Eine neue Katze: Was muss ich wissen?

Neue Katze

Die Entscheidung für eine neue Katze beeinflusst den Alltag schon bevor der Vierbeiner angekommen ist. Denn die Ankunft der Katze in den eigenen vier Wänden will gut vorbereitet sein. So geht es auch den neuen Besitzern von Kätzchen Helios. Vom Transport, über die Eingewöhnung bis zum Umgang mit vorhandenen Katzen ist einiges zu beachten. Hier gibt es einen Überblick.

Die Vorbereitung: Was muss ich im Voraus beachten?

Die Ernährung

Es ist gut, möglichst viel über Ihre neue Katze im Vorhinein zu wissen. Fragen Sie beispielsweise den Vorbesitzer, den Züchter oder im Tierheim, welches Futter die Katze aktuell bekommt. Junge Kätzchen brauchen eine an ihre Bedürfnisse angepasste Ernährung, die sie in der Wachstumsphase bestmöglich versorgt. Aber auch älteren Tieren fällt der Umzug in das neue Zuhause leichter, wenn sie ihr gewohntes Futter zunächst beibehalten. Denn jede Futterumstellung bedeutet Stress für das Magen-Darm-System.

Eine Futterumstellung macht dann Sinn, wenn das bisherige Futter nicht an die Bedürfnisse der Katze angepasst war. Lassen Sie sich unverbindlich zum Thema passende Ernährung für Ihre neue Katze beraten.

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Erstausstattung und Zubehör

Schaffen Sie alles Notwendige für den neuen Mitbewohner an. Zur Grundausstattung gehören natürlich eine Schlafstelle, Näpfe, Spielzeug und eine Katzentoilette. Eine Übersicht mit einer Checkliste für sinnvolles Katzenzubehör finden Sie hier.

Bereiten Sie für die Ankunft ein Zimmer vor, das Versteckmöglichkeiten bietet – aber nicht zu viele. Entfernen Sie eventuell giftige Pflanzen, Kabel oder zerbrechliche Gegenstände und schaffen Sie Raum für das Zubehör der Katze.

Der Transport: Die Katze auf dem Weg ins neue Heim

Katze in Transportbox

Für die neue Katze wäre es ideal, wenn die bisherigen Besitzer sie in ihr neues Zuhause brächten. Denn damit ließe sich neben der Aufregung rund um den Transport auch der Stress durch fremde Gesichter mindern. Für die Katze ist es außerdem hilfreich, wenn man sie vorab schon ein paar Mal besucht. Dann ist man am Tag des Umzugs kein völlig Fremder mehr.

Natürlich ist es auch möglich, dass die neuen Besitzer die Katze abholen. Die Katze sollte in jedem Fall im Auto in einer Transportbox befördert werden – am besten mit einer Decke als Unterlage, die den Geruch ihres alten Zuhauses angenommen hat. Manchmal ist es schwierig, einen Vierbeiner in eine Transportbox zu bekommen. Deshalb sind Boxen günstig, deren Oberteil sich abnehmen lässt. Für die Fahrt wird die Transportbox auf dem Rücksitz angegurtet. Ein behutsamer Fahrstil, keine oder leise Musik und ruhiges Reden machen es der Katze leichter. Zusätzlich kann die Box mit einem Tuch abgedeckt werden, weil Dunkelheit viele Katzen beruhigt und gleichzeitig die Reize reduziert werden, die auf das Tier einströmen. Der Katzentransport sollte ganz in Ruhe erfolgen. Denn der Stress, den Sie selbst haben, überträgt sich auf die Katze und erschwert das Ankommen.

Die Ankunft: Eine ungewohnte Umgebung

helle Katze

Damit bei der Ankunft einer neuen Katze alles gut klappt, kann man einiges tun. Es sollte zunächst möglichst viel der bisherigen Lebensumstände und Routinen der neuen Katze übernommen werden. Änderungen, die man vornehmen möchte, sollte man auf die Zeit nach der Eingewöhnungsphase verschieben.

5 Tipps für die ersten Stunden im neuen Heim

  1. Vermeiden Sie bei der Ankunft alles, was das Tier nervös machen könnte – also andere Tiere oder Kinder.
  2. Nach dem ersten Eintreffen in der Wohnung, stellt man die Transportbox mit der Katze in den neuen Raum, öffnet ihn und lässt die Katze sich ungestört orientieren. Die Katze sollte nicht animiert oder gezwungen werden, die Transportbox zu verlassen. Sie kommt von alleine heraus, wenn sie sich sicher fühlt.
  3. Bleiben Sie auf Abstand, am besten nicht aufrecht stehend, sondern knieend, und sprechen Sie leise und langsam.
  4. Ist die neue Katze stark verängstigt und will nicht herauskommen, können Sie es nach einiger Zeit mit einem Spielzeug oder etwas Futter versuchen.
  5. Reagiert die Katze auch darauf nicht, lassen Sie sie alleine und schauen Sie nach ein paar Stunden nach ihr.

Grundregeln, um Katzen näher zu kommen:

  • Unter Katzen gilt der direkte Blick in die Augen als Drohung. Deshalb öfter mal bei Augenkontakt zwinkern, weil es der Katze Entspannung signalisiert.
  • Spielen ist der beste Weg, um eine Beziehung zur Katze aufzubauen.
  • Vermeiden Sie laute Geräusche.
  • Loben, sanftes Streicheln und ein Leckerbissen helfen immer.

Die neue Katze frisst nicht

Kätzchen frisst

Es ist ganz normal, dass die Katze in der ungewohnten Umgebung zunächst nicht frisst. Nach einer Zeit sollte sie aber zumindest trinken. Sie wird im Normalfall im Raum bald auf Erkundungstour gehen und die Katzentoilette benutzen. Je nach Alter der Katze kann es bis zu ein oder zwei Tagen dauern, bevor sie normal frisst. Das ist die Zeit, die Sie abwarten sollten, bis Sie ggf. einen Tierarzt konsultieren. Ein Besuch dort kann sowieso sinnvoll sein, um zu überprüfen, ob Ihre neue Katze gesund ist.

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Das Einleben: Mit Geduld und Ruhe

Wie bei Menschen gibt es introvertierte Katzen, die für die Eingewöhnung länger brauchen, oder extrovertierte, die schnell mit der Situation zurechtkommen. An der Reaktion der Katze auf Spielangebote und Streicheln kann man gut sehen, ob sie soweit ist, ihren Sicherheitsraum zu verlassen.

Gehen Sie nicht aktiv auf die neue Katze zu, sondern lassen Sie sie kommen. Bei scheuen Katzen können Wochen oder Monate vergehen, bis sie ihr neues Umfeld akzeptieren. Hat sie sich an ihre Umgebung etwas gewöhnt und hat sie eine Bezugsperson, der sie vertraut, können weitere Menschen hinzukommen. Kommen Sie der Katze im Laufe der Zeit nur dann näher, wenn sie sich problemlos streicheln lässt.

Wie lange sollte die neue Katze im Haus gehalten werden?

Katze guckt aus dem Fenster

Bevor die Katze nach draußen darf, sollte sie in 4 bis 6 Wochen das neue Zuhause akzeptiert haben. Allerdings sollte die neue Katze auf jeden Fall mit einem Mikrochip versehen und registriert werden. Damit kann sie jederzeit identifiziert werden, wenn sie beispielsweise verletzt wird oder sich verläuft. Außerdem sollten Freigänger zunächst geimpft werden, weil sie sich bei anderen Katzen mit Krankheiten wie Katzenschnupfen anstecken können. Für Besitzer von Freigängern ist auch das Thema Kastration der Katze unumgänglich.

Freigänger oder Wohnungskatze?

Vor der Anschaffung einer neuen Katze sollte man sich überlegen, ob es sich um einen Freigänger oder eine Wohnungskatze handeln soll. Bestimmte Rassen oder auch Charaktere eignen sich besser für die eine oder andere Haltungsform. Grundsätzlich lieben es Katzen, ihre Umgebung zu entdecken, ihr Revier abzustecken und zu verteidigen. Wer einen Garten in einer ruhigen Umgebung hat, kann seiner Katze also problemlos die Möglichkeit zum Freigang bieten.

Die Wohnungshaltung hat dagegen einen entscheidenden Vorteil: Die Katzen leben in der Wohnung sicherer. Sehr ängstliche oder kranke Tiere sind daher als Wohnungskatze besser aufgehoben. Auch ältere Katzen, die Freigang nicht kennen, sollte man nicht unbedingt nach draußen lassen. Das gilt insbesondere, wenn das Tier eine Behinderung hat, beispielsweise schlecht sieht, vollkommen blind oder taub ist.

Außerdem steht nicht jedem ein Garten zur Verfügung oder die Umgebung eignet sich nicht für Freigang. Liegt das neue Zuhause etwa an einer vielbefahrenen Straße, kann dies selbst für geübte Freigänger gefährlich werden. Wenn Sie sich entscheiden, Ihre neue Katze in der Wohnung zu behalten, sorgen Sie für ausreichend Abwechslung und eine katzengerechte Gestaltung der Wohnung mit vielen Spielmöglichkeiten, Aussichtspunkten und Streicheleinheiten.

Sind bereits Katzen im Haushalt? Katze und Kitten

Sind Katzen im Haushalt vorhanden, müssen die Tiere behutsam aneinander gewöhnt werden. In ihrem Ankunftsraum nimmt die neue Katze den Hausgeruch an, was sie beim Kontakt zu anderen Katzen weniger fremdartig wirken lässt. Jede Katze braucht einen eigenen Napf für Nassfutter und Wasser. Die alteingesessenen Tiere sollten möglichst nicht eifersüchtig werden. Deshalb sollte der Ankunftsraum für die neue Katze keiner sein, in dem sich die vorhandenen Katzen oft aufhalten. Ebenso sollte die Bezugsperson für die neue Katze nicht die Hauptbezugsperson der bisherigen Katzen sein.