Ausnahmezustand Cyber-Attacke: Arbeiten ohne Computer

Cyber-Attacke

Eine Cyber-Attacke, die internationale Konzerne und Unternehmen lahmlegt – das kennt man meist nur aus Medienberichten oder Hollywood-Filmen. Dies änderte sich für uns am 21. Juli 2017 als auch ROYAL CANIN Opfer einer weltweiten Cyber-Attacke wurde. Eine neue überwältigende Situation für alle Mitarbeiter und das ganze Unternehmen. Wie arbeitet es sich ohne Computer, Systeme und technische Unterstützung? Und wie beliefert man dennoch Hunde und Katzen weltweit mit der gewohnten Nahrung?

Ausnahmezustand: Ein Unternehmen steht still

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„Sofort alle Computer ausschalten!“ hallte es am 21. Juli gegen Mittag durch alle Flure der ROYAL CANIN Büros. Es folgten Blicke in die fragenden Gesichter der Kollegen – was war passiert? Die Lage war ernst, wenn auch schwer zu verstehen, denn zu diesem Zeitpunkt gab es kaum Informationen: Wie zahlreiche Unternehmen, Regierungen und Organisationen war auch ROYAL CANIN von einer weltweiten Cyber-Attacke betroffen. Das bedeutete, dass das ganze Unternehmen schwarze Computer-Bildschirme vor sich hatte, kein Lagerband mehr lief, kein Drucker funktionierte und bis auf die Telefone jegliche elektronische Verbindung unterbrochen war. Und das in der heutigen Zeit, in der Bestellungen sofort in die Online-Systeme übertragen und nahezu in Echtzeit in den Lagern bearbeitet werden!

Wochenlang befand sich das Unternehmen im Ausnahmezustand: Aufgrund der globalen IT-Architektur von ROYAL CANIN waren fast alle Netzwerksysteme infiziert. Weder Daten auf dem eigenen Computer noch auf dem Firmennetzwerk waren zugänglich. Um keinerlei Risiko in puncto Qualität der Produkte einzugehen standen auch die Produktionen weltweit für einige Zeit still.

Cyber-Attacke: Flexibilität & Transparenz als Schlüssel

Die IT-Abteilung arbeitete mit Hochdruck – auch nachts und am Wochenende – an einer Lösung. Währenddessen operierte ROYAL CANIN im manuellen Modus, das heißt ohne IT-Systeme. Bedingt durch die besonderen Umstände wurden Prozesse und Arbeitsschritte vollständig per Handarbeit ausgeführt, die sonst durch den Computer unterstützt werden.

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Alle Mitarbeiter zeigten sich flexibel, krempelten die Ärmel hoch und arbeiteten in ganz anderen Bereichen als üblich – sei es als Controller im Lager oder als Marketing Mitarbeiter im Kundenservice. Bestellungen wurden manuell verarbeitet und Pakete per Hand gepackt. Oberste Priorität hatte in dieser Zeit der offene und intensive Kontakt zu den Kunden. Transparent und so früh wie möglich wurde der jeweils aktuelle Stand kommuniziert. Die meisten Kunden – Tierarztpraxen und Fachhändler – zeigten sich verständnisvoll und bedankten sich für den ehrlichen Dialog.

Nach der Cyber-Attacke: Stärker als zuvor

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„Wir werden stärker denn je aus dieser Krise hervorgehen“, sagte Malte Hoffmann, Geschäftsführer von ROYAL CANIN in einem internen Info-Meeting zu allen Mitarbeitern. Die Cyber-Attacke hat alle Mitarbeiter noch enger zusammengeschweißt und gezeigt, wie viel Energie, Kraft und Kreativität in allen steckt.

Zurück zum Normalbetrieb

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Mehrere Wochen nach der Cyber-Attacke war es endlich soweit: Der manuelle Modus hatte ein Ende und die Prozesse wurden wieder zurück in den automatisierten Betrieb überführt. Die Freude bei allen Mitarbeitern war riesig, auch wenn die Auswirkungen der Krise damit noch nicht vollständig beseitigt waren. Angehäufte Bestellungen und Reklamationen gehörten zu den Herausforderungen, die noch gemeistert werden mussten. Doch allen war klar: Gemeinsam werden wir auch das schaffen!