Juckreiz und vermehrtes Kratzen: Meine Katze verliert Fell

Katze verliert Fell

Katzen sind bekannt dafür, dass sie viel Zeit in die Fellpflege investieren. Das Ergebnis ist meist ein glänzendes, glattes und seidiges Fell, das auch als Zeichen für Gesundheit gilt. Findet man bei der eigenen Katze kahle Stellen im Fell oder verliert sie übermäßig viele Haare, so kann ein gesundheitliches Problem dahinter stecken. Auch wenn es viele Ursachen für den Fellverlust gibt, sind die meisten mit tierärztlicher Unterstützung sehr gut in den Griff zu bekommen.

Meine Katze verliert Fell – was sind mögliche Ursachen?

Genau wie Menschen können Katzen unter Allergien leiden. In der Folge kann der Vierbeiner eine juckende, irritierte Haut entwickeln. Häufiges Kratzen und Lecken soll dann den Juckreiz lindern, führt aber häufig zu folgendem Symptom: Die Katze verliert Fell. Um dieses Symptom langfristig behandeln zu können, ist es sehr wichtig, die Ursache zu kennen. Es ist empfehlenswert, den Tierarzt aufzusuchen, damit er mit Hilfe verschiedener Tests die Ursache identifizieren und dann behandeln kann. Zu den möglichen Ursachen zählen die folgenden:

1. Flohspeichelallergie

Katze verliert Fell - Flohspeichelallergie

Diese Allergie wird durch den Biss des Flohs ausgelöst wird und ist bei Katzen die häufigste allergische Hauterkrankung. Schon wenige Flöhe reichen aus, um mit ihrem Speichel eine allergische Reaktion auszulösen. Bei betroffenen Katzen zeigt sich dann intensives Jucken und Kratzen sowie eine Veränderung der Haut, vor allem in der hinteren Körperhälfte. Um herauszufinden, ob die Katze von Flöhen befallen ist, kann man folgendes tun: Setzen Sie Ihre Katze auf eine weiße Unterlage, wie z.B. ein Stück Küchenrolle, und bürsten Sie sie gründlich durch. Sind schwarze Punkte auf der weißen Unterlage zu sehen, so befeuchten Sie diese mit einem Tropfen Wasser. Kommt es zu einer rötlichen Verfärbung, so handelt es sich um Flohkot (getrocknetes Blut). Ihr Tierarzt kann Ihnen Mittel zur Bekämpfung von Flöhen empfehlen.

2. Atopie

Katze verliert Fell - Atopie

Eine Allergie gegen Hausstaubmilben, Pollen oder Schimmelpilze – das können nicht nur Menschen, sondern auch Katzen haben. Bei den sogenannten Atopikern ist die Barrierefunktion der Haut beeinträchtigt, wodurch Stoffe aus der Umgebung die Haut leichter durchdringen können. Das Immunsystem der betroffenen Katzen reagiert sensibel auf die Umweltallergene und so kommt es zu einer Abwehrreaktion des Körpers. Diese kann sich zum Bespiel in Form von Entzündungen zeigen, was zu Juckreiz und damit einhergehend Fellverlust führen kann. Diese Hautveränderungen sind vor allem am Kopf, an den Pfoten, am Bauch, in der Leistengegend und in den Achselhöhlen zu sehen. Häufig tritt auch eine beidseitige Ohrenentzündung auf. Medizinische Shampoos und Spezialnahrungen können dabei helfen, die Hautgesundheit der Katze zu unterstützen. Eine Atopie ist zwar nicht heilbar, kann aber mit einer gut abgestimmten Therapie kontrolliert werden.

3. Allergie gegen Katzenfutter

Katze verliert Fell - Futterallergie

Was ist eine sogenannte Futtermittelallergie und wodurch wird sie ausgelöst? Kurz gesagt: Es ist eine Reaktion des Immunsystems auf eine bestimmte Proteinquelle, die dem Körper nicht gefällt. Diese „negative“ Reaktion tritt dann auf, wenn das Immunsystem versucht, gegen diese Proteinquelle anzukämpfen. Typischerweise führt dies dann zu juckender Haut und kleinen roten Pusteln. Häufiges Kratzen und Lecken bewirkt dann schließlich, dass die Katze vermehrt Fell verliert. Manchmal treten parallel dazu Magen-Darm-Beschwerden auf. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Katzer eine Futtermittelallergie haben könnte, lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch beim Tierarzt. Die gute Nachricht ist: Eine Futtermittelallergie liegt deutlich seltener bei Katzen vor als andere, oben genannte Allergien.

4. Katze verliert Fell durch Stress

Katze verliert Fell - Umzug

Katzen putzen sich gerne und ausgiebig. Ihr Fell bleibt durch die Fellpflege glänzend und weich, Verfilzungen wird vorgebeugt. Kommt es jedoch zu übertriebener Fellpflege, kann dies ein Anzeichen dafür sein, dass es der Katze nicht gut geht. Exzessives Putzen kann zu kahlen Stellen führen, die vor allem an den Pfoten, im Gesicht und an den Seiten auftreten. Häufig ist die exzessive Fellpflege auf Stress zurückzuführen, der beispielsweise durch einen Umzug, eine Veränderung der gewohnten Routine oder sogar Langeweile ausgelöst werden kann. Um gegen stressbedingten Fellverlust vorgehen zu können, sollte die Stress-Ursache gefunden werden. Denn einige Katzen sind sensibler als andere und brauchen ein stabiles und ruhiges Umfeld zum Wohlfühlen.

5. Saisonal bedingte Hautreizung mit Fellverlust

Katze Juckreiz im Winter

Im Frühjahr und im Herbst verlieren die meisten Katzen deutlich mehr Fell als sonst. Dann findet die Vorbereitung auf die kälteren bzw. wärmeren Zeiten des Jahres statt und Katzen verlieren ihr Sommer- bzw. Winterfell. Der Fellwechsel sollte durch regelmäßiges Bürsten unterstützt werden, um Verfilzungen vorzubeugen.

Während der Wintermonate berichten Katzenbesitzer vermehrt, dass ihre Katze unter trockener Haut leiden, sich vermehrt kratzen und dadurch unter Umständen Fell verlieren. Eine Erklärung dafür ist, dass Haut und Fell der Vierbeiner durch die sinkenden Außentemperaturen sowie durch trockene Heizungsluft stark beansprucht werden. Sowohl bei Kälte als auch bei Hitze gibt die Haut vermehrt Feuchtigkeit ab. Ist zudem die Luftfeuchtigkeit geringer – wie an schönen kalten oder windigen Wintertagen und natürlich in der beheizten Wohnung -, trocknet sie schneller aus. Bei niedrigen Temperaturen verengen sich auch Blutgefäße, um die Wärme im Inneren zu speichern. Durch die schlechtere Durchblutung erhält die Haut weniger Nährstoffe und Sauerstoff. Hunden und Freigängerkatzen setzt zudem der häufige Wechsel zwischen trockener Heizungsluft drinnen und Kälte draußen zu. Ihre Haut kann sich schwer auf eine konstante Temperatur einstellen und deshalb nicht ein ausreichend dichtes Fell oder eine ausreichende Talgproduktion entwickeln, die vor Kälte und Feuchtigkeitsverlust schützen.

Meine Katze verliert Fell – was kann ich tun?

Ernährung macht den Unterschied

Haut und Fell gelten als Spiegel der Gesundheit und verraten außerdem viel über die Ernährung eines Vierbeiners. Eine hochwertige Nahrung beeinflusst die Haut- und Fellgesundheit einer Katze positiv. Besonders wichtig für ein schönes Fell und eine gesunde Haut sind hochwertige und gut verdauliche Proteine, essenzielle Fettsäuren sowie Vitamine und Spurenelemente. Omega-3- und Omega-6 Fettsäuren fördern den Glanz und die Gesundheit von Haut und Fell. Außerdem wirken Omega-3-Fettsäuren an vielen Stellen im Körper entzündungslindernd und kommen z. B. in Fischöl vermehrt vor. Lieferant für Omega-6 Fettsäuren sind z. B. Borretschöl oder Sojaöl.

Der Tierarzt als Freund und Helfer

Katze verliert Fell - Tierarzt

Wenn eine Katze exzessive Fellpflege betreibt, kann dies tierferliegende Ursachen haben. Bei Auffälligkeiten im Bereich Haut- und Fellgesundheit ist ein Besuch beim Tierarzt immer empfehlenswert, um sicherzugehen, dass keine ernsten Gesundheitsprobleme der Auslöser sind. Ihr Tierarzt kann Sie umfassend beraten und eine passende Therapie empfehlen.

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