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Sind Zusatzstoffe die in Heimtierfutter verwendet werden, gesundheitsgefährdend, z.B. die synthetischen Antioxidanzien?

ROYAL CANIN setzt manchen Feuchtnahrungen seit jeher Zucker in einer Größenordnung von max. 0,5% zu. Bisher war der Zucker als Rezepturbestandteil in der Information an den Verwender über die Gruppendeklaration ‚Kohlenhydrate’ mit abgedeckt. Mit Umsetzung der neuen Deklarationsbestimmung weist ROYAL CANIN jetzt Zucker als Einzelrohstoffe aus.

Manche Menschen sind beunruhigt darüber, dass einigen der ROYAL CANIN Produkte Zucker (Saccharose) zugesetzt wird, da sie eine schädliche Wirkung auf Ihr Tier befürchten. Die Verwendung von Zucker in so geringen Mengen (max. 0,5%) in einigen  Produkten hat keinerlei nachteilige Wirkung auf Heimtiere. Der Zucker ist dabei ein technischer Hilfsstoff, er dient nicht dazu, dass Produkt geschmacklich attraktiver zu machen. Das würde auch nicht funktionieren, denn Katzen können die Geschmacksrichtung "süß" nicht schmecken.

Der für einige Feuchtfutterprodukte verwendete Zucker dient in diesen geringen Mengen als Farbstoff, um die Sauce des Futters bei Erhitzung braun zu färben (Maillard-Reaktion). Hierbei bilden sich wohlschmeckende Röststoffe. Im Anschluss an die Erhitzung ist der eingesetzte Zucker nicht mehr enthalten. Es gibt übrigens auch Feuchtnahrungen mit hellen Saucen. Hier ist kein Zuckerzusatz erforderlich. Ob einem Produkt Zucker zugesetzt wurde oder nicht, findet der Verbraucher unter der Rubrik Zusammensetzung deklariert. Einige halbfeuchte Snacks werden zur Erhaltung der Produktstabilität mit sehr geringen Mengen an Saccharose hergestellt.  In beiden Fällen gilt der Einsatz von Zucker als ungefährlich und ist durch EG Vorschriften geregelt. 

Zucker und Zahngesundheit: Auch bei Katzen und Hunden können Zahn- bzw. Mundhöhlenerkrankungen vorkommen, allerdings leiden sie am häufigsten an Zahnfleischerkrankungen, die nicht in direktem Zusammenhang mit Zuckerkonsum stehen. Zahnerkrankung, die bei uns Menschen mit Zucker in Zusammenhang steht, ist Karies, allerdings ist deren Entstehen bei Heimtieren eher unwahrscheinlich, aufgrund einer anderen biologischen Struktur in der Maulhöhle. Karies ist bei Katzen noch nicht wissenschaftlich festgestellt worden. (Bei Hunden werden Häufigkeiten von etwa 6 % diskutiert). In der o.g. Größenordnung (0,5% im Produkt) verursacht Zucker übrigens auch beim Menschen keine Karies.   

Eine Karies ähnliche Erkrankung, bei der Löcher in den Zähnen entstehen, sind die sogenannten Neck lesions (oder FORL = Feline Odontoclastic Resorptive Lesions). Sie sind neben Zahnstein die häufigsten Zahnerkrankungen bei unseren Hauskatzen und wurden übrigens schon an mittelalterlichen Katzenschädeln und wilden Grosskatzen gefunden, die nie mit industrieller Fertignahrung gefüttert wurden. Ferner sind Dentalerkrankungen, wie z.B. Parodontitis, genauso verbreitet bei wild lebenden Katzen und Hunden, die von Beutetieren leben.

Etwa eines in 400 Heimtieren erkrankt an Diabetes. Die größten Risikofaktoren für Diabetes bei Heimtieren sind: die genetische Disposition, das Alter und Übergewicht. Ein weiterer Risikofaktor für Diabetes bei Hunden kann eine stark fetthaltige Ernährung sein. Diabetes wird nicht mit dem Zuckergehalt der Nahrung in Verbindung gebracht, sondern eher mit Überfütterung.