Partner Login

Bitte wählen Sie einen Service-Bereich aus

Zoofachhandel Tierarzt Professionals

Auf der Verpackung sind nur wenige Nährstoffe angegeben. Bekommt mein Tier alles, was es braucht?

Sind Zusatzstoffe die in Heimtierfutter verwendet werden, gesundheitsgefährdend, z.B. die synthetischen Antioxidanzien?

Wenn auf der Verpackung die Bezeichnung Alleinfutter zu lesen ist, garantiert der Hersteller, dass der gesamte Bedarf Ihres Tieres an allen lebensnotwendigen Nährstoffen gedeckt ist, wenn Sie Ihr Tier ausschließlich mit diesem Futter ernähren. So ist der Begriff „Alleinfutter“ gesetzlich definiert. Das einzige, was Sie tun müssen, ist Ihrem Tier davon die Menge zu verabreichen, die es täglich zur Deckung seines Energiebedarfs braucht. Dass auf der Verpackung nicht alle Nährstoffgehalte ausgewiesen sind, hängt damit zusammen, dass im Rahmen der sogenannten Pflichtdeklaration nur ganz bestimmte, gesetzlich vorgegebene Angaben erlaubt sind.

Viele Tierbesitzer sind verunsichert darüber, ob ein kommerziell hergestelltes Fertigfutter tatsächlich alles enthält, was ihr Tier täglich an Nährstoffen braucht. Schließlich können Sie bei einem solchen Produkt – anders als bei einer selbstgekochten Ration -  nicht mehr eindeutig erkennen, was es enthält. Sie müssen sich auf die Angaben des Herstellers verlassen. Die Definition eines Alleinfuttermittels ist im Futtermittelrecht gesetzlich verankert. Sie lautet: „Mischfuttermittel, die dazu bestimmt sind, allein den Nahrungsbedarf der Tiere zu decken.“ Mit Nahrungsbedarf ist dabei der gesamte Bedarf eines Tieres an allen Nährstoffen einschließlich Mineralstoffen und Vitaminen gemeint. Das bedeutet, dass bei der Fütterung eines Alleinfutters die zusätzliche Gabe von anderem Futter (egal ob Snacks, Mineralfutter, Tischreste etc.) die Nährstoffversorgung aus dem (gesetzlich garantierten) Gleichgewicht bringen kann und daher unterbeleiben sollte.

Betrachtet man den Energiebedarf aller in Deutschland lebenden Hunde, so wird dieser zurzeit zu etwa 75% über kommerzielle Alleinfuttermittel gedeckt. Bei ausschließlicher Verwendung eines optimal zusammengesetzten Alleinfutters sind auch langfristig keine nachteiligen Effekte auf die Tiergesundheit zu erwarten (Meyer und Zentek 2005), so lange die Produktqualität gleich bleibt.

Zur Pflichtdeklaration, die jeder Hersteller auf der Verpackung abdrucken muss, gehören  Angaben zu den folgenden Nährstoffen unter der Rubrik „Analytische Bestandteile“: Protein, Fettgehalt, Rohfaser und Rohasche in Prozent. Das ist schon alles. Der Wassergehalt muss nur deklariert sein, wenn er über 14% liegt (also immer bei Feuchtnahrung). Angaben zu den Mineralstoffen sind nur für Mineralfutter vorgeschrieben. Weitere Angaben (z.B. zu Mengen- und Spurenelementen, Vitaminen usw.) finden sich zwar nicht auf der Verpackung, aber in der vollständigen Analyse, die ROYAL CANIN für jedes seiner Produkte im Internet als pdf zum Download bereit hält.