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Welchen Einfluss hat die Ernährung auf die Fellfarbe? Ist ein Rotstich im Fell ein Hinweis auf einen Nährstoffmangel?

Die Aminosäuren Tyrosin und Phenylalanin sind Vorläufersubstanzen der schwarzen und braunen Haarpigmente Phaeomelanin (rot, blond) und Eumelanin (braun, schwarz). Studien an der Universität von Kalifornien und aus dem Forschungszentrum von ROYAL CANIN haben ergeben, dass eine hohe Tyrosin Konzentration im Futter zur maximalen Synthese von Melanin Pigmenten und somit zur Optimierung der natürlichen Fellfarbe notwendig ist.

Es wurde nachgewiesen, dass zur Entwicklung einer maximalen schwarzen Fellfarbe etwa das Doppelte an Tyrosin wie für den Bedarf im Wachstum im Futter vorzusehen ist. Eine so hohe Konzentration wird in anderen Tiernahrungsmitteln oft nicht optimal erreicht. ROYAL CANIN hat sich die Rezeptur für eine satte Pigmentierung des Haarkleids von Hunden und Katzen patentieren lassen (INTENSIVE COLOR PATENTED FORMULA).

Die Fellfarbe eines Tieres wird durch die Anwesenheit von Melanin-Pigmenten bestimmt. Die Pigmente werden von spezialisierten Zellen, den Melanozyten, gebildet und in das wachsende Haar eingelagert. Melanine werden aus den Aminosäuren Tyrosin und Phenylalanin gebildet. Die Pigmenteinlagerung ist genetisch festgelegt. Das Fehlen von Pigmenten führt zur weißen Fellfarbe. 

Es gibt zwei Haupttypen des Melanin Pigments: Schwarzbraun und Gelbrot . Die Anwesenheit eines oder beider Pigmente in wechselnden Anteilen oder Kombinationen ermöglicht die riesige Anzahl möglicher Fellfarben von grau bis schwarz und gelb bis rot.

Haare werden das ganze Jahr von Haarfollikeln gebildet; allerdings ist das Haarwachstum im Herbst mit Beginn der Winterkälte besonders wichtig und im Frühjahr mit Einsetzen der Sommerhitze ist der Haarwechsel besonders ausgeprägt. Ein Farbwechsel nach beendetem Haarwachstum kann nur durch äußere Faktoren erklärt werden, die auf die Haarstruktur und die Melanin Pigmente einwirken. Die ultraviolette Sonnenstrahlung kann eine Aufhellung und Rotverfärbung von dunklem Fell verursachen. Ähnliche Effekte können durch Fönen, bestimmte Shampoos oder Aufsprühen von färbenden Substanzen auf das Fell entstehen.

Ein ausgewachsenes Haar ist totes Gewebe und wird nach gewisser Zeit ersetzt. Am Ende des Zyklus neigt die Haarfarbe zum Verblassen, die Haarstruktur wird schwächer und die Pigmente dadurch anfälliger für Veränderungen, vermutlich da die Bildung schützender Hautsekrete vom Körper eingestellt wird. Diese Veränderungen sind während des Fellwechsels besonders ausgeprägt, da dann sehr viele Haare gleichzeitig das Ende des Zyklus erreichen.