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Leber und Schilddrüse

Die Schilddrüsenüberfunktion

Die Schilddrüsenüberfunktion ist eine Erkrankung der Katze, die über kürzere oder längere Zeit zu einer Beeinträchtigung des Herzens führt, wobei zunächst Symptome einer Tachykardie (beschleunigter Herzschlag) mit sehr starken Herzschlägen auftreten, manchmal tritt ein Nebenton auf. Danach sind Rhythmusstörungen zu beobachten und schließlich stellt sich eine hypertrophe Kardiomyopathie ein.

Wird die Schilddrüsenüberfunktion zu spät behandelt, können diese Störungen sich fest und endgültig etablieren und zum Tod führen. Andere auffällige klinische Symptome sind: Magerkeit, gesteigerter Appetit, Hyperaktivität oder Nervosität, gelegentlich Erbrechen, erhöhte Trinkmengen an Wasser und erhöhte Ausscheidung von Urin, Haarausfall etc. Die Diagnose findet ihre Bestätigung anhand der Bestimmung des Gehalts von Schilddrüsenhormonen im Blut. Die Behandlung kann medikamentös (die Schilddrüsensekretion hemmende bzw. den Schilddrüsenhormonen entgegenwirkende Medikamente) oder, was häufiger der Fall ist, chirurgisch erfolgen.

Die Schilddrüse ist aber nicht die einzige endokrine Drüse, die versagen kann: die Hirnanhangdrüse (Hypophyse), die Nebennieren, überall ist ein Versagen bzw. eine Tumorbildung möglich. Diabetes mellitus ist bei Katzen selten, aber sicher werden auch nicht alle Fälle diagnostiziert. Die ersten klinischen Symptome sind wenig spezifisch, am ehesten charakteristisch ist noch gesteigerter Durst (Polydipsie) sowie vermehrte Harnausscheidung (Polyurie). Der Appetit ist im Allgemeinen gesteigert, gelegentlich auch verringert. Das erkrankte Tier ist abgeschlagen, erbricht von Zeit zu Zeit. Es kann auch übergewichtig sein, in der Regel sind Tiere betroffen, die älter als fünf Jahre sind. Oft leiden die betroffenen Tiere noch unter anderen endokrinen Störungen oder sonstigen Erkrankungen, beispielsweise Infektionen der Genitalien oder der Harnwege. Der Tierarzt bestätigt die Diagnose durch die Analyse von Blut- und/oder Urinproben.

Der Blutzuckerspiegel

Der Blutzuckerspiegel (Glykämie) wird durch zwei von der Bauchspeichelsdüse ausgeschiedene, entgegengesetzt wirkende Hormone geregelt: Insulin und Glucagon. Bei 80 % der an Diabetes erkrankten Katzen produziert die Bauchspeicheldrüse das Insulin in unzureichender Menge, bei den übrigen wird Insulin erzeugt, jedoch vom Organismus nicht richtig ausgenutzt. Die Behandlung von Diabetes mellitus bei Katzen geht immer mit einer Umstellung der Ernährung einher. Die Futterration muss mehr Ballaststoffe (Grünzeug, Gemüse) und komplexe Kohlenhydrate enthalten.

Wenn Ihre Katze übergewichtig ist, muss der Energiegehalt der Futterration herabgesetzt werden, um allmählich eine Gewichtsabnahme zu erzielen. Passen Sie daher die Ration für Ihre Katze entsprechend an oder greifen Sie auf ein in der Veterinärmedizin dafür entwickeltes Diätfutter zurück. Der behandelnde Tierarzt kann auch den Blutzuckerspiegel herabsetzende Sulfamide verschreiben oder eine Insulintherapie ansetzen. Die Insulindosis und der Verabreichungsrhythmus sind für Katzen schwierig zu bestimmen; sie können sich im Laufe der Behandlung ändern. Katzen weisen in nicht zu vernachlässigender Anzahl der Fälle auch Übergangs-Diabeteserkrankungen auf. Eine an Diabetes erkrankte Katze braucht.

Diabetes mellitus und Diabetes insipidus

Die akute Leberinsuffizienz kann auf vielerlei Ursachen zurückgehen: Infektionen (F.I.P., Pseudotuberkulose, verschiedene Bakterien, Toxoplasmen u.a.), toxische Substanzen, allgemeine Störungen (Schockzustand, Hämolyse), Immunstörungen. Die davon betroffenen Katzen sind matt und abgeschlagen, appetitlos und weisen Verdauungsstörungen auf: Erbrechen, Durchfall, übermäßigen Durst. Eine Gelbsucht entwickelt sich dann mehr oder weniger rasch, auch Nervenstörungen stellen sich ein: unsicherer Gang, depressive Gedrücktheit, Koma, gelegentlich Krämpfe. Blutanalysen sind zur Bestätigung der Diagnose hilfreich. Der Tierarzt behandelt die Ursache, wenn er sie identifizieren kann, und verschreibt Medikamente zur Behandlung der Symptome. Hygienemaßnahmen sind sehr wichtig: Ruhe und eine kohlenhydratreiche, jedoch begrenzt fett- und eiweißhaltige Diät.

Die chronische Leberinzuffizienz

Wenngleich beide Erkrankungen mit dem Oberbegriff Diabetes bezeichnet werden, darf man diese Diabetesformen nicht verwechseln. Diabetes mellitus ist eine Erkrankung mit erhöhtem Blutzuckerspiegel (Glykämie). Die Diabete insipidus Erkrankungen sind seltene Pathologien, verursacht durch eine Nierenstörung, bei der die Nieren infolge einer ungenügenden Menge an Hypophysenhormon den Harn nicht konzentrieren können, da dieses Hormon den Vorgang der Harnkonzentration steuert. Es kann auch sein, dass die Niere nicht auf das ausreichend vorhandene Hormon anspricht. Die meisten Stoffwechsel-Abbauprodukte im Organismus werden über die Leber und über die Nieren ausgeschieden. An diesen Organen können Versagensstörungen auftreten.

Die Rolle der Leber ist vielfältig

Sie produziert Gallensaft mit den darin enthaltenen Salzen, die zur Fettverdauung sowie zum Abbau bestimmter Schadstoffe und Ausscheidungsprodukte, insbesondere von Medikamenten und der im Stoffwechsel daraus entstandenen Produkte, notwendig sind. Der Leber kommt eine Schlüsselfunktion im Zuckerstoffwechsel zu (Speicherung und Umverteilung); sie ist am Eiweiß- und am Fett-Stoffwechsel beteiligt; sie speichert Vitamine (A, D, B12) und Mineralsalze (Eisen-, Kupfer-). Sie leistet ihren Beitrag zur Ausscheidung vieler toxischer Produkte, nachdem diese Produkte in der Leber komplexen chemischen Reaktionen unterworfen waren. Einer der klassischen Wege der Entgiftung ist bei Katzen praktisch nicht möglich. Aus diesem Grund sind Katzen außerordentlich empfindlich gegenüber Vergiftungen durch verschiedene Produkte: Insektizide mit organisch gebundenem Chlor (DDT, Lindan), Aspirin, Paracetamol. 

Wenn die Leber nicht mehr funktionstüchtig ist, spricht man von Leberinsuffizienz

Chronische Leberinsuffizienz stellt sich so unauffällig ein, dass die Symptome erst alarmierend wirken, wenn ein großer Teil der Leber bereits zerstört ist; es ist dann praktisch unmöglich, die Ursache festzustellen. Zu den in Frage kommenden Ätiologien gehören die eine Entzündung der Gallenkanälchen, allgemeine Erkrankungen, entweder in Form von Infektionen (F.I.P.) oder endokrine Erkrankungen (Diabetes mellitus), wie auch Fälle von Leberzirrhose. Auch Leberkrebs (Lymphosarkome, primäre Karzinome oder Metastasen) äußern sich in analogen Symptomen. Das erkrankte Tier ist abgemagert, das Fell sieht unschön aus, die Verdauung ist schlecht (das Tier frisst mehr oder weniger gut, es leidet an Durchfall oder Verstopfung), häufig trinkt es viel. Es sieht eventuell gelblich wie in einem Frühstadium der Gelbsucht aus, später verfärbt es sich deutlich gelb. Das Blutbild ändert sich ganz unauffällig mehr oder weniger. Die vor allem auf Hygiene zielende Behandlung beruht auf einer Diät mit biologisch hochwertigen Eiweißen und leichtverdaulichen Kohlenhydraten, verteilt über mehrere kleine Mahlzeiten.

Meine Katze trinkt viel

Polyurie, gepaart mit Polydipsie, ist ein bei zahlreichen Erkrankungen auftretendes Symptom. Man beobachtet es u.a bei folgenden Krankheitsbildern:

  • chronische Nierenerkrankungen (chronische Niereninsuffizienz, gelegentlich bei akuter Niereninsuffizienz, interstitielle Nephritis, Pyelonephritis, Reaktion nach Entfernung einer Verstopfung etc.)
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane (Gebärmuttervereiterung, Gebärmutterentzündung); Lebererkrankungen (Leberinsuffizienz)
  • Erkrankungen der endokrinen Drüsen (Nebennierenerkrankungen, Diabetes mellitus, Diabetes insipidus, Schilddrüsenüberfunktion, Akromegalie)
  • Elektrolyt-Ungleichgewicht (Hyper- oder Hypokalziämie, Hyponatriämie, Hypokaliämie) Behandlungsfolgen (Kortikoide, Diuretika, manche Antibiotika)
  • zu salzreiche Ernährung
  • psychisch bedingter Durst (Potomanie)