Australian Shepherd: Intelligent und vielseitig

Australian Shepherd

Der Australian Shepherd ist einer der klügsten und vielseitigsten Hunde. Zu seinen herausragenden Eigenschaften gehören seine scharfe Intelligenz und sein ausgeprägter Herdentrieb. Was ist darüber hinaus noch typisch für diese Hunderasse? Was sollte man unbedingt wissen, bevor man sich einen Australischen Schäferhund anschafft? Dieses Rassenportrait beantwortet diese und weitere Fragen.

Steckbrief

Anderer Name: Abkürzung: Aussie
Größe: Hündin: 46 bis 53 cm, Rüde: 51 bis 58 cm
Gewicht: Hündin: 16 bis 25 cm, Rüde: 25 bis 32 cm
Durchschnittliche Lebenserwartung: 13 bis 15 Jahre
Spezielle Nahrung: MEDIUM Puppy, MEDIUM Puppy in Soße, MEDIUM Adult, MEDIUM Adult in Soße, MEDIUM Adult 7+, MEDIUM Ageing 10+, MEDIUM Ageing 10+ in Soße, MEDIUM Dermacomfort
Herkunft: USA

Erscheinungsbild: Woran erkenne ich einen Australian Shepherd?

Der Australian Shepherd, auch als „Aussie“ bekannt, ist eine mittelgroße Hunderasse. Kippohren, mandelförmige Augen und ein variantenreiches Fell zeichnen den Australischen Schäferhund aus. Den Aussie gibt es in 16 verschiedenen Farbvarianten, doch jeder Aussie ist durch seine Fellzeichnung einzigartig. Aufgrund ihrer Intelligenz wird diese Hunderasse häufig als Such- und Rettungshund, Katastrophenhund, Blindenhund, Diensthund oder Therapiehund eingesetzt.

Verhalten & Wesen: Was macht die Hunderasse Australian Shepherd aus?

Diese Hunderasse wurde ursprünglich als Hütehunde gezüchtet, um den Schäfer beim Hüten seiner Herde zu unterstützen. Noch heute will sich der Australian Shepherd am liebsten ausgiebig bewegen und eine Aufgabe erfüllen. Der Aussie ist intelligent, lernt schnell und spielt gerne. Er ist ein vielseitiger Hund, der sich gut an Situationen anpassen kann und wird auch wegen seiner Vielseitigkeit und Gelehrigkeit geschätzt. Darüber hinaus gilt der Aussie als wahres Energiebündel und benötigt unbedingt eine Aufgabe, um sich körperlich sowie kognitiv auszulasten.

Herkunft: Wo kommt der Australian Shepherd ursprünglich her?

Der Name des Australian Shepherd ist sehr irreführend, da er auf Anhieb vermuten lässt, dass diese Hunderasse aus Australien stammt. Der Aussie ist jedoch eine in den USA entstandene Hunderasse mit wenig bekanntem Ursprung. Man nimmt an, dass Schäferhunde aus verschiedensten Ländern an der Entstehung beteiligt waren. Dabei ging es den ersten Züchtern weniger um ein schönes Aussehen des Hundes. Vielmehr war ein arbeitswilliger und kluger Hund gefragt, mit hervorragenden Hüteeigenschaften, der sich an das Leben und die Arbeit auf den Farmen und Ranches anpassen konnte. Australische Schäferhunde gewannen mit dem Boom im Westernreiten nach dem Zweiten Weltkrieg international an Popularität.

Rassestandard: Wie sieht ein gesunder Australian Shepherd aus?

Nach den Rassestandards ist der Aussie typischerweise mittelgroß, intelligent und mit dichtem Haar. Der Körper ist robust mit einem kräftigen Rücken. Die Farbe der Nase ist braun oder schwarz und die aufmerksamen Augen sind braun, blau, bernsteinfarben oder mehrfarbig. Die Ohren sind dreieckig und nach vorne geklappt. Die Rute ist gerade und kann von Geburt auf maximal 10 cm verkürzt sein. Das wetterbeständige, mittellange Haar fällt gerade bis gewellt, die Dichte der Unterwolle passt sich an die klimatischen Bedingungen an. Den Aussie gibt es neben den einfachen Grundfarben Schwarz und Rot, in Bluemerle und Redmerle. Unter Merle versteht man eine Fellscheckung, wobei das Fell stellenweise aufgehellt ist und Flecken erkennbar sind.

Gesundheit: Neigung zu bestimmten Erkrankungen

Der Australian Shepherd gilt als robuste und langlebige Hunderasse. Dennoch können erblich bedingte Erkrankungen auftreten. Rassetypische Erkrankungen sind beispielsweise Gebissfehlstellungen oder Augenerkrankungen wie der Graue Star oder Iriskolobome (Entwicklungsstörung der Iris). Eine weitere mögliche Erkrankung ist die Hüftdysplasie, die ebenfalls vermehrt bei Aussies auftreten kann. Darüber hinaus sind Schilddrüsenprobleme, Epilepsie, EllbogendysplasieAllergien sowie Autoimunkrankheiten beim Australian Shepherd bekannt. Nicht bei jedem Hund dieser Rasse tritt zwangszweise eine oder mehrere dieser Erkrankungen auf. Vor dem Kauf ist es empfehlenswert, sich beim Züchter über mögliche Vorerkrankungen der Elterntiere zu erkundigen.

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Ernährung: Gesund mit der richtigen Nahrung

Der Australische Schäferhund ist ständig in Bewegung, dementsprechend hat er einen hohen Energiebedarf. Mittelgroße Hunde, die sich viel draußen aufhalten, sind außerdem einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt und brauchen deshalb starke Abwehrkräfte.

ROYAL CANIN hat eine besondere Produktpalette speziell für mittelgroße Hunde entwickelt, die auf diese besonderen Ernährungsbedürfnisse abgestimmt ist. Jeder Australian Shepherd ist einzigartig und benötigt je nach Alter oder Sensibilität eine unterschiedliche Nahrung:

  • MEDIUM Puppy: Ausgewogene Trockennahrung für Welpen und Junghunde mittelgroßer Rassen ab 2 Monaten
  • MEDIUM Puppy in Soße: Ausgewogene Feuchtnahrung für Welpen und Junghunde mittelgroßer Rassen ab 2 Monaten
  • MEDIUM Adult: Ausgewogenes Trockenfutter für ausgewachsene Hunde mittelgroßer Rassen vom 1. bis zum 7. Lebensjahr
  • MEDIUM Adult in Soße: Ausgewogenes Nassfutter für ausgewachsene Hunde mittelgroßer Rassen vom 1. bis zum 7. Lebensjahr
  • MEDIUM Adult 7+: Ausgewogenes Trockenfutter für ausgewachsene Hunde mittelgroßer Rassen vom 7. bis zum 10. Lebensjahr
  • MEDIUM Ageing 10+: Ausgewogene Trockennahrung für ausgewachsene Hunde mittelgroßer Rassen ab dem 10. Lebensjahr
  • MEDIUM Ageing 10+ in Soße: Ausgewogene Feuchtnahrung für ausgewachsene Hunde mittelgroßer Rassen ab dem 10. Lebensjahr
  • MEDIUM Dermacomfort: Hochverdauliche Trockennahrung für ausgewachsene Hunde mittelgroßer Rassen mit empfindlicher Haut

Hinweis: Welche der genannten Nahrungen am besten auf die Bedürfnisse Ihres Aussies zugeschnitten ist, kann Ihnen Ihr Tierarzt, Züchter oder ein Mitarbeiter aus dem Fachhandel erklären. Gerne können Sie sich auch für eine ausführliche Ernährungsberatung an den Kundenservice von ROYAL CANIN wenden.

Heilige Geister-Hunde: Wussten Sie schon?

Die Ureinwohner von Amerika verehrten den Australischen Schäferhund und hielten den Vierbeiner für heilig. Aussies mit eisblauen oder verschiedenfarbigen Augen wurden von den Indianern „die mit den Geisteraugen“ („ghost-eyed dogs“) genannt. Reisende mit den sogenannten Geister-Hunden durften das Indianerland passieren und mussten keinen Angriff fürchten. Allerdings vermieden die Ureinwohner jeglichen Kontakt mit den Hunden oder ihren Haltern.

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Beliebte Mixe

Aussiedoodle: Kreuzung zwischen Australian Shepherd und Pudel

In den letzten Jahren wurde der Australien Shepherd mit unterschiedlichen Hunderassen gekreuzt, wodurch zahlreiche Aussie-Mischlinge entstanden sind. Beliebt und weit verbreitet ist der sogenannte Sheprador, eine Kreuzung von Aussie und Labrador, der als besonders intelligent und energievoll gilt. Gerne wird der Australian Shepherd mit einem Border Collie verpaart und es entsteht ein Border-Aussie. Dieser Mischling ist ein flinkes Kraftpaket und meistens unermüdlich, da beide Rassen Hütehunde mit starkem Bewegungsdrang sind. Der Aussiedoodle ist eine Kreuzung mit dem Pudel und der Baussie entsteht aus der Verpaarung mit einem Boston Terrier. Wer einen Aussie Mix Welpen kaufen möchte, sollte sich intensiv mit den Rassen der Eltern beschäftigen, um sich über den möglichen Charakter sowie das Aussehen des Hundes zu informieren.

Anforderungen an die Haltung

Auslauf & Bewegung: Australian Shepherds brauchen Auslastung

Diese Hunderasse ist normalerweise sehr energisch und fordert viel Beschäftigung und Aufmerksamkeit. Ein australischer Schäferhund arbeitet gerne, egal, ob es darum geht, Tricks zu lernen und zu praktizieren, oder andere körperliche und geistige Aktivitäten auszuüben. Der temperamentvolle Australian Shepherd benötigt täglich mindestens zwei bis drei Stunden Auslastung. Diese lauffreudige Hunderasse passt sich nicht gut an das Wohnungsleben an. Er braucht ausreichend Platz, um zu laufen und zu spielen. Ein großer Garten und tägliche ausgiebige Spaziergänge sind empfehlenswert.

Erziehung: Arbeitshunde benötigen Köpfchenarbeit

Der Australian Shepherd ist von Natur aus ein Arbeitshund, daher sollte man sich vor der Anschaffung überlegen, ob man diesem Hund gerecht werden kann. Ein gelangweilter, vernachlässigter Aussie sucht sich selbst eine Beschäftigung – meist nicht zur Freude seines Besitzers. Daher ist es sehr wichtig, dass man genügend Zeit für die Erziehung und Beschäftigung des Australian Shepherds einplant. Außerdem ist der Aussie durch seinen Arbeitswillen und sein Temperament nicht für Anfänger geeignet und kann nicht pauschal als Familienhund bezeichnet werden. Dennoch kann er für naturverbundene, aktive Menschen ein passender Begleiter sein. Seine rassetypischen Eigenschaften sollten mit einer liebevoll konsequenten Erziehung gefördert werden. Am Familienleben sollte er teilhaben dürfen, denn der Vierbeiner geht eine enge Bindung mit seinen Besitzern ein.

Hundesport: Die richtige Auslastung für den aktiven Aussie

Eine artgerechte Haltung mit ausreichend Bewegung und regelmäßiger Beschäftigung ist wichtig für die Gesundheit des Vierbeiners. Die meisten Sportarten bieten eine super Kombination aus Köpfchenarbeit und Bewegung. Der Australian Shepherd ist bekannt für seine Vielseitigkeit und eignet sich daher für viele Hundesportarten. Ob Obedience, Agility, Dummytraining, Dogdancing oder eine Ausbildung zum Therapie- oder Rettungshund – dem Australischen Schäferhund ist es eigentlich egal, Hauptsache er kann sich auspowern. Aussies lieben es auch, Stöckchen zu apportieren, mit ihrem Menschen wandern zu gehen, zu joggen oder neben dem Fahrrad herzulaufen. Hauptsache er darf immer dabei sein und ist sportlich aktiv.

Fellpflege

Das Fell des Australischen Schäferhundes ist relativ pflegeleicht. Australian Shepherds haben ein mittellanges, wasserabweisendes Fell mit dichter Unterwolle. Der Aussie sollte mindestens wöchentlich ausgiebig gebürstet werden, um ein gepflegtes und sauberes Fell zu erhalten. In der Zeit des Fellwechsels sollte täglich gebürstet werden, um die lose Unterwolle zu entfernen. Nach einem Spaziergang empfiehlt es sich außerdem, mögliche Erd- oder Sandreste direkt durch sanftes Bürsten zu entfernen.

Geeignet für Allergiker?

Einige Menschen reagieren auf Hunde allergisch mit brennenden Augen, Atemnot und kratzendem Hals. Allergiker reagieren nicht zwangsläufig auf jeden Hund, da unterschiedliche Rassen ein unterschiedliches Allergiepotenzial haben. Das allergieauslösende Potential variiert sogar innerhalb einer Rasse und kann von Hund zu Hund unterschiedlich sein. Um eine allergische Reaktion ausschließen zu können, sollten Sie sich von einem Arzt untersuchen und sich beraten lassen.

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