Familienhund – Welche Hunderassen sind besonders kinderlieb?

Familienhund - Welche Hunderassen sind besonders kinderlieb

Hunde sind tolle Gefährten und eine Bereicherung für die ganze Familie. Besonders Kinder lieben den vierbeinigen Freund als Spielgefährten. Auf der Suche nach dem passenden Hund stellt man sich die Frage, welche Rassen besonders gut als Familienhunde geeignet sind. Gibt es überhaupt wesentliche Unterschiede zwischen den Rassen oder eignet sich jeder Hund als Familienhund? Wir geben hilfreiche Tipps, worauf Sie bei der Auswahl achten sollten.

Was macht einen Familienhund aus?

Was macht einen Familienhund aus

Die meisten Familien sind der Suche auf einem Hund, der belastbar, ausgeglichen und verschmust ist. Gleichzeitig sind verspielte Hunde gefragt, die dennoch kinderlieb und friedfertig sind. Aggressives Verhalten ist das letzte, was man sich für einen Familienhund wünscht. Alle Familienmitglieder sollen sich mit dem Hund wohlfühlen. Auch im Umgang mit kleineren Kindern möchte man sich keine Sorgen machen. Darüber hinaus sollte ein Familienhund keinen überdurchschnittlich ausgeprägten Bewegungsdrang haben, wie etwa ein Husky. Denn meist bleibt neben Job, Kindern und dem Haushalt keine Zeit für tägliche mehrstündige Spaziergänge, um den Hund körperlich auszulasten.

Welcher Hund passt zu meiner Familie?

Der perfekte Familienhund sieht für jeden ein wenig anders aus. Wenn Sie nach einem Familienhund suchen, ist es wichtig, vor allem über den Lebensstil Ihrer Familie

nachzudenken. Die Auflistung der folgenden Fragen unterstützt dabei, herauszufinden, welcher Hund am besten zu Ihrer Familie passen könnte:

  • Wie aktiv ist Ihre Familie? Tägliche Ausflüge in Grüne bei Wind und Wetter oder doch eher der gemütliche Fernsehabend? Wenn Sie nicht allzu gerne große Runden drehen, werden Sie an einem sehr aktiven, lauffreudigen Hund keine Freude haben. Umgekehrt genauso.
  • Wie wohnen Sie? In einer engeren Wohnung oder im Haus mit Garten? Manche einem Hund reicht eine Wohnung absolut aus und andere brauchen viel Platz, um sich auszutoben.
  • Wie alt sind Ihre Kinder? Neugeborenes, Kleinkind oder doch schon Schulgänger? Einige Hunderassen können besser mit Kleinkindern als andere.
  • Wie viel Zeit haben Sie? Können Sie mehrere Spaziergänge pro Tag in Ihren Alltag integrieren? Hunde benötigen zudem Aufmerksamkeit und Pflege, das wird einen großen Teil Ihrer Zeit beanspruchen.
  • Wer übernimmt die Verantwortung? Sind die Kinder alt genug, um selbst einen Teil der Verantwortung zu übernehmen? Der Hund muss bei Wind und Wetter an die frische Luft. Die Aufgabenverteilung sollte vor der Anschaffung geklärt werden.

Familien mit kleinen Kindern: Welche Hunderassen sind besonders kinderlieb?

Welche Hunderassen sind besonders kinderlieb

Es gibt viele Hunderassen und jede ist unterschiedlich. Empfehlenswert für die meisten Familien sind vor allem sanfte und gelassene Hunderassen, die von Natur aus ein ruhiges und geduldiges Gemüt mitbringen. Gerade bei Familien mit kleinen Kindern ist der Alltag sehr turbulent, daher sollten Sie sich nach nervenstarken Hund umsehen, dem Lärm nicht viel ausmacht. Der perfekte Familienhund mit Kleinkindern sollte auch mal ohne konstante Beschäftigung und Aufsicht auskommen können. Ein Arbeitshund wäre ohne tägliche mehrstündige Auslastung überfordert, daher sollten Sie sich lieber einen ruhigen, mäßig temperamentvollen Hund anschaffen. Folgende Rassen sind besonders kinderlieb und zählen eher zu den ruhigen Charakteren:

Hinweis: Sie sollten Kleinkinder nie unbeaufsichtigt mit dem Hund spielen lassen.

Aktive Familien mit älteren Kindern: Welche Hunde sind leicht trainierbar und bewegen sich gerne?

Wenn Ihre Familie sich gerne und viel an der frischen Luft bewegt, dann sollten Sie eine Hunderasse wählen, die Bewegung mag und jagdlich nicht zu ambitioniert ist. Größere Kinder lernen im Umgang mit einem Hund selbst Verantwortung zu tragen und haben meistens Spaß daran, dem Hund kleine Tricks beizubringen. Der perfekte Familienhund für ältere Kinder sollte daher leicht trainierbar und nicht zu eigensinnig sein. Passende Hunderassen könnten zum Beispiel folgende sein:

Rüde oder Hündin?

Generell werden Hündinnen als unkomplizierter und ruhiger beschrieben. Abgesehen von der Zeit der Läufigkeit gelten weibliche Hunde häufig als umgänglicher und gehorsamer. Das Spazierengehen mit Rüden kann durchaus anstrengender sein, sofern läufige Hündinnen oder raufbereite Rüden in der näheren Umgebung sind. Doch jeder Hund hat seinen individuellen Charakter, daher können Verhaltensweisen nicht pauschal von Geschlecht abhängig gemacht werden. Auch die Rasse kann beispielsweise ausschlaggebend für das Temperament eines Hundes sein.

Welpe, Mischling oder Rassehund?

Es gibt viele Möglichkeiten, wo man einen Hund kaufen kann. Wenn Sie einen ausgewachsenen Hund aus dem Tierheim oder von Bekannten bei sich aufnehmen möchten, dann sollten Sie sich im Vorfeld genauestens informieren, ob der Vierbeiner in seinem Hundeleben bereits schlechte Erfahrungen mit Kindern gesammelt hat. Manche Hunde sind durch ihre Vergangenheit vorbelastet und können auf Kinder unberechenbar reagieren. Sinnvoll ist es auch, den Hund auf Probe aufzunehmen und beispielsweise an verschiedenen Tagen Spaziergänge zu machen und das neue Zuhause zu erkunden. Die meisten Tierheime werden Ihnen erlauben, den Hund probeweise mit nach Hause zu nehmen.

Alternativ können Sie sich bei einem seriösen Hundezüchter nach einem passenden vierbeinigen Familienmitglied umschauen. Bereits im Welpenalter können Züchter erste Charakterzüge bei ihren Welpen erkennen und Sie bei der Auswahl beraten. Rassehunde haben bestimmte Neigungen zu Charakterzügen, die sie meistens an ihre Welpen vererben. Trotz der rassespezifischen Eigenschaften kann eine Familientauglichkeit nicht garantiert werden, denn jeder Hund ist individuell und einzigartig.

Den meisten Hunderassen werden spezielle Eigenschaften zugeordnet. Mischlingshunde sind ein Überraschungspaket. Daher ist jeder Mischling mit seinem einzigartigen Aussehen und Charakter individuell – ein Unikat. Bei einem Mischligswurf können die endgültige Größe und der Charakter des Hundes nicht sicher vorausgesagt werden. Sie sollten sich daher genau über die Elterntiere informieren.

Eingewöhnung: Die Erziehung zum Familienhund

Sie sollten Ihr neues Familienmitglied von Anfang an in Ihren Alltag einbinden. Nehmen Sie ihn mit zum Sportplatz, zum Fußballspiel Ihres Sohnes oder zum Grillen mit Ihren Nachbarn. Der Hund sollte frühstmöglich mit allen Alltagsdingen in Kontakt kommen, damit er keine Scheu vor alltäglichen Situationen wie etwa Bahnfahren entwickelt. Allerdings sollten Sie Ihren Hund nicht überlasten: Gerade Hundewelpen brauchen ausreichend Zeit zum Ausruhen und Schlafen sowie zum Verarbeiten der neuen Eindrücke, die täglich auf sie einströmen. Es empfiehlt sich daher, geregelte Ruhezeiten für den Vierbeiner festzulegen, die auch die Kinder respektieren und einhalten müssen, um dem Hund seine Erholung zu gönnen.

Auslauf und Haltung: Eignen sich Familienhunde für die Wohnungshaltung?

Fälschlicherweise wird der Platzbedarf oft auf die Größe zurückgeführt: Kleiner Hund, kleine Wohnung – großer Hund, großes Haus mit Garten. Das kann man nicht verallgemeinern, denn gerade kleine Familienhunde sprühen manchmal vor Energie und würden am liebsten den ganzen Tag durch den Garten tollen. Wie viel Bewegung ein Hund benötigt hängt von Alter, Hunderasse, Gesundheitszustand und Charakter ab.

Generell gilt, fast jeder Hund kann auch in einer Wohnung glücklich sein. Voraussetzung ist, dass er genügend Auslauf und Bewegung bekommt. Hunderassen, wie Irish Setter, Schäferhunde, Golden Retriever und Border Collies haben sehr viel Energie und müssen täglich ausgelastet werden. Wenn Sie dies einhalten, können auch sie in einer Wohnung ohne Garten zufrieden sein. Generell sind jedoch Hunde mit weniger Energie und einem ehr entspannten Charakter geeigneter für eine kleine Wohnung. Hunderassen, wie die Deutsche Dogge, Bichon Frisé, Pudel oder Französische Bulldogge, sind von Natur aus ruhiger und genießen es, im Körbchen zu entspannen. Grundsätzlich sollte eine Wohnung aber ausreichend Platz für Hundenäpfe, Körbchen und weiteres Zubehör bieten.

Pflegeaufwand: Gibt es kurzhaarige Familienhunde?

Es gibt auch kurzhaarige Hunderassen, die sich als Familienhunde eignen. Doch man sollte nicht vergessen, dass nicht nur das Fell eines Hundes regelmäßige Pflege benötigt: Auch Augen, Ohren und Krallen müssen gepflegt werden. Zudem verlieren auch kurzhaarige Hunde Fell und müssen gebürstet werden. Dabei unterscheidet sich der Pflegeaufwand von Rasse zu Rasse. Wenn Sie eine langhaarige Hunderasse besitzen, können Sie hier einige Stunden in der Woche einkalkuliert. Das seidig lange Fell von Golden Retrievern, Deutschen Schäferhunden und Collies muss auch unabhängig vom Fellwechsel regelmäßig gebürstet werden, damit es nicht zu Verfilzungen kommt.

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