Nassfutter für Katzen – Was muss man wissen?

Nassfutter

Gestern hat Ihre Katze das Nassfutter noch genussvoll gefressen und heute rührt sie es nicht mehr an? Katzen sind oft sehr anspruchsvoll, wenn es um ihr Futter geht. Als fürsorglicher Besitzer möchten Sie Ihrem Liebling nicht nur ein schmackhaftes Katzenfutter bieten, sondern die Katze auch mit allen notwendigen Nährstoffen versorgen. In diesem Artikel erfahren Sie, warum Feuchtnahrung gut für Katzen ist und welches Nassfutter die wählerischen Vierbeiner am liebsten fressen.

Vorteile: Warum ist Nassfutter gut für Katzen?

Sowohl mit Trockennahrung als auch mit Nassfutter können Sie Ihre Katze gesund und ausgewogen ernähren. Im Folgenden sind die Vorteile von Feuchtnahrung für Sie zusammengefasst:

  • Hoher Flüssigkeitsgehalt: Nassfutter besteht durchschnittlich aus 80 Prozent Wasser. Katzen, die wenig trinken, können mit dem wasserhaltigen Futter fast ihren gesamten Flüssigkeitsbedarf decken. Zudem wird die Gesundheit der Harnwege gefördert und der Entstehung von Harnwegserkrankungen vorgebeugt.
  • Geeignet für Katzen mit großem Appetit: Durch den hohen Wassergehalt enthält Feuchtnahrung pro Volumeneinheit nur etwa ein Viertel so viele Kalorien wie die gleiche Menge Trockennahrung. Nassfutter eignet sich demnach besonders gut für Tiere, die zu Übergewicht neigen.
  • Hohe Akzeptanz: Da Feuchtnahrung mehr Wasser enthält als Trockenfutter, entfalten sich Aromen besser, sodass es intensiver duftet und von Katzen es gerne fressen.

Achtung: Feuchtnahrung kann nur dann als vollwertiges und ausgewogenes Alleinfutter eingesetzt werden, wenn es vom Hersteller ausdrücklich als Alleinfutter deklariert wird. Meistens wird Feuchtnahrung zur Mischfütterung in Kombination mit Trockennahrung verwendet werden. Mischfütterung ist artgerecht und beinhaltet den Vorteil beider Futtervarianten.

Ab wann dürfen Katzen Feuchtnahrung fressen?

Ab der Umstellung von Muttermilch auf feste Nahrung, kann bereits Feuchtnahrung gefüttert werden. Es gibt spezielle Feuchtnahrungen, die auf die besonderen Bedürfnisse von Kätzchen in der Wachstumsphase abgestimmt sind. Wählen Sie eine Kittennahrung, deren Größe und Textur der Stückchen optimal für den kleinen Kiefer der jungen Katze geeignet ist. Während des Zahnwechsels kann es zu leichten Zahnschmerzen kommen, die weiche Feuchtnahrung ermöglicht eine problemlose Nahrungsaufnahme. Eine Feuchtnahrung für Kätzchen stärkt darüber hinaus die natürlichen Abwehrkräfte und unterstützt ein gesundes Wachstum. Im Laufe des Katzenlebens sollte die Feuchtnahrung jeweils der aktuellen Lebensphase angepasst werden.

Vorlieben: Welches Nassfutter fressen Katzen am liebsten?

Katzen sind Individualisten, daher hat auch jede Katze ihre eigenen Vorlieben. Die Geschmacksrichtung, wie etwa Huhn oder Rind, spielt dabei jedoch keine entscheidende Rolle. Viel wichtiger sind Geruch, Textur und Geschmack der Feuchtnahrung:

Geruch von Nassfutter als Schlüsselfaktor

Der Geruch ist für Katzen der Schlüsselfaktor für die Akzeptanz einer Nahrung. Ein für die Katze unangenehmer Geruch kann die Futteraufnahme vollständig verhindern, unabhängig vom tatsächlichen Geschmack oder dem Nährwert der Nahrung. Es kann sein, dass die Katze das Futter nicht anrührt, wenn an ihrem Napf Spuren eines Spülmittels haftet. Der Geruch gibt für Katzen demnach den Ausschlag, ob sie etwas fressen oder links liegen lassen.

Textur von Nassfutter: Stückchen, Gelée oder doch lieber Mousse?

Die Textur der Nahrung ist ein sehr wichtiger Faktor und bestimmt nicht nur die Art und Weise der Futteraufnahme, sondern beeinflusst auch die Akzeptanz. In der Regel ist eine Feuchtnahrung in verschiedenen Texturen erhältlich, zum Beispiel als Stückchen in Soße, Stückchen in Gelee oder als Mousse. Der Vorteil dieser Vielfalt liegt auf der Hand: Man kann der Katze Abwechslung bieten und ihren individuellen Vorlieben entsprechen, ohne dabei das Produkt wechseln und mit negativen Begleiterscheinungen wie Durchfall rechnen zu müssen.

Wie wichtig ist der Geschmack von Nassfutter für Katzen?

Der Geschmack ist für Katzen nur bedingt ausschlaggebend, denn sie verfügen im Vergleich zum Menschen nur über wenige Geschmacksknospen. Katzen können Bitter, Sauer, Salzig und Umami (die Reaktion auf bestimmte Aminosäuren) schmecken. Süßen Geschmack können Katzen nur sehr eingeschränkt oder gar nicht wahrnehmen. Damit stehen vor allem der Geruch und die Textur im Vordergrund bei der Wahl ihres Lieblingsfutters.

Katzen sind wählerisch – oft sind Tierbesitzer schon glücklich, wenn sie ein Futter gefunden haben, das ihre Samtpfote tatsächlich isst. Doch gleichzeitig soll es die Stubentiger mit allen notwendigen Nährstoffen versorgen.

Mögliche Ursachen: Gründe für die Futterverweigerung

Der Geschmack von Katzen scheint oftmals unbegreiflich: Manches Futter hat unglaublichen Erfolg, anderes wird hingegen nicht beachtet. So unterschiedlich wie Katzen sind, so unterschiedlich können auch die Gründe sein, wieso die Katze ihr gewohntes Futter nicht mehr mag. Die meisten Katzen haben gerne Abwechslung im Napf, daher kann es vorkommen, dass sie plötzlich das übliche Feuchtfutter nicht mehr fressen. Andere Katzen mögen nur Feuchtnahrung, die sie bereits kennen.

Wir Menschen möchten unseren vierbeinigen Lieblingen Abwechslung bieten und wechseln häufig die Futtermarke oder die Geschmacksrichtung. Katzen sind neugierige Tiere, daher stürzen sich die meisten Katzen mit Begeisterung auf das neue Futter. Doch dieser „Neophilie“ genannte Effekt hat zwei Nachteile: Von der neuen Nahrung fressen Katzen in den ersten Wochen mehr als sie sollten, eine Gewichtszunahme kann die Folge sein. Zudem gewöhnen Katzen sich schnell daran, immer wieder neue Geschmäcker präsentiert zu bekommen und finden das gewohnte Nassfutter schneller unattraktiv. So ziehen Sie sich eine mäkelige Katze heran, die immer wieder neue Futtersorten probieren will.

Tagesbedarf: Wie viel Feuchtnahrung benötigt eine Katze pro Tag?

Wie viel Katzenfutter Ihre Katze täglich benötigt, hängt von den individuellen Bedürfnissen Ihrer Katze ab. Wie viel Feuchtnahrung eine Katze pro Tag benötigt hängt von verschiedenen Faktoren wie Alter, Lebensstil und Aktivität ab. Nehmen Sie die Fütterungsempfehlung des Herstellers als Orientierungshilfe und behalten Sie das Gewicht Ihrer Katze im Auge.

Es empfiehlt sich, die Tagesration an Feuchtnahrung auf mehrere kleine Portionen aufzuteilen, damit keine Reste übrig bleiben. Nassfutterreste verderben sehr schnell und sollten von der Katze nicht mehr gefressen werden.

Haltbarkeit: Wie lange hält geöffnetes Nassfutter?

Ungeöffnet kann Feuchtfutter entsprechend der Angabe des Mindesthaltbarkeitsdatum des Herstellers gelagert werden. Danach beginnt allmählich der Abbau bestimmter Vitamine. Nach dem Öffnen verdirbt das Nassfutter verhältnismäßig schnell, da in der Regel keine Konservierungsstoffe enthalten sind. Wenn Nassfutter einmal offen ist, sollte es unbedingt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Zum Schutz der Oberfläche sollte man das Futter mit einer lebensmitteltauglichen Folie abgedecken. Innerhalb von 48 Stunden sollte man dann die angebrochene Feuchtnahrung aus dem Kühlschrank sollte verbrauchen. Ohne Kühlung verdirbt die Feuchtnahrung innerhalb weniger Stunden – vor allem an heißen Sommertagen.

Feuchtnahrung frisch aus dem Kühlschrank

Verfüttern Sie Nassfutter niemals direkt aus dem Kühlschrank. Nehmen Sie es etwa eine Stunde zuvor heraus, damit es die Zimmertemperatur annehmen und sein Aroma entfalten kann. Zu kaltes Futter kann die Gesundheit Ihrer Katze beeinträchtigen. Die richtige Temperatur der Nahrung ist ein wichtiger Faktor. Denn Feuchtfutter unmittelbar aus dem Kühlschrank hat eine geringere Akzeptanz als das entsprechende Produkt mit Raumtemperatur oder nach leichter Erwärmung. Die Idealtemperatur des Futters für eine Katze beträgt 38 °C. Dies entspricht in etwa der Körpertemperatur ihrer Beutetiere in freier Wildbahn.

Wenn das Nassfutter aus dem Kühlschrank bei Zimmertemperatur aufgewärmt, aber doch nicht verfüttert wird, darf es dem Vierbeiner nicht mehr vorgesetzt werden. Hier sollte man die Packung mit dem Nassfutter entsorgen. Denn nach dem Unterbrechen der Kühlkette können sich auf dem Fleisch und der Soße bereits zahlreiche Bakterien und Mikroorganismen vermehrt haben. Damit der Vierbeiner nicht Gefahr läuft, verdorbenes Nassfutter zu bekommen, sollte dieses Nassfutter nicht mehr verfüttert werden.

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