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Das Fell meiner Perserkatze ist nicht schön. Kann ich da etwas über die Ernährung tun?

Die Ernährung hat sehr weitreichenden Einfluss auf die Gesundheit von Haut und Fell. Nährstoffmängel können sich auf die Fellqualität negativ auswirken: das Haarkleid wirkt dann stumpf, die Haut erscheint trocken und schuppig. Umgekehrt kann über die Zufuhr der richtigen Nährstoffe aber auch innerhalb relativ kurzer Zeit (ca. 3-4 Wochen) eine deutliche Verbesserung von Haut & Fell (mehr Glanz, weniger Schuppen, weicheres Fell) erzielt werden.

Ob eine Katze gesund ist oder nicht kann man in vielen Fällen schon am Fell erkennen, allerdings nicht welche Erkrankung oder Störung dahinter steckt. Bei schweren allgemeinen Erkrankungen kommt es rasch zu einer Störung der Haarentwicklung, die Haare fallen schneller aus und das Fell wird schütter und stumpf.

Haare bestehen zu 95 % aus Protein (=Eiweiß), und für das Haarwachstum und die Erneuerung der Haut werden rund 30 % der mit der Nahrung aufgenommenen Proteine benötigt. Eine Unterversorgung mit Eiweiß führt folglich zu einer Veränderung an Haut und Haaren, wie Schuppenbildung, Verblassen der Fellfarbe, reduziertes Haarwachstum, vermehrter Haarausfall, dünnes, stumpfes und brüchiges Fell. Bei einem Mangel an essenziellen Fettsäuren ist eine trockene Haut und stumpfes Fell typisch. Auch bei einem Mangel an Spurenelementen und Vitaminen (bes. Zink, Vitamin A, E, B-Komplex) verschlechtert sich die Fellqualität. Ernährungsbedingte Hauterkrankungen (Fehl- oder Mangelernährung) kommen abgesehen von Futtermittelallergien bei der Fütterung eines geeigneten kommerziellen Futtermittels heutzutage eher selten vor. Verschiedene Nährstoffe haben einen positiven Effekt auf die Gesundheit der Haut und der Haare. Sie helfen eine schlechte Fellqualität zu verbessern und können unterstützend bei verschiedenen Hauterkrankungen eingesetzt werden. In diesem Zusammenhang spielen langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Omege-3- und Omega-6-Fettsäuren) eine herausragende Rolle. Die Omega-6-Fettsäure Linolsäure ist für Hunde und Katzen essenziell, d.h. sie können diese nicht selbst bilden und sind auf eine ausreichende Zufuhr mit der Nahrung angewiesen. Linolsäure und Zink wirken zusammen besonders positiv auf die Haut: sie fördern in dieser Kombination den Glanz des Fells und sie mindern die Schuppenbildung. Omega-3-Fettsäuren (hohe Gehalte im Fischöl) wirken zusätzlich Entzündungs lindernd bei beanspruchter und gereizter Haut, außerdem wird durch sie der Juckreiz gemildert. Gamma-Linolensäure, eine Omega-6-Fettsäure, ist ein „Schlüsselnährstoff“ für ein gesundes und glänzendes Fell. Bei Katzen wurden deutliche Verbesserungen bei stumpfem Haarkleid, Schuppenbildung und schlecht heilenden Hautgeschwüren beobachtet. Gamma-Linolensäure kommt in Borretschöl und Nachtkerzenöl vor, der Gehalt im Borretschöl ist besonders hoch. Die Hautbarriere kann zudem durch Biotin, Niazin, Pantothensäure und Zink unterstützt werden.

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