Die Perserkatze: Eine elegante Aristokratin

Perserkatze

Früher äußerst beliebt beim Adel, heute eine der beliebtesten Katzenrassen überhaupt: Die Perserkatze hinterlässt besonders durch ihr außergewöhnliches Fell einen bleibenden Eindruck. Neben ihrem Aussehen hat sie auch als Hauskatze ihre Vorzüge und braucht nicht zwingend ausgiebigen Freigang.

Anderer Name: Perser
Endgültige Größe: 40 bis 60 cm
Endgültiges Gewicht: Katze: 5 kg, Kater: 6 kg
Spezielle Nahrung: Persian Adult, Persian Kitten
Herkunft: Großbritannien

Woran erkenne ich eine Perserkatze?

Perserkatze erkennen

Perserkatzen gelten als eine der bekanntesten und ältesten Katzenrassen und sind aufgrund ihres markanten Fells sehr leicht von anderen Katzen zu unterscheiden. Das Fell ist nicht nur drei Mal so lang wie bei vielen anderen Katzenrassen, sondern kommt auch in rund 200 verschiedenen Farbvarianten vor. Von einheitlichen Farben wie Weiß, Schwarz, Blau, Rot, Creme, Chocolate oder Lilac gibt es auch Exemplare mit Tabby-Fellzeichnungen, die von getigert und getickt bis hin zu getupft oder gestromt reichen. Ihre Augen sind groß und können in Abhängigkeit von der Fellfarbe von Blau und Grün bis hin zu kupferfarben variieren. Besonders markant ist auch ihr buschiger Schwanz, dessen Fell bis zu 20 Zentimeter lang sein kann.

Was macht eine Perserkatze aus?

Vom Wesen her sind Perser eher zurückhaltend und haben ein ruhiges Gemüt. Ihr Jagdtrieb ist nur mäßig ausgeprägt und sie haben kein stark ausgeprägtes Freiheitsbedürfnis. Sie eignen sich daher sehr gut als Hauskatze mit eingeschränktem Freigang. Perserkatzen sind aber durchaus spielfreudig und genießen Streicheleinheiten. Durch ihr freundliches Wesen und ihre eher leise Stimme hat die Perserkatze ein sehr friedfertiges und ruhiges Auftreten.

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Wo kommen Perserkatzen ursprünglich her?

Ursprung Perserkatze

Die Perserkatze ist eine englische Züchtung und stammt aus Großbritannien. Obwohl ihr Name es nahelegt, kommt sie nicht aus dem Nahen Osten und sie geht auch nicht auf die Angora-Katzen zurück, wie lange vermutet wurde. Aktuelle Studien gehen vielmehr davon aus, dass die Katzenrasse aus der Kreuzung mehrerer europäischer Hauskatzen hervorging.

In England fing die Züchtung von Perserkatzen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts an. Durch ihr besonderes Fell und ihr ruhiges Wesen, das von Zeitgenossen als „vornehm“ empfunden wurde, gewannen sie schnell große Beliebtheit beim damaligen Adel. Selbst Queen Victoria soll Perserkatzen besessen haben.

Wie sieht der Rassestandard der Perserkatze aus?

Eine gesunde Perserkatze sollte aufgeweckt wirken. Ihr Fell sollte dicht und plüschig sein und aufgrund der starken Unterwolle vom Körper abstehen.

Erste Anhaltspunkte für ein krankes Tier können eine abweichende Körperhaltung, auffällig ruhiges Verhalten oder ein stumpfes Fell sein. Fällt Ihnen eine dieser Auffälligkeiten bei der Katze auf, sollten Sie den Züchter darauf ansprechen. Da andere Erkrankungen nicht unbedingt mit dem bloßen Auge erkennbar sind, ist es ratsam, sich vom Züchter entsprechende Nachweise über die Gesundheit der Elterntiere zeigen zu lassen.

Mögliche Erbkrankheiten bei der Perserkatze

Perserkatze Erbkrankheiten
Bei der Perserkatze kann infolge der kurzen Nase und des breiten Schädels das sogenannte Brachycephale Syndrom auftreten. Dabei können betroffene Katzen schwerer atmen und unter Atemnot leiden. Typisches Anzeichen sind laute Atemgeräusche, die auch in Ruhephasen auftreten können.

Darüber hinaus können Neigungen zu weiteren erblich bedingten Krankheiten auftreten. Eine dieser Krankheiten ist eine Nierenerkrankung, die sogenannte polyzystische Nierenerkrankung. Durch die Erkrankung kommt es zu einer Vergrößerung der Nieren und einer Einschränkung ihrer Funktion. Anzeichen können unter anderen vermehrter Durst und häufiges Urinieren sein.

Gesund und munter mit der richtigen Nahrung

Perserkatzen unterscheiden sich durch ihr langes Fell und den brachycephalen Kiefer von anderen Katzenrassen. Daher stellen Perser besondere Anforderungen an ihre Nahrung. ROYAL CANIN hat speziell für Perserkatzen Ernährungslösungen entwickelt, die genau auf diese besonderen Bedürfnisse eingehen:

  • Anders als andere Katzen nimmt die Perserkatze Trockenfutterkroketten mit der Unterseite ihrer Zunge auf.
  • Die Krokette von Persian ist daher mandelförmig gestaltet, sodass Perserkatzen sie leicht aufnehmen können.
  • Darüber hinaus enthält die Spezialnahrung eine Zusammenstellung von Nährstoffen, die das lange, samtige Fell der Perser pflegen und die Hautbarriere unterstützen können.
  • Um der Haarballenbildung auf natürliche Weise vorzubeugen, enthält Persian ausgewählte Naturfasern.
  • Für Perserkätzchen gibt es eine genau passende Junior Nahrung, Persian Kitten, die bis zum 12. Monat gegeben werden kann.

Lesen Sie hier mehr über spezielle Rassenahrungen für Perser, erhältlich in zwei Variationen:

Weitere Informationen zur Perserkatze finden sie hier.

 

 

 

 

 

Wussten Sie schon?

Ihren eigentlichen Durchbruch feierte die Perserkatze 1871 in London. Das hat sie keiner geringeren als Queen Victoria zu verdanken, denn sie kaufte zwei Perserkatzen. Fortan wurden die persischen Langhaarkatzen in Europa als Statussymbol gehalten, vor allem von Adligen. Sie galten als Luxusgeschöpfe, die sich die Gunst der Reichen und Mächtigen nur mit der Türkischen Angora teilen mussten. Im Laufe des 20. Jahrhunderts kam die Rasse in Europa und den USA immer mehr in Mode.

Anforderungen an die Haltung

Perserkatze Anforderungen Haltung

Freigänger oder Wohnungskatze?

Für die Haltung einer Perserkatze reicht eine schöne, katzengerechte Wohnung völlig aus. Mit ihrem ruhigen Temperament besteht die verschmuste Vierbeiner nicht unbedingt auf Freigang, Wird einer Perserkatze als Freigänger gehalten, so wird die Fellpflege deutlich aufwendiger und es besteht die Gefahr, dass das lange Fell verfilzt.

Geistige Beschäftigung

Die Perserkatze ist mäßig aktiv, aber trotzdem eine gute Jägerin. Auf Fang- oder Jagdspiele mit ihrem Besitzer lässt sie sich daher gerne ein. Ein Kratzbaum bietet weitere Liegeflächen, Beschäftigungsmöglichkeit und dient der Krallenpflege. Perser stehen in dem Ruf, verhältnismäßig gut für Berufstätige geeignet zu sein. Dennoch ist bei langer täglicher Abwesenheit eine Zweitkatze anzuraten. Im Allgemeinen sind Perserkatzen durch ihr ausgeglichenes Wesen auch gut in Familien mit Kindern zu halten. Ebenfalls lassen sie sich meist nicht durch Hunde oder andere Haustiere aus der Ruhe bringen.

Fellpflege

Durch ihr besonders langes Fell ist die Fellpflege bei der Perserkatze aufwendig, weil es zu Knotenbildung und Verfilzung neigt. Daher sollte das Fell der Perserkatze unbedingt regelmäßig gekämmt und entwirrt werden. Einmal täglich oder alle zwei Tage sollte Zeit für die Fellpflege des Vierbeiners eingeplant werden.

Empfehlenswert ist es, die Katze schon von klein auf an die Fellpflege zu gewöhnen. Ist das Haarkleid der Langhaarkatze erst mal verfilzt, ist es sehr schwer, es wieder zu entwirren.Mindestens 20 bis 30 Minuten sollte man für die tägliche Pflege einplanen.

Geeignet für Allergiker?

Auslöser für eine Katzenallergie ist in der Regel das Protein Fel d 1. Die Katzenhaare selbst sind nicht das Problem, denn das Allergen befindet sich im Speichel, in den Hautschuppen und der Tränenflüssigkeit der Katze. Allerdings verteilt die Katze es beim Putzen auch auf dem Fell.

Es gibt Rassen, die weniger vom Allergen produzieren sollen als andere. Eine Garantie, dass diese Katzen keine Allergiesymptome auslösen, gibt es allerdings nicht. Auch innerhalb einer Katzenrasse kann der Anteil an Fel d 1 variieren. Allergiker, die sich gerne eine Katze anschaffen möchten, sollten vorab einen Allergietest beim Hautarzt machen. Ratsam ist es, diesen Test wenn möglich mit Haaren derjenigen Katze durchzuführen, die angeschafft werden soll. So kann ausgeschlossen werden, dass das Tier nach kurzer Zeit wegen zu heftiger Allergie abgegeben werden muss.