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Welche Konservierungs- bzw. Farbstoffe sind in den RC Produkten enthalten, sind diese "künstlich" oder "natürlich"?

„Künstliche“ Zusatzstoffe können nicht aus pflanzlichen oder tierischen Rohstoffen gewonnen werden, sondern sie sind immer synthetisch (im Labor) hergestellt. „Natürliche“ Zusatzstoffe kommen in Rohstoffen wie Getreide, pflanzlichen Ölen, Kräutern und Gewürzen vor. Royal Canin Produkte enthalten keine synthetischen Farbstoffe. In den Trockennahrungen sind an synthetischen Zusatzstoffen Propylgallat und BHA (Antioxidanzien) sowie Kaliumsorbat (Konservierungsstoff) enthalten.

Das heißt aber nicht, dass die natürlichen Zusatzstoffe einem Futter- oder Lebensmittel auch immer in der natürlichen Form zugesetzt werden. Oft ist das nämlich schlichtweg nicht möglich; Beispiel: Zitronen sind reich an Vitamin C, man kann aber in einem Hundefutter nicht beliebig viele Zitronen verarbeiten, nur um den gewünschten Vitamin C-Gehalt zu erzielen. Also greift man in diesem Fall doch auf synthetisches Vitamin C zurück: Beide Stoffe sind chemisch identisch, aber letzteres stammt aus dem Reagenzglas und nicht aus der Zitrone. Man kann also darüber diskutieren, ob dieses Vitamin C noch als „natürlich“ bezeichnet werden kann (auf Lebensmitteln findet man daher manchmal den Begriff „naturidentisch“).

 

„Natürlich“ ist nicht automatisch besser: Beispiel: Vitamin E ist das am häufigsten verwendete „natürliche“ Antioxidans. Es handelt sich aber um eine Sammelbezeichnung für die Gruppe der Tocopherole (alpha-, delta-, gamma-), die unterschiedliche Wirkungen haben: Das als essenzieller Nährstoff im Körper gefragte Vitamin-E ist das α-Tocopherol, zum Schutz der Fette im Futter eignen sich aber delta- und gamma-Tocopherol viel besser. Mit einem Vitamin-E-Zusatz zur Deckung des Nährstoffbedarfs wird man also nicht gleichzeitig einen optimalen antioxidativen Schutz der Futterfette erreichen können. Außerdem wird natürliches Vitamin E als Antioxidans in Futter während der Lagerung ziemlich schnell verbraucht. Wäre es als einziges Antioxidans dem Futter zugesetzt, würde dies die Haltbarkeit verkürzen. Vitamin C hingegen ist nur in Wasser, nicht in Fett löslich und daher weniger gut zum Schutz der Futterfette geeignet. Leider haben die meisten natürlichen Antioxidanzien darüber hinaus auch noch einen schlechten „carry-through“, d.h. sie werden während des Herstellungsprozesses durch Hitze, Dampf und Druck in nicht unerheblichem Umfang zerstört. Da solche Verluste von vornherein einberechnet werden müssen, müsste der Hersteller der Futtermischung vorher immense Mengen dieser Stoffe zusetzen, was ineffizient und teuer ist. Also kombinieren die meisten Futtermittelhersteller „natürliche“ mit „künstlichen“ Zusatzstoffen. Letztere sind wesentlich robuster gegenüber den Einflüssen während des Herstellungsprozesses, und ihre antioxidative Wirkung zum Schutz der Futterfette ist höher als die der „natürlichen“ Antioxidanzien.

Farbstoffe sollen Futtermittel eine produkttypische, appetitanregende Farbe verleihen nach dem Motto: „Das Auge isst mit“. Da bei Hunden und Katzen das Aussehen des Futters keinen Einfluss auf die Akzeptanz hat, sind sie in Hunde- und Katzennahrung eigentlich überflüssig. Da die Kaufentscheidung des Tierhalters aber auch vom der optischen Eindruck des Produktes abhängt, muss bei der Herstellung von Tiernahrung auch auf eine „appetitliche“ Färbung geachtet werden. Bei ROYAL CANIN wird diese ausschließlich mit natürlichen Zutaten erreicht.