Hundespiele für Drinnen und Draußen

Hundespiele

Ob groß oder klein, ob drinnen oder draußen – Hunde wollen ihren Spieltrieb ausleben und brauchen Beschäftigung. Für viele Hunde ist ein langer Spaziergang das Highlight des Tages. Doch immer das gleiche Stöckchen werfen, jeden Tag die gleiche Runde Gassi gehen – irgendwann fehlt die Abwechslung. Kreative Hundespiele können hier leicht Abhilfe schaffen und neuen Schwung in die Mensch-Hund-Beziehung bringen. Hunde sind am allerliebsten draußen auf der Suche nach neuen Gerüchen, spannenden Geräuschen und unbekannten Spielgefährten. Aber wie sieht es bei schlechtem Wetter aus: Welche Möglichkeiten gibt es, den Hund im Haus auszulasten?

Ideen und Abwechslung für den Hundespaziergang

Hundespiele für den Alltag

Kleine Hundespiele lassen sich problemlos in den Alltag integrieren und sorgen für zusätzlichen Spaß sowie Bewegung beim täglichen Spaziergang. Gemeinsame Aktivitäten, die dem Hund und Besitzer Freude bereiten, fördern die Bindung und Beziehung.

Fangspiele

Klassisches Fangen: So wie früher als Kind mit Freunden, können Sie auch mit Ihrem Hund im Park oder im Garten fangen spielen. Animieren Sie Ihren Vierbeiner, in dem Sie davon laufen und er Sie jagt. Sie können den Spieß auch umdrehen und fangen Ihren Hund. Dies ist ein gutes Ausdauertraining für beide und bereitet eine Menge Spaß.

Ballspiele

Wettrennen um den Ball: Auf das Kommando „LOS“ werfen Sie einen Ball und starten gemeinsam mit Ihrem Hund auf der Startlinie. Wer den Ball zuerst erreicht, gewinnt. Am Anfang halten Sie Ihren Hund am besten noch am Halsband fest. So verhindern Sie einen Fehlstart.

Ball zuwerfen: Werfen Sie sich den Ball mit einer zweiten Person zu. Ihr Hund soll dabei versuchen, den Ball aus der Luft zu fangen. Bei kleinen und älteren Hunden können Sie sich den Ball auch zurollen oder sich hinknien.

Schwimmen

Grundsätzlich können alle Hunde von Geburt an schwimmen. Der eine macht es lieber, der andere weniger gern. Während der Golden Retriever von Wasser nicht genug bekommen kann, werden andere Rassen höchstens die Pfoten nass machen. Testen Sie, ob Ihr Hund eher zu den Wasserratten gehört oder wasserscheu ist. Animieren Sie Ihren Hund mit schwimmendem Spielzeug zum Schwimmen, schubsen oder zwingen Sie Ihren Hund jedoch niemals ins Wasser. Gemeinsames Schwimmen macht besonders viel Spaß und stärkt die Bindung zu Ihrem Hund. Dabei sollten Sie genügend Abstand halten, damit Sie sich nicht an den Krallen des Vierbeiners verletzen.

Hinweis: Lassen Sie Ihren Hund nie unbeaufsichtigt und nicht mit vollen Magen schwimmen. Beachten Sie immer die Strömung. Bei zu starker Strömung kann Ihr Hund abtreiben und es droht Lebensgefahr.

Teamsport: Gemeinsam aktiv

Sie sind auf der Suche nach etwas „Action“? Sportliche Aktivitäten sorgen für körperliche und geistige Auslastung und stärken zugleich Vertrauen zwischen Hund und Hundeführer. Mit ein wenig Übung wird Ihr Hund zum idealen Trainingspartner für Sie.

Spaziergänge

Mit einfachen Tricks machen Sie das tägliche Gassi-Gehen zu einem Abenteuer für Sie und Ihren Hund. Ändern Sie doch einfach mal die Laufgeschwindigkeit. Variieren Sie zwischen gehen oder joggen, oder machen Sie einmal viele kleine oder besonders große Schritte, sodass sich Ihr Hund Ihrem Tempo anpassen muss. Nehmen Sie sich vor, jeden Tag neues Gelände mit Ihrem Hund zu erkunden. Variieren Sie dabei zwischen Wald und Wiese, bergigem oder flachem Gebiet. Ihr Hund wird Ihnen die Abwechslung danken und die neue Umgebung aktiv erkunden wollen. Bauen Sie kleine Hundepiele ein, indem Sie die natürliche Umgebung nutzen. Lassen Sie Ihren Hund Slalom laufen, über Baumstämme balancieren oder über Gräben hüpfen. Verstecken Sie sich hinter Bäumen oder Büschen und warten Sie darauf, dass Ihr Hund Sie von alleine sucht. Das regt nicht nur die Bewegung an, sondern stärkt gleichzeitig noch die Beziehung zu Ihrem Hund.

Joggen

Ihr Hund muss sich zunächst an die neue Belastung beim Laufen gewöhnen. Starten Sie deswegen in Intervallen (10 Minuten joggen, 5 Minuten gehen). Beobachten Sie Ihren Hund dabei. Wenn er zu stark hechelt oder zurück hängt, legen Sie eine kurze Gehpause ein. Vermeiden Sie es, ausschließlich auf Beton zu joggen. Das schadet sowohl Ihren Gelenken als auch denen Ihres Hundes. Bei Hitze kann der Asphalt die Pfoten Ihres Vierbeiners verbrennen. Empfehlenswerte Untergründe sind Gras oder Feldwege. Joggen Sie in der warmen Jahreszeit lieber in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Gerade im Sommer ist die Hitze bei starker Bewegung für Ihren Hund sonst schwer zu ertragen.

Hinweis: Ihr Hund sollte gerne rennen und darf keine gesundheitlichen Probleme wie etwa Gelenkbeschwerden haben. Fragen Sie gegebenenfalls Ihren Tierarzt um Rat.

Fahrrad fahren mit Hund

Nicht jede Hunderasse ist gleich gut für das Radfahren geeignet. Im Durchschnitt werden auf Fahrradtouren rund 15 bis 20 km/h erreicht, ein Tempo, das besonders von kleinen Rassen nur schwer gehalten werden kann.

Fangen Sie langsam mit dem Fahrrad Training an und machen Sie Ihren Hund in Ruhe mit dem neuen Gefährt vertraut. Schieben Sie das Rad zunächst langsam neben sich her. Ihr Hund sollte rechts neben dem Fahrrad „Fuß“ gehen, um vom Verkehr geschützt zu laufen. Wenn der „Bei-Fuß“-Befehl problemlos funktioniert, sollten noch weitere Befehle zu Fuß geübt werden. „Stopp“ und „Weiter“ können beim Fahrradfahren gute Hilfen sein. Denn vom Fahrrad aus können Sie Ihren Hund nur durch Ihre Stimme lenken. Wenn Sie zu Fuß sicher mit dem Fahrrad unterwegs sind, können Sie aufsteigen. Starten Sie im Schritttempo und steigern Sie das Tempo nur langsam. Um den Hund nicht zu überlasten, sollten Sie zunächst nicht länger als eine halbe Stunde radeln.

Abstandshalter speziell für das Radfahren mit Hund ermöglichen es, die Leine sicher am Rad zu befestigen. Auch Fahrradanhänger für Hunde sind eine gute Möglichkeit, um gemeinsam mit dem Hund einen Ausflug ins grüne zu machen.

Hinweis: Befragen Sie Ihren Tierarzt, ob Ihr Hund zum Laufen am Fahrrad geeignet ist. Verzichten Sie aufs Fahrradfahren bei zu hohen Temperaturen.

Hundesport

Damit Hunde ausgeglichen und glücklich sind, ist Auslastung wichtig. Viele Vierbeiner wollen nicht nur körperlich sondern auch geistig gefördert werden. Eine gute Ergänzung zu dem täglichen Spaziergang bietet Hundesport. Beim Sport für Hunde können Sie Spielen und Training effektiv miteinander verbinden. Im Laufe der Jahre wurden die verschiedensten Sportarten entwickelt. Das Angebot beinhaltet Frisbee, Agility, Dummyarbeit und vieles mehr. Hier finden Sie heraus, welche Hundesportart am besten für Sie und Ihren vierbeinigen Partner geeignet ist.

Indoor-Spaß: Hundespiele für schlechtes Wetter

Auch im Haus sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt, Denkspiele und Kunststücke kann man auch bei Schmuddelwetter prima zu Hause machen. Übrigens befindet sich auch in Ihrem Haushalt Hundespielzeug, auch wenn Sie es auf den ersten Blick gar nicht als solches identifizieren.

  • Suchspiele: Die einfachste Methode um einen Hund in einer Wohnung oder einem Haus zu beschäftigen sind Suchspiele. Hundespiele zum Suchen kann man auf verschiedene Art und Weise spielen. Sie können sogar sich selber verstecken: Verstecken Sie sich in Ihrer Wohnung und geben Sie Ihrem Hund ein Suchsignal. Zur Belohnung bekommt er eine kalorienarme Belohnung. Alternativ können Sie auch Gegenstände verstecken: Lassen Sie Ihren Hund in der Wohnung unterschiedliche Dinge erschnuppern, wie beispielsweise Spielzeug oder Trockenfutterkroketten. Gerade das Lieblingsspielzeug kann für Hunde ein abwechslungsreiches Suchspiel darstellen.
  • Denkspiele: Bei Denksportspielen wird ein Stück Futter (oder auch ein Spielzeug) versteckt. Der Hund weiß wo es ist – kommt aber nicht auf direktem Wege heran. Dafür muss er erst eine Strategie austüfteln, um einen Mechanismus zu knacken. Im Fachhandel gibt es unterschiedlichstes Intelligenzspielzeug zu kaufen. Flaschen, Kartons, Papprollen – In jedem Haushalt findet man Gegenstände, um Hundespiele selbst herzustellen. Seien Sie kreativ und beobachten Sie Ihren Hund dabei, wie er durch Wiederholungen trainiert und an seinen Aufgaben wächst.

Hundespiele

  • neue Tricks erlernen: Das Erlernen von neuen Tricks und Befehlen ist immer eine gute Idee, ob nun im heimischen Wohnzimmer oder im Park. Insbesondere bei älteren Vierbeinern werden die Grundkommandos, wie „Sitz“, „Platz“, „Bleib“ und „Hier“ oftmals bei Spaziergängen vernachlässigt. Zuhause können diese Kommandos aufgefrischt werden. Wenn Mensch und Hund Spaß daran haben, können jede Menge neue Tricks zuhause einstudiert werden, wie z.B. Rolle, winken, verbeugen, etwas umrunden, kriechen, u.v.m.
  • Indoor Hindernisparcours: Auch im Wohnzimmer lässt sich ein kleiner Agility-Parcours aufbauen, um Langeweile zu vertreiben. Ein Kriechtunnel ist schnell aus drei mit einer Decke abgedeckten Stühlen bauen und ein Regalbrett auf zwei Getränkekisten kann sich gut zum drüberlaufen eignen. Alternativ können Sie auch Ihren Hund von Sitzkissen zu Sitzkissen springen lassen. Ihnen werden sicherlich noch mehr Dinge auffallen, die sich für einen Abenteuerspielplatz eignen.

Worauf muss ich achten?

Natürlich ist nicht jeder Hund für jedes Spiel zu begeistern, es liegt an Ihnen, herauszufinden, welche Vorlieben Ihr Vierbeiner hat. Will Ihr Hund partout keinem Ball hinterherlaufen, dann zwingen Sie ihn nicht dazu, sondern versuchen Sie etwas anderes. Denken Sie immer daran, es geht darum, gemeinsam Spaß zu haben.

Auch die Belastbarkeit jeden Hundes ist individuell und hängt von seiner körperlichen Verfassung ab. Passen Sie die Intensität und die Art der Hundespiele deswegen immer auf die Fitness Ihres Hundes an. Sollten Sie unsicher sein, was Sie Ihrem Hund zumuten können, fragen Sie Ihren Tierarzt.