Seniorhunde im Fokus: Wie hängen Ernährung und alterstypische Erkrankungen zusammen?

ältere Hunde

Dieser Frage widmet sich aktuell das Forscher-Team rund um Frau Dr. Cornelia Rückert vom Institut für Tierernährung der Universität Leipzig. Hunde werden heutzutage immer älter. Gründe dafür sind neben einer guten tierärztlichen Betreuung auch die Versorgung mit ausgewogenen Nahrungen. Trotz dieser Faktoren treten bei Hunden genau wie beim Menschen mit zunehmenden Lebensjahren altersbedingte Erkrankungen auf. Hier setzt das Forscherteam an und möchte herausfinden, inwieweit die Ernährung älterer Hunde Einfluss auf die Entstehung bestimmter alterstypischer Erkrankungen bzw. deren Verlauf nimmt.

Was wird genau erforscht?

Jeder Hundebesitzer wünscht sich, dass sein Hund bis ins hohe Alter fit und gesund ist. Daher fragen sich viele, mit welcher Ernährung sie ihren Seniorhund im Alter bestmöglich unterstützen können. Dies bemerkte auch das Forscher-Team von Frau Dr. Rückert in Gesprächen mit Hundebesitzern und durch wiederholte Fragestellungen in Hundeforen: Immer wieder kamen Fragen zum Zusammenhang von Ernährung und alterstypischen Erkrankungen auf. Der Wunsch nach einer aktuellen Studie zum Fütterungsverhalten bei älteren Hunden war groß.

Mithilfe einer Studie erforscht das Team der Universität Leipzig nun, unter welcher Fütterungsform Hunde besonders alt werden, sowie bei welcher Fütterung vermehrt bestimmte Krankheitsbilder auftreten.

Wie gehen die Forscher vor?

Im Rahmen einer studentischen Projektarbeit erfolgt eine Befragung unter Hundebesitzern. Dazu wurde im ersten Schritt ein Fragebogen erstellt, der allgemeine Fragen zum jeweiligen Hund (z.B. Rasse und Alter), Fragen zu evtl. bestehenden Erkrankungen und natürlich zur Fütterung beinhaltet. Dieser Fragebogen wurde an Tierarztpraxen, Hundeschulen und -sportvereine in Papierform verteilt. Darüber hinaus ist die Teilnahme auch online möglich. Im zweiten Schritt werden die ermittelten Daten statistisch ausgewertet und interpretiert.

Das Ziel ist, bis Ende Juni 2019 eine ausreichende Menge (ca. 500) an vollständig beantworteten Fragebögen zu haben, um dann mit der Datenauswertung beginnen zu können.

Was passiert mit den Ergebnissen?

Die Umfrage ist anonym, daher kann keine direkte Rückmeldung an die teilnehmenden Hundebesitzer erfolgen. Um dennoch als Teilnehmer etwas über die Ergebnisse erfahren zu können, wird ein Update dieses Artikels stattfinden, sobald Resultate veröffentlicht werden können.

Darüber hinaus werden die Ergebnisse in einer Zeitschrift für Kleintierpraktiker (z.B. Kleintier konkret oder Praktischer Tierarzt) erscheinen. Parallel dazu werden interessante Ergebnisse aus studentischen Projektarbeiten am jährlichen „Tag der Projektarbeit“ der Universität Leipzig präsentiert. Möglicherweise schließen sich auch Folgeprojekte an, wenn es interessante Erkenntnisse aus dieser ersten Übersicht der Ergebnisse gibt.

Wie können Sie mitmachen?

Klicken Sie hier um an der Umfrage teilzunehmen. Mit Klick auf den Umfragelink werden Sie automatisch zur Online-Befragung weitergeleitet.

Teilnehmen können alle Tierbesitzer mit Hunden, die:

  • mit einer Schulterhöhe unter 60cm älter als 10 Jahre sind
  • mit einer Schulterhöhe über 60cm älter als 8 Jahre sind.

Die Befragung nimmt nur 5 bis 10 Minuten in Anspruch. Bei Rückfragen können Sie sich gerne an Frau Dr. Cornelia Rückert wenden.

Unabhängig von dieser Studie bietet das Institut für Tierernährung der Universität Leipzig eine Ernährungsberatung an. Hier beantworten Experten Fragen rund um die Ernährung der Vierbeiner. Wünschen Sie eine persönliche Beratung, können Sie sich auf der Website der Veterinärmedizinischen Fakultät informieren und einen Termin vereinbaren.