Mischfütterung bei Hund und Katze: Das Beste von beidem!

Mischfütterung bei Hund und Katze

Alleinnahrungen für Hunde und Katzen gibt es als Trocken- und Feuchtnahrung. Welchem Format auch immer der Vorzug gegeben wird: Eine ausgewogene Ernährung ist mit beiden Formen der Fütterung möglich. Doch wie sieht das mit Mischfütterung bei Hund und Katze aus?

Mixen ist machbar

Im Internet kursieren immer wieder Gerüchte, dass eine Mischung von Trocken- und Feuchtnahrung schlecht verträglich sei. Dem ist nicht so. Zwar entscheidet unter anderem der Wassergehalt einer Nahrung darüber, wie lange sie im Magen verbleibt, aber verdaut werden letztendlich beide erst im Dünndarm und das gleich gut. Wichtig ist, dass sowohl bei Feucht- als auch bei Trockenfütterung immer ausreichend frisches Trinkwasser zur Verfügung steht. Die Verträglichkeit einer Nahrung hängt von der Qualität und Verdaulichkeit der eingesetzten Rohstoffe ab. Hier gibt es zwischen Produkten gleichen Formats (feucht oder trocken) Unterschiede, die sich nicht zuletzt auch im Preis der Nahrung bemerkbar machen. Es gibt hochwertige Rohstoffe sowohl in getrockneter Form als auch unter den Ausgangserzeugnissen für Feuchtnahrung.Katzenzunge

Mischfütterung bei Hund und Katze: Das ist zu beachten

  1. Lassen Sie sich fachmännisch beraten, welche Nahrungen Sie mischen sollten und in welchem Verhältnis. Ihr Tierarzt, Fachhändler oder der ROYAL CANIN Kundenservice stehen Ihnen hierfür gerne zur Verfügung.
  2. Ein ständiger Wechsel der Produkte bzw. die Mischung mit einer ungeeigneten Nahrung kann der Grund für Durchfall bei Ihrem Tier sein. Es ist zum Beispiel wenig sinnvoll, die „teure Diätnahrung vom Tierarzt“ mit einem besonders preiswerten Futter aus dem Lebensmitteleinzelhandel zu strecken, um die Futterkosten zu sparen.
  3. Die Tagesmengen der Feuchtnahrung und der Trockennahrung müssen auf den Energiebedarf des Tieres abgestimmt sein. Eine Zusammenstellung der Ration „nach Gefühl“ führt schnell zu einer Energieüberversorgung und langfristig zu Übergewicht.
  4. Vor allem bei alten und nierenkranken Tieren sollte auf den Phosphorgehalt der Gesamtration geachtet werden. Zu viel Phosphor kann das Fortschreiten einer Nierenerkrankung beschleunigen. Bei Nierenpatienten sollten idealerweise nur Nieren-Diätnahrungen untereinander gemischt werden, die der behandelnde Tierarzt empfehlen kann.

Feuchtnahrung macht Appetit

Bei mäkeligen Fressern oder auch bei kranken und alten Tieren mit wenig Appetit hat es sich bewährt, Trockennahrung mit einer geringen Menge Feuchtnahrung zu „garnieren“. Diese Ration wird häufig besser angenommen als die Trockennahrung allein. Der Grund dafür kann der intensive und appetitliche Geruch der Feuchtnahrung sein. Hund und Katze entscheiden vor allem „nach der Nase“, was sie fressen und was nicht. Der Geruch der Nahrung – weniger der Geschmack – ist daher ein entscheidender Anreiz für die Futteraufnahme.

Höhere Flüssigkeitsaufnahme

Hund frisst aus NapfDurch die Verwendung von Feuchtnahrung lässt sich die Flüssigkeitsaufnahme steigern. Sie besteht zu etwa 75 bis 80 % aus Wasser. Da die Vorfahren unserer Hauskatzen Wüstenbewohner waren, ist das „Wassersparprogramm“ auch heute noch bei vielen Stubentigern vorhanden. Freiwillig trinken sie nur wenig und produzieren so einen sehr konzentrierten Harn. Das erhöht das Risiko für die Entstehung von Harnsteinen. Eine hohe Wasseraufnahme hat einen Spüleffekt auf die Harnwege und ist deshalb insbesondere zur Senkung des Harnsteinrisikos empfehlenswert.

Warum füttern dann viele Katzenhalter eine Mischung aus Trocken- und Feuchtnahrung und nicht einfach nur Feuchtnahrung?

Das hat zwei praktische Gründe: Es entspricht der Natur der Katze, viele kleine Mahlzeiten über den ganzen Tag (einschließlich der Nachtstunden) verteilt aufzunehmen. Das ist besser mit Trockenfutter zu realisieren, da dies auch einmal ohne Qualitätsverlust einige Stunden im Napf stehen bleiben kann. Die Katze kann sich so in Abwesenheit der Besitzer ihre nächste kleine Mahlzeit besorgen.

Mit Feuchtfutter ist dies insbesondere im Sommer bei hohen Temperaturen nicht möglich. Es wird am besten zu festen Mahlzeiten in einer Menge verabreicht, die von der Katze gleich komplett verzehrt wird. Außerdem legen viele Katzenhalter Wert auf Zahnpflege mit dem Futter, da sich das Zähneputzen bei vielen Katzen extrem schwierig gestaltet. Diese Aufgabe kommt dem Trockenfutteranteil der Ration zu, denn eine teilweise Entfernung von Zahnbelägen lässt sich nur mechanisch mit Trockennahrung spezieller Krokettenform und -struktur realisieren.

Für eine gute Figur: Volumen rauf, Kalorien runter

Feuchtnahrung hat pro Volumeneinheit nur etwa ein Viertel so viele Kalorien wie die gleiche Menge Trockennahrung. Das können Sie sich bei Tieren zunutze machen, die zu Übergewicht neigen oder bereits zu dick sind. Ersetzen Sie einen Teil der Trockennahrung durch eine passend zusammengesetzte Feuchtnahrung, können „satte Portionen“ mit geringerer Kaloriendichte gefüttert werden. Wie eine Studie von Morris (2012) zeigt, sind gemischt gefütterte Katzen zufriedener und betteln weniger. Das erleichtert es dem Tierhalter, das Diätprogramm durchzuhalten. Soll im Rahmen eines Abnehmprogramms auf eine gemischte Fütterung umgestellt werden, sollten die Auswahl der Produkte und die tägliche Futtermenge unbedingt mit dem behandelnden Tierarzt besprochen werden. Nicht durch jede Kombination eine gesunde und erfolgreiche Gewichtsabnahme sicherstellt.

Mischfütterung bei Hund und Katze bietet Abwechslung

Katze ist sattZwar benötigen Hunde und Katzen aus ernährungsphysiologischer Sicht keine Abwechslung im Napf, manche zeigen jedoch ein sogenanntes neophiles Verhalten. Übersetzt bedeutet das etwa: Vorliebe für Neues. Ihr gewohntes Futter scheint ihnen nach einiger Zeit langweilig zu werden und sie lassen es stehen. Wird dann eine neue Futtersorte ausprobiert, stürzen sie sich darauf, um nach wenigen Tagen das gleiche „Spiel“ von vorn zu beginnen. Hier ist die Mischfütterung bei Hund und Katze eine gute Option: Wechselnde Feuchtnahrung, zusammengesetzt mit der Hauptration Trockennahrung, ist eine bessere Variante als ein kompletter Wechsel des Futters. Da Feuchtnahrung in Kleingebinden verkauft wird, ist es für den Tierbesitzer einfach und ökonomisch, sich entsprechend abwechslungsreich zu bevorraten, ohne dass er befürchten muss, größere Mengen Futter wegwerfen zu müssen.