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Was sind mögliche Ursachen von Verdauungsproblemen bei meiner Katze?

Anzeichen wie Erbrechen, Durchfall, Blähungen oder Verstopfungen können bei Katzen auf Verdauungsprobleme und Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes hinweisen. Dies kann eine sehr große Belastung für das Tier sein. So unterschiedlich wie die Symptome können auch die Ursachen sein. Finden Sie heraus, welche möglichen Ursachen für Verdauungsprobleme bei Ihrer Katze bestehen können und wie Sie Ihren Vierbeiner bestmöglich durch die richtige Ernährung unterstützen können.

Mögliche Ursachen von Verdauungsproblemen

Ernährung als Schlüssel zur Gesundheit

Es gibt zahlreiche Ursachen, die Verdauungsprobleme auslösen können. In mehr als 80% der Fälle besteht allerdings ein Zusammenhang mit der Ernährung, wie falscher Ernährung oder Fütterungsfehlern. Mögliche Symptome sind Durchfall und/oder Erbrechen. Dadurch kann die Nahrung nicht vollständig verwertet werden, eine Unterversorgung mit Nährstoffen kann die Folfe sein. Dies äußert sich beispielsweise durch:

  • Hautproblemen
  • Gewichtsverlust
  • schlechtem Allgemeinbefinden
  • Teilnahmslosigkeit


Erkrankungen mit Einfluss auf die Magen-Darm-Gesundheit

Die Verdauung beginnt beim Zerkleinern in der Mundhöhle – dann wird die Nahrung durch die Speiseröhre in den Magen transportiert, wo die Vorverdauung einsetzt. Der Nahrungsbrei wird von der glatten Muskulatur durch den Darm „geschoben“, die unverdaulichen Reste werden als Kot ausgeschieden.

  • Die Maulhöhle: Die Nahrungsaufnahme wird von der Zahngesundheit beeinflusst. Entzündungen im Mundraum machen das Kauen und Zerkleinern von Nahrung schwierig.
  • Der Magen: Hier beginnt die Magensäure auf die zerkleinerte Nahrung einzuwirken. Bei einer Entzündung ist dem Tier übel und es kommt meist zu Erbrechen oder starkem Speichelfluss. Oft verweigern die Tiere die Nahrungsaufnahme, die Nahrung sollte deshalb schmackhaft und leicht verdaulich sein.
  • Dünndarm, Leber und Bauchspeicheldrüse: Hier ist der Sitz der wichtigsten Verdauungsvorgänge. Probleme führen z. B. zu Hepatitis, Gallenblasenproblemen oder Bauchspeicheldrüsenentzündungen, es kommt zu Bauchweh und Erbrechen und auch der Kot kann sich auffällig verändern. Oft magern die Tiere stark ab. Die Nahrung muss leicht verdaulich sein und sicherstellen, dass das Tier alle Nährstoffe bekommt.
  • Der Dickdarm: Auch hier werden noch verschiedene Nährstoffe aufgenommen. Dickdarmdurchfälle können z. B. durch Stress entstehen. Nach längeren Antibiotikatherapien kann es vorkommen, dass die Darmflora im Ungleichgewicht ist. Speziell abgestimmte Nahrung kann Wasser im Dickdarm binden oder helfen, „gute“ Darmbakterien zu erhalten. Unverdauliche Nahrungsbestandteile im Dickdarm können hier zu Fehlgärungen und Blähungen führen.
  • Der Magen-Darm-Trakt: Im gesamten Magen-Darm-Trakt sind auch Zellen des Immunsystems verteilt, um Krankheitserreger abzuwehren, sowie Bakterien, die für Darmgesundheit und Verdauung wichtig sind. Bedarfsgerechte Ernährung unterstützt das Immunsystem und die Darmflora.

Wie füttere ich überhaupt richtig?

Jede Katze ist einzigartig. Das Alter, die Rasse und Größe spielen genauso eine Rolle bei der Wahl der richtigen Ernährung wie die Lebensumstände, der Gesundheitszustand oder weitere besondere Bedürfnisse. Außerdem sollten folgende Dinge bei der Fütterung beachtet werden:

  • Zu häufige Futterwechsel vermeiden:
    Sie tun Ihrer Katze mit ständigen Futterwechseln nichts Gutes. Der Verdauungstrakt der Katze kann auf Umstellungen sensibel reagieren. Am schonendsten hat sich gleichbleibende Qualität zu regelmäßigen Fütterungszeiten erwiesen, öfter kleinere Portionen sind besser verträglich als Riesenportionen.
  • Zufütterung kritisch beobachten:
    Eine Katze sollte nicht mit Essensresten vom Tisch des Besitzers gefüttert werden. Auch zu viele Leckerlis können dem Magen-Darm-Trakt der Katze schaden. Behalten Sie im Auge, wie viel Ihre Katze außerhalb der Hauptmahlzeit frisst und vergleichen Sie dies mit der notwendigen Energiezufuhr.
  • Keine zu großen Nahrungsmengen:
    Abwiegen ist wichtig, um eine Überfütterung zu vermeiden. Zu große Mengen überfordern den Verdauungstrakt.
  • Richtige Lagerung:
    Trockennahrung sollte trocken, kühl und ohne direkte Sonneneinstrahlung gelagert werden. Dies ist wichtig, um die Qualität und Frische der Nahrung zu erhalten und Verdauungsproblemen vorzubeugen.
  • Mischen verschiedener Nahrungen:
    Werden verschiedene, bereits für sich allein genommen ausgewogene Nahrungen gemischt, so kann dies Verdauungsprobleme begünstigen.
  • Zu schnelle Nahrungsumstellung:
    Für eine Nahrungsumstellung sollte mindestens ein Zeitraum von einer Woche in Anspruch genommen werden.

ROYAL CANIN geht mit seiner sehr breiten Produktpalette auf die speziellen Bedürfnisse von Katzen ein – so sind Futtermittel für kleine Rassen anders zusammengestellt als die für große Rassen; spezielle Krokettenformen erleichtern oder verlangsamen die Futteraufnahme; spezielle Nährstoffe wirken entzündungshemmend; hochverdauliche Proteine schonen Magen und Darm empfindlicher Tiere.

Wann sollte ich einen Tierarzt aufsuchen?

Generell gilt als Grundsatz:  „Better be safe than sorry“. Wenn ein Verdacht auf eine Erkrankung des Magen-Darm-Traktes oder starke Verdauungsprobleme besteht, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.

Grundsätzlich unterscheidet man akute Erkrankungen, wie zum Beispiel heftiges plötzlich auftauchendss Erbrechen, von einer chronischen Symptomatik, die mit Gewichtsverlust einhergehen kann und sich über Wochen und Monate erstreckt.

Bestimmte akute Erkrankungen, wie z. B. ein aufgenommener Fremdkörper, können gravierende Folgeerscheinungen haben. Deshalb sollten Sie bei Verdacht auf jeden Fall Ihren Tierarzt kontaktieren. Jede Minute zählt etwa bei fadenförmigen Fremdkörpern: Sind diese noch im Magen, kann der Tierarzt die Katze ggf. zum Erbrechen bringen. Sind sie erst einmal in den Darm weitergewandert, kann es zu schweren Komplikationen kommen, wenn sich der Darm entlang des Fadens „auffädelt“. Besonders bei Babykatzen muss Erbrechen und Durchfall als Notfall betrachtet und schnellstmöglich eine Therapie eingeleitet werden.

Was passiert beim Tierarzt?

Anamnese

Wenn Sie mit Ihrer Katze zum Tierarzt kommen, wird zunächst einmal die Krankengeschichte (Anamnese) erhoben. Ihr Tierarzt wird Sie befragen, welche Symptome aufgetreten sind – seit wann, wie oft und wie heftig –, ob es schon einmal ähnliche Symptome gab oder ob mehrere Tiere betroffen sind. Kann eine Vergiftung (z. B. durch Medikamente, Frostschutzmittel oder durch für Haustiere giftige Lebensmittel wie Weintrauben oder Schokolade) ausgeschlossen werden? Ist das Tier geimpft und entwurmt? Welche anderen Krankheiten hatte es schon?

In diesem Vorgespräch ist es für Ihren Tierarzt wichtig, Zusammenhänge zu entdecken. Dabei kann es sich z. B. um Symptome handeln, die immer nach einem Futterwechsel auftreten. So kann er eine eine Vorstellung davon entwickeln, wovon die Symptome ausgelöst worden sein könnten (z. B. Bakterien, Viren, Parasiten, Pilze o. Ä.). In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dem Tierarzt genau zu schildern, was Sie beobachtet haben. Machen Sie sich vorher zuhause schon Notizen, damit Sie beim Arzttermin nichts Wesentliches vergessen. Bei Durchfällen ist es oft hilfreich, eine frische Kotprobe mitzubringen, da diese evtl. gleich weiter ins Labor geschickt werden kann. Bei Verdacht auf Vergiftungen nehmen Sie bitte unbedingt die Packung oder Produktbeschreibung der aufgenommenen Substanz mit.

Untersuchung und Diagnose

Nach dem Vorgespräch wird der „Patient“ beurteilt.

  • Der Ernährungszustand wird bewertet (ähnlich wie beim Body Mass Index des Menschen – BMI – gibt es für Katzen das sogenannte Body Condition Scoring – BCS).
  • Der Zustand des Felles wird überprüft (hier erhält der Tierarzt einen Eindruck, ob das Tier alle Nährstoffe bekommt, die es braucht, ob es sich putzt usw.).
  • Das allgemeine Verhalten wird beurteilt: Ist der Patient lebhaft oder ruhig?
  • Hat das Tier Schmerzen? Wie ist der Kreislauf? Hat das Tier Fieber?
  • Sind noch andere Symptome zu finden?

Daran schließen sich weiterführende Untersuchungen an. Durch Röntgen, Ultraschall, eine Endoskopie oder eine Biopsie wird die Gesundheit der inneren Organe überprüft. Auch das Blut der Katze kann untersucht werden und eventuell Rückschlüsse auf die Erkrankung zulassen.

Manche Erkrankungen wie echte Futtermittel-Allergien lassen sich erst über einen Zeitraum von mehreren Wochen eindeutig diagnostizieren. Dazu wird oft eine Ausschlussdiät und Provokationsprobe verwendet.

Wie können Verdauungsprobleme behandelt werden?

Die Behandlung sollte einerseits die Ursache bekämpfen und andererseits die Symptome mildern, das heißt Fieber senken und gegebenenfalls Schmerzen lindern. Dazu wird auf Medikamente zurückgegriffen. Ein weiteres wichtiges Instrumente in der Therapie stellt die Wahl der geeigneten Diät dar. Bei akuten Problemen hilft oft allein eine Futterumstellung für ein paar Tage, um die Symptome zu verbessern. Auch bei längerfristigen Verdauungsstörungen kann die Behandlung mit einer angepassten Diät Abhilfe schaffen und zu einer dauerhaften Verbesserung führen.

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