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Ist der Proteingehalt in ROYAL CANIN Produkten für wachsende Hunde nicht zu hoch? Begünstigt dies nicht Entwicklungsstörungen der Knochen und Gelenke?

Unter Hundehaltern und Züchtern finden sich immer noch Anhänger der These, dass zu viel Protein im Futter Junghunde zu schnell wachsen lässt und damit Skelettentwicklungsstörungen begünstigt. Diese Annahme ist inzwischen wiederlegt: Nicht der Proteingehalt im Futter ist entscheidend, wenn es um die Beeinflussung der Wachstumsgeschwindigkeit geht, sondern die Energiezufuhr.

Oft wird die Meinung vertreten, dass Proteine die wesentliche Energie in der Nahrung liefern oder die Nahrung mit mehr Protein zu "gehaltvoll" ist, insbesondere bei wachsenden Hunden. Im Normalfall gewinnt der Hund aber Energie in erster Linie aus Fetten und Kohlehydraten und "verbrennt" die wertvollen Proteine nur in Mangelsituationen. 

Fette und nicht Proteine sind die wesentlichen Energielieferanten auch beim wachsenden Hund. Daher soll die Energiezufuhr  in der Wachstumsphase besonders bei groß-wüchsigen Hunden in erster Linie über Fette und Kohlehydrate kontrolliert werden, um eine zu hohe Wachstumsintensität zu verhindern und ein optimales Wachstum zu gewährleisten.

Forschungsreihen amerikanischer Wissenschaftler konnten durch Fütterungsversuche an jungen Doggen nachweisen, dass hohe Proteinanteile weder an der Entstehung von Nierenerkrankungen noch von Skelettentwicklungsstörungen beteiligt sind (Hazewinkel et al. 1991). Das NRC (National Research Council) in den USA, eine internationale Autorität für die Ernährung von Hunden und Katzen, hat bestätigt, dass keine pathologische Befunde oder Erkrankungen aufgrund hoher Proteinanteile in der Nahrung für Hunde zu erwarten sind. Diese Untersuchungen sind durch neuere Veröffentlichungen bestätigt worden. Die hochwertigen Proteine sind also notwendige Baustoffe des Körpers und haben wichtige Funktionen insbesondere für den jungen Hund, der noch Körpermasse in Form von Muskeln und Knochen bilden muss.

Die eigentliche Stellschraube für die Wachstumsgeschwindigkeit ist die Energieversorgung: Ist sie zu hoch, wachsen Junghunde großer Rassen manchmal zu schnell und neigen dann zu Skelettentwicklungsstörungen, weil sie zu schnell zu schwer für das noch unreife Skelett werden. Eine Überfütterung (zu viel Energie) ist der häufigste schwerwiegende Fehler, der in der Aufzucht von Junghunden großer Rassen gemacht wird.