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Infektionen durch Viren oder Bakterien

Sie lieben Ihre Katze und möchten sie natürlich bei bester Gesundheit sehen, darum sollten Sie die wichtigsten Erkrankungen mit ihren Symptomen kennen, bei deren Auftreten Sie reagieren müssen. Ein gesundes Kätzchen macht einen wachen und aufmerksamen Eindruck, es wirkt molligflauschig, sein Fell ist sauber und weich. Das Tier bewegt sich locker und entspannt. In den Ohren ist Ohrenschmalz (Zerumen) von hellbrauner Farbe in geringer Menge abgesondert. Das Kätzchen hat die Augen vollständig geöffnet, sie sollen nicht tränen. Der Atem geht frei, Mäulchen und Zunge sind angenehm im Aussehen und im Geruch. Die Afterregion ist sauber. Handelt es sich um einen unkastrierten Kater, so sind beide Hoden vorhanden und normalerweise in den Hodensack abgestiegen. Das Tier hat einen arteigenen Geruch, der aber nicht penetrant und abstoßend wirkt.

Sie können Ihre Katze noch so sorgfältig untersuchen, es gibt Krankheiten, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind; daher sollten Sie das Tier einem Tierarzt vorstellen, er kann eine gründlichere Untersuchung einschließlich der für notwendig erachteten Labortests vornehmen.

 

Wichtig ist auch die Frage nach dem geeigneten Futter für eine junge Katze. Der industriell zubereiteten Fertignahrung verdanken wir es, dass Knochenkrankheiten im Zusammenhang mit der Wachstumsphase der Kätzchen heute die Ausnahme bilden. Es kann jedoch zu Problemen des Knochenwachstums wie Osteofibrose mit Verformung der noch zarten Knochen bis hin zu schweren Knochenbrüchen kommen, wenn ausschließlich Fleisch gefüttert wird bzw. auch wenn nach eigenem Ermessen Zusätze oder Medikamente in falscher Dosierung (etwa eine zu hohe Gabe Vitamin D) verabreicht werden.

 

Im Alter von drei Monaten ist das Kätzchen entwöhnt, es ist nun von der Muttermilch unabhängig, autonom in der Ernährung und hat sich schon gut an seine Umgebung angepasst. Es liegt jetzt bei Ihnen, für ein weiteres harmonisches Wachstum zu sorgen. Von dem Zeitpunkt an, da das Jungtier nicht mehr durch die im Mutterleib bzw. beim Säugen mit der Muttermilch aufgenommenen mütterlichen Antikörper geschützt ist, wird es anfällig gegenüber Infektionen durch Viren oder Bakterien.

Die Tests

Wie können Retroviren Fe.L.V. und F.I.V. festgestellt werden?

Die Nachweis-Tests dienen dazu, einen Verdacht auf eine Retrovirose zu bestätigen oder zu entkräften; sie werden auch eingesetzt, um nicht erkrankte Träger des Virus zu erkennen, damit nicht etwa Katzen, die als Virusträger eine Ansteckungsgefahr bilden, in einen gesunden Bestand gelangen können. Beim Test zur Erkennung von Fe.L.V. wird das Virus im Blut festgestellt; das Testergebnis kann in den ersten Wochen nach erfolgter Ansteckung fälschlicherweise negativ ausfallen. Umgekehrt kann eine zunächst mit positivem Testergebnis untersuchte Katze in der Folgezeit wieder negativ werden. Es sollten also zwei Tests in einem Zeitabstand von drei Monaten vorgenommen werden.

Beim Test auf F.I.V. werden die vom befallenen Organismus gebildeten Antikörper gegen das Virus erfasst. Es ist bekannt, dass in 100 % der Fälle, in denen bei einer Katze Antikörper gefunden werden, der Organismus auf Lebenszeit mit F.I.V. infiziert ist. Es hat daher keinen Sinn, die Tests zu wiederholen.Wie stellt man F.I.P. fest? Bei den gegenwärtig verfügbaren Tests wird auf Antikörper geprüft, die der betreffende Organismus als Reaktion auf einen Kontakt mit dem felinen Coronavirus gebildet hat. Sie haben ihren Wert im Rahmen der Diagnose, im Zusammenspiel mit den übrigen klinischen Maßnahmen sowie zur Gesundheits-Vorsorge bei Katzebeständen in dem Bestreben, nur seronegative Tiere für die Gemeinschaftshaltung zuzulassen.

Diese Tests stoßen an Grenzen, denn sie versagen gelegentlich:

- das Testergebnis ist fälschlicherweise positiv (Täuschungen durch irgend eine Impfung, mütterliche Antikörper, andere Coronaviren);
- das Testergebnis ist fälschlicherweise negativ (Infektion im Uterus, langwierige Entwicklung, ein zeitweilig seronegativ gewordener gesunder Virusträger). Es gibt verschiedene Prüftechniken, daher sind die Ergebnisse von Labor zu Labor nicht direkt vergleichbar.