Rasseportrait Ragdoll: Katze mit sanftem Charakter

Ragdoll

Sanftes Wesen im seidigen Haarkleid. Die Ragdoll bezaubert durch ihre vielfältige Färbung und ihren freundlichen Charakter. Auch wenn sie eher ruhige Wohnungskatzen sind, wird es mit ihnen nie langweilig. Die verspielte Katze ist freundlich, ausgeglichen, neugierig und anhänglich.

Größe: Mittelgroß, ca. 40 cm
Gewicht: Katze: 4,5 – 6,5 kg, Kater: 6,5 – 9 kg
Spezielle Nahrung: Ragdoll
Herkunft: Kalifornien, USA

Woran erkenne ich eine Ragdoll?

Die Ragdoll, deren Name übersetzt „Stoffpuppe“ bedeutet, ist eine sanfte und anhängliche Katze mit hundeähnlichen Verhaltensweisen. Und auch wenn ihre feinen Gesichtszüge zunächst zu einer feingliedrigen und kleinen Katze zu gehören scheinen, zählen Ragdolls zu den größten Katzenrassen.

Was macht eine Ragdoll aus?

Die Vertreter dieser intelligenten Katzenrasse begleiten „ihren“ Menschen am liebsten auf Schritt und Tritt. Dabei wollen sie allem auf den Grund gehen und sind nicht nur neugierig, sondern auch mutig. Da Ragdolls sehr gesellschaftsfähig sind, sollte man sie zu zweit halten. Mit Kindern oder katzenfreundlichen Hunden vertragen sich die ausgeglichenen, verspielten Tiere gut. Der sanfte Charakter und die leise Stimme der zutraulichen Rasse machen sie zu einem angenehmen vierbeinigen Mitbewohner.

Wo kommt die Ragdoll ursprünglich her?

Ursprung der Ragdoll in Kalifornien

In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde von Ann Baker in Kalifornien eine weiße, angoraähnliche Kätzin mit einem Kater, der einer Birma glich, gekreuzt. Dem Wurf gab sie den Namen „Ragdoll“. Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet „Stoffpuppe“. Die Rasse wurde nach der Figur aus dem Kinderbuch „Raggedy Ann“ benannt. Ann Baker ließ diesen als Bezeichnung einer neuen Katzenrasse patentieren. Später gründete sie einen Verein, die „International Cat Association“, aus dem heraus der heute noch existierende „Ragdoll Fanciers Club International“ entstand.

Die ersten Ragdolls kamen Anfang der 1980er Jahre nach Europa, genauer gesagt nach Großbritannien. Erst zehn Jahre später gelangten Exemplare dieser Rasse nach Österreich. Ihr Name kommt anscheinend auch vom entspannten Loslassen der Katze, wenn sie auf den Arm genommen wird und sich puppenartig hängen lässt.

Wie sieht eine gesunde Ragdoll aus?

Das halblange Haarkleid der Ragdoll ist sehr dicht mit wenig Unterwolle. Vor allem der Schwanz ist buschig und gut behaart. Am Hals bildet das dort besonders üppige Fell eine Mähne. Durch seine spezielle Beschaffenheit neigen die Haare weder zum Verfilzen noch zum Verknoten. Die großwüchsige Katze – Kater können bis zu 9 kg wiegen – hat einen muskulösen Körper und zeigt eine kräftige Gesamterscheinung. Mit ihren leuchtend blauen Augen kann die Ragdoll im Handumdrehen viele Katzenliebhaber in ihren Bann ziehen. Eine Farbausnahme bildet die Solid Ragdoll, die vollfärbig und ohne Points ist: Sie muss keine blauen, sondern kann sogar verschiedenfarbige Augen haben.

Mögliche Erbkrankheiten der Ragdoll

Wie viele Katzen, ob Rassekatze oder Hauskatze, kann die Ragdoll Zeit unbemerkt an hypertropher Kardiomyopathie erkranken. Diese Krankheit endet häufig im plötzlichen Herztod. Hinzu kommt ein erhöhtes Risiko für Erkrankungen der Gelenke. Schon bei der Auswahl sollte daher die Krankengeschichte der Eltern in Erfahrung gebracht werden.

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Gesund und munter mit der richtigen Nahrung

Bedingt durch die rassespezifischen Besonderheiten der Ragdoll, hat ROYAL CANIN eine Nahrung entwickelt, die speziell für diese Katzenrasse geeignet ist. So sind die Kroketten des Trockenfutters genau auf den breiten Kiefer der Ragdoll abgestimmt. Die Aufnahme des Futters wird auf diese Weise erleichtert und die Ragdoll wird zum intensiven Kauen angeregt. Darüber hinaus unterstützen Omega 3- und Omega 6-Fettsäuren die Gesundheit von Haut und Fell.

 

 

Entdecken Sie die spezielle Ragdoll-Nahrung:

 

 

 

 

Wussten Sie schon?

Die Fellfarben der Ragdoll reichen von Seal (schwarz) und Blue über Chocolate und Lilac bis zu Red und Creme. Bei den Zeichnungsvarianten gibt es drei verschiedene:

  • Colourpoint: Der Körper ist dabei heller als die Extremitäten (Points genannt)
  • Mitted: mit „Handschuhen“ an den Vorderpfoten, vom Kinn über den Bauch bis zum Schwanz ist das Haarkleid weiß
  • Bicolor: ein umgekehrtes V in Weiß ziert das Gesicht

Weitere Variationen sind z. B. Lynx, Tortie sowie Torbie. Die wesentlichen Merkmale der Ragdoll sind einerseits die dunkle „Maske“ im Gesicht und andererseits das Point-Gen, das die weiß geborenen Jungen erst im Laufe der ersten Lebenswochen ihre Farbe entwickeln lässt. Erst mit vier Jahren haben Ragdolls ihre endgültige Fellfärbung erreicht, die im Laufe des Alters noch leicht nachdunkeln kann.

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Anforderungen an die Haltung

Freigänger oder Wohnungskatze?

Die Ragdoll ist ruhig, sanft, sehr menschenbezogen und daher die ideale Wohnungskatze. Selbst wenn sie der Bewegungsdrang packt, ist sie sich ihrer Umgebung stets bewusst, wodurch es nur sehr selten zu ungeplanten Zusammenstößen mit ihrer Umgebung kommt. Ausgeglichenheit und Anhänglichkeit machen sie zum idealen Mitbewohner und auch für Familien mit Kindern zum passenden Haustier. Nur allein sollten die stattlichen Katzen nicht gehalten werden, denn Einsamkeit – auch wenn es nur für einige Stunden ist – bekommt ihnen gar nicht gut.

Katze Ragdoll Charakter

Geistige Beschäftigung

Vor allem bei reinen Wohungskatzen ist es wichtig, der Katze ausreichend Beschäftigung zu bieten. Neben einer katzengerechten Wohnungsgestaltung ist regelmäßiges Spielen von hoher Bedeutung, um die Ragdoll auszulasten und kognitiv zu fordern. Jagd- und Fangspiele sowie das Verstecken von Leckerchen eignen sich sehr gut. Mit geduldigem Clickertraining können der lernfähigen Ragdoll sogar Tricks beigebracht werden.

Fellpflege

Ragdolls sind als Halblanghaarkatzen weit weniger pflegeaufwendig als Langhaarkatzen. Das weiche, dichte Fell der Ragdoll benötigt jedoch eine regelmäßige Pflege. Vor allem während der Fellwechselzeit im Frühjahr und Herbst sollte daher mehrmals wöchentlich gebürstet werden. Das Fell der Ragdoll sollte seidig und nicht griffig sein. Durch die Seidigkeit der Haare hat das Fell eine geringe Tendenz zu verfilzen, was die Pflege einfacher macht.

Geeignet für Allergiker?

Entgegen dem allgemeinen Glauben ist es hinsichtlich einer Katzenhaarallergie nicht entscheidend, ob ein Tier kurzes oder langes Fell hat. Denn der Auslöser für die meisten Allergien sind nicht die Haare, sondern die Eiweißverbindung „Fel-Dh1“, die z.B. im Speichel der Katzen vorhanden ist. Manche Katzen produzieren dieses Protein weniger als andere. Es empfiehlt sich ein persönlicher Allergietest, da bei keiner Rasse allgemein davon gesprochen werden kann, dass sie keine Allergien auslösen kann.

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