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Braucht mein Doggenwelpe zusätzlich zu seinem Juniorfutter von ROYAL CANIN noch Kalzium für starke Knochen? - ROYAL CANIN Tiernahrung GmbH & Co. KG

Hunde im Wachstum haben einen viel höheren Kalziumbedarf als erwachsene Hunde. Dem wird durch die spezielle Rezeptur der ROYAL CANIN Welpennahrungen Rechnung getragen. Eine zusätzliche Gabe von Kalzium, z.B. in Form von Welpenkalk ist zwar gut gemeint, sie schadet jedoch häufig mehr als dass sie nützt.

Kalzium und Phosphor sind die Mineralien die dem Knochen seine Stabilität geben: Erst durch die Einlagerung dieser Mineralstoffe in die organische Grundsubstanz des Knochens wird dieser belastbar. Ein schlecht mineralisierter Knochen verbiegt sich unter den auf ihn einwirkenden Kräften oder er bricht leicht. Beides – sowohl Fehlstellungen infolge Knochendeformation als auch höhere Frakturneigung – können die Folge einer Kalzium-Unterversorgung sein. Auf eine bedarfsdeckende Kalziumversorgung im Wachstum ist daher gerade bei großwüchsigen Hunden besonders zu achten. Welpen benötigen pro kg Körpergewicht ein Vielfaches des Kalziumbedarfs eines ausgewachsenen Hundes: während ein adulter Hund mit 80 mg Ca pro kg Körpergewicht ausreichend versorgt ist, benötigt ein großwüchsiger Welpe  in der intensiven Wachstumsphase zwischen 500 und 600 mg Ca pro kg Körpergewicht.

ABER: Die zusätzliche Gabe von Kalzium über den Bedarf hinaus hat keinerlei positive Effekte auf die Stabilität des wachsenden Skelettes. Im Gegenteil: Von Slater et al. (1992) wurde eine überhöhte Kalziumaufnahme als einer der wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung von Skelettentwicklungsstörungen (OCD) identifiziert. Dass Kalzium und Phosphor wichtig für die Skelettentwicklung sind, weiß so gut wie jeder Welpenhalter. Nur über die erforderlichen Mengen, die notwendig sind um den Tagesbedarf eines wachsenden Hundes zu decken, herrscht vielfach Unklarheit Eine zusätzliche Gabe von Kalzium, z.B. in Form von „Welpenkalk“ ist bei Fütterung eines ausgewogenen Aufzuchtfutters nicht nur unnötig sondern sogar kontraindiziert, da sie das Knochenwachstum und die Entwicklung der Gelenke empfindlich stören kann. Außerdem müssen Kalzium und Phosphor im Futter für Junghunde im richtigen Verhältnis vorliegen (Ca:P wie 1,2-1,5:1), damit die Verwertung beider Mengenelemente optimal ist. Fehlversorgungen mit Kalzium (Mangel oder Überschuss) scheinen sich immer dann besonders gravierend auszuwirken, wenn das Ca:P-Verhältnis außerhalb der empfohlenen Spanne liegt. Eine einseitige und unnötige Supplementierung von Kalzium ohne Berücksichtigung des Phosphorgehaltes in der Ration kann sich daher in doppelter Hinsicht negativ auswirken.