“. So wie sich dieser einfallsreich aus allen Situationen rettet, kann der „echte“ Beagle allerhand Unfug anstellen, um an sein Ziel zu kommen: Ob bei der Jagd, im Spiel oder vor dem Futternapf – er will seinen Kopf durchsetzen.

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Beliebte Mixe

Der Beaglehund wurde bereits mit verschiedenen Rassen gekreuzt, wodurch unterschiedliche Beagle-Mixe entstanden sind. Beagle Mischlinge sind bis auf die gezielten Kreuzungen nicht pauschal zu beschreiben. Oft ist unklar wie sich das Wesen und das Aussehen des Hundes entwickeln werden. Jedoch gibt es Rassen, wie den Beagle-Harrier (Kreuzung aus Beagle und Harrier), welche als anerkannte RCI Rasse klare optische und charakteristische Merkmale zeichnen. Der Puggle ist ein Beagle-Mops Mischling und der Pomeagle ist eine Kreuzung zwischen Pomerian und dem Beagle. Auch kleinere Hunderassen wie der Chihuahua werden mit dem Beagle verpaart, einen Chihuahua-Beagle-Mix nennt man Cheagle. Vor der Anschaffung eines Beagle-Mix sollte man sich eingehend mit den Rassen der Elterntiere beschäftigen, um die möglichen Charaktereigenschaften und Aussehen bestmöglich deuten zu können.

Anforderungen an die Haltung

Auslauf

Der kompakte Hund ist ein Laufhund mit viel Energie. Vor allem aber besitzt er eine große Leidenschaft, eigenständig Fährten zu verfolgen. Um seiner Passion gerecht zu werden, sollte man ihm als Ersatzbeschäftigung viel Nasenarbeit bieten. Dummytraining sowie das Verstecken von Leckerchen eignen sich hierfür besonders gut. Außerdem benötigt der Hund neben langen Spaziergängen viel Ansprache und Gesellschaft.

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Erziehung

Als Beaglehalter muss man konsequent in der Erziehung sein und man sollte schon Erfahrung mit Hundehaltung haben. Wichtig ist, dass eine hierarchische Ordnung besteht. Die starke Orientierung an einer sozialen Grundordnung ist die Basis für die hervorragende Eignung dieser Rasse als Familienmitglied und die Kinderfreundlichkeit. Von Beginn an muss die Rangfolge zwischen Mensch und Hund eindeutig geklärt sein. Schon im Welpenalter gilt klarzustellen, dass der Mensch der Rudelanführer ist und es gewisse Regeln gibt, die einzuhalten sind. Bei einer inkonsequenten Erziehung entwickeln sich schnell Ungehorsamkeit und Eigensinn.

Hundesport

Der kompakt geformte Hund ist sehr lauffreudig. Dies kann für die Erhaltung des Idealgewichtes genutzt werden. Zudem muss der zielstrebige und intelligente Vierbeiner ausreichend beschäftigt werden. Der Beagle eignet sich für fast jeden Hundesport, mit Ausnahme von Schutzhundeprüfungen, weil ihm die angeborene Schärfe fehlt. Hundesport wie Agility oder Dogdancing kann genutzt werden, um den Beagle nicht nur körperlich, sondern auch kognitiv auszulasten. Der Beaglehund ist zudem sehr apportieraffin, daher eignen sich auch abwechslungsreiche Ballspiele auf der Hundeweise. Beispiele für Ballspiele sind im folgenden Video aufgeführt:

Fellpflege

Der Beagle hat ein kurzes, dichtes und glänzendes Fellkleid, das ihn unempfindlich gegen fast alle Witterungen macht. Das kurze Fell ist pflegeleicht, sollte jedoch regelmäßig gebürstet werden. So werden abgestorbene Haare entfernt und die Hautdurchblutung angeregt. Der Hund sollte schon im Welpenalter an die regelmäßige Fellpflege gewöhnt werden, damit er sich überall anfassen lässt. Die Fellpflege ist außerdem eine gute Möglichkeit, um den Hund nach Verletzungen und Zecken abzusuchen.

Geeignet für Allergiker?

Hundeallergien werden zu den sogenannten Tierhaarallergien gezählt, die von bestimmten Eiweißen ausgelöst werden. Die Allergene entstammen dabei nicht den Haaren, sondern zum Beispiel der Haut oder dem Speichel der Tiere, können sich aber mit den Hundehaaren leicht verbreiten. Wer allergisch auf Hunde reagiert, sollte sich vor dem Kauf eines Beagles testen lassen. Wichtig ist, dass ein individueller Allergietest mit einer Probe des zukünftigen Hundes durchgeführt wird, denn die allergische Reaktion kann von Rasse zu Rasse und sogar von Hund zu Hund unterschiedlich ausfallen.

Weitere Informationen zur Rasse, sowie die Züchterübersicht vom VDH finden Sie hier.

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