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Nierenerkrankungen

Die Nieren werden bei zahlreichen Erkrankungen in Mitleidenschaft gezogen.

Die akute Niereninsuffizienz

Die akute Niereninsuffizienz entspricht einer bedeutenden Einschränkung oder dem plötzlich auftretenden völligen Ausfall der Nierenfunktionen. Die Ursachen sind drei Gruppen zuzuordnen: prärenale, den Nieren vorgängige Ursachen (hämorrhagischer Schock, Verdauungsstörungen, Verbrennungen, Herzinsuffizienz), renale, in den Nieren selbst angesiedelte Ursachen (akute Nephritis aufgrund von Infektion oder Vergiftung), sowie postrenale, den Nieren nachgängige Ursachen (Verschluss der Harnwege durch einen Entzündungsprozess, Tumorbildung oder durch Harnsteine).

Das erkrankte Tier uriniert nicht mehr, es ist matt und niedergeschlagen und erbricht; der Tierarzt bestätigt die Diagnose durch Analyse von Blut- und/oder Urinproben. Zur Behandlung ist manchmal ein Klinikaufenthalt notwendig, denn diese schwere Erkrankung erfordert eine sehr sorgfältige Überwachung des Patienten, meist sind Infusionen erforderlich.

Chronische Niereninsuffizienz

Chronische Niereninsuffizienz ist wahrscheinlich, abgesehen von Unfällen, die häufigste Todesursache bei alten Katzen. Die Reinigung des Blutes in der alternden Niere erfolgt mit immer geringerer Effektivität, so dass sich im Blut allmählich Giftstoffe ansammeln. Das erkrankte Tier magert ab, sein Appetit wechselt sprunghaft, es leidet an Verdauungsstörungen, (Erbrechen, Durchfall), und der Mundhöhle entströmt ein Geruch nach Urin. Schließlich treten Nervenstörungen auf (Koma), die zum Tode führen.

Eine frühzeitige Korrektur der Fütterung (Beschränkung der Phosphorzufuhr) ermöglich eine Erhöhung der Lebenserwartung für Ihren vierbeinigen Gefährten; medikamentöse Behandlungen werden meist bei akuten Krisen oder bei plötzlicher Verschlechterung des Zustandes eingesetzt. Erkundigen Sie sich beim behandelnden Tierarzt nach einem speziell für diese Konstellation entwickelten Diätfutter, durch geeignete Diät lässt sich die Entwicklung einer chronischen Niereninsuffizienz zeitlich aufhalten.

Bei den Ursachen akuter Niereninsuffizienz hatten wir die Verstopfung der Harnwege als häufige Ursache erwähnt. Für Katzen besteht eine Gefährdung durch Störungen der unteren Harnwege, diese Störungen werden als Felines Urologisches Syndrom bezeichnet; dessen Folgen sind aufgrund der besonderen Anatomie bei Katern besonders schwerwiegend. Lange Zeit hindurch sah man im Trockenfutter (Kroketten) die Ursache für diese Erkrankung. Tatsächlich haben in den 70er Jahren manche energiearme Futterstoffe, die viel Magnesium enthielten und einen basischen Urin bewirkten, eine Rolle bei der Bildung von Kristallen und der Ansammlung von Grießablagerungen aus Ammonium-Magnesiumphosphaten (Struvit) gespielt. ). Dieser Reizungen verursachende Grieß war die Ursache für eine bei beiden Geschlechtern auftretenden Blasenentzündung und für Harnleiterverschluss beim Kater, da dessen Harnleiter lang und eng ist und Krümmungen aufweist. Gegenwärtig betrachten die Veterinärmediziner dieses Syndrom unter breiterem Blickwinkel, es wird als "Erkrankung der unteren Harnwege der Katze" (FLUTD, engl.: Feline Lower Urinary Tract Disease) bezeichnet. Unter dieser Bezeichnung werden Erkrankungen zusammengefasst, die durch verschiedene Symptome charakterisiert sind, wie häufiges oder schmerzhaftes Harnlassen, Blut im Urin (Hämaturie).

Allein schon die Tatsache, dass das Tier außerhalb des Katzenklos uriniert, kann ein Alarmzeichen sein. Die Ursachen dafür können vielfältig sein: Bakterielle Infektion der Harnwege (selten), Tumor, anatomische Fehlbildungen, Urolithiasis (Harnsteinbildung) oder genuine Blasenentzündung. Im Urin einer gesunden Katze sind Kristalle in wechselnder Menge enthalten (Struvit, Kalziumoxalat usw.). Die Harnsteinablagerungen sind nicht ursächlich durch die Ernährungsweise bedingt. Die Ernährungsweise kann ein auslösender Faktor sein. Katzenfutter ist in der Zusammensetzung nunmehr so gestaltet, dass ein Risiko des Auskristallisierens von Mineralsalzen in jedem Lebensabschnitt des Tieres herabgesetzt wird.

Trockenfutter wird zwar ausgezeichnet den Anforderungen der Ernährung einer gesunden Katze gerecht, Tiere jedoch, die schon unter Nieren- bzw. Harnsteinen gelitten haben, sollten zur Einschränkung von Rückfall-Risiken Feuchtfutter oder wieder mit Wasser angefeuchtetes Trockenfutter bekommen, damit sie mit der Nahrung ausreichend Wasser aufnehmen. In mehr als 60 % der Fälle leidet das Tier an einer genuinen Blasenentzündung. Dabei gibt es Phasen zeitweiligen Nachlassens und Phasen der verstärkten Ausprägung der Symptome. Diese Erkrankung ist eine sehr häufige Ursache für Unsauberkeit bei Katzen. Stress, möglicherweise verursacht durch ein Kommunikationsproblem mit der Bezugsperson, durch Futterwechsel, Umgebungsfaktoren ( Eingeschlossensein, zu viele Tiere auf kleinem Raum, Katzenklo) oder durch eine ganze Reihe Gründe, die nur die Katze allein kennt, - Stress spielt eine wesentliche Rolle bei der Auslösung einer genuinen Blasenentzündung.

Manchmal kann bei einem unkastrierten oder auch kastrierten Kater die Obstruktion nicht behoben werden, weil Grieß verschiedener Korngröße und aus Eiweißsubstanzen bestehend, sich abgelagert hat. Der Urin, der nur unter Schwierigkeiten oder gar nicht abgeht, sammelt sich in der Blase. Das erkrankte Tier wirkt niedergeschlagen und in sich zurückgezogen , es sind Anzeichen starker Schmerzen zu beobachten, verursacht durch die Überfüllung der Harnblase, die durch einen Stoß, eine ungeschickte Berührung oder zu spät einsetzende Behandlung reißen kann. Im Urin enthaltene Stoffwechselabbauprodukte werden vom Organismus resorbiert, es kommt zu einer urämischen Vergiftung. Die einzige Lösung dieses Problems besteht im rechtzeitigen chirurgischen Eingriff. Katzen lieben wir ganz besonders wegen ihres schönen weichen Fells. Es kann durch Krankheiten, Dermatosen, an Schönheit einbüßen und entstellt werden. Die erste Ursache einer Dermatose bei Katzen ist ein Befall durch Parasiten, unter diesen stehen wiederum die Flöhe an erster Stelle.