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Zoofachhandel Tierarzt Professionals

Haut und Fell

Die Katze kann von seltener vorkommenden Parasitenerkrankungen der Haut befallen werden:
Formen der Krätze sowie Läuse verursachen Miliardermatits und Hautjucken, Cheyletiellose, die zu trockener Seborrhöe, Läsionen, Miliardermatitis, Hautjucken, Schuppenbefall führt und die eine Zoonose darstellt, also auf den Menschen übertragbar ist. Die intensiv orange gefärbten Larven der Herbstgrasmilben nisten sich im Sommer in Hautfalten, insbesondere an der Ohrmuschel der Katze ein. Zecken und Haarbalgmilben befallen die Katzen gelegentlich. Schorf ist eine Erkrankung der Haut und des Fells, die von einem Hautpilz, in der Regel Microsporum canis, verursacht wird. Diese beiden Erkrankungen werden unter dem Thema der Vorbeugung gegen Dermatosen und äußere Pilzerkrankungen besprochen

Die Miliardermatitis

Es handelt sich hierbei um ein Syndrom, bei dem es zu zahlreichen kleine Verkrustungen sowie zu Abschuppung der Haut kommt, so dass diese sich papierdünn anfühlt, in den weitaus meisten Fällen wird es durch eine Flohstichallergie verursacht, es ist jedoch gelegentlich auch bei zahlreichen anderen Hauterkrankungen der Katze anzutreffen. Dieses klinische Bild, bei dem es sich nicht um eine geschlossene pathologische Einheit im eigentlichen Sinne handelt, sondern eher um die Art, wie die Haut der Katze auf verschiedene Erkrankungen reagiert, ist das am bei Katzen häufigsten anzutreffende Krankheitsbild. Neben Flohstichallergie kommen noch vielfältige andere Ursachen in Frage:

  • Überempfindlichkeit gegen Luftallergene (Milbenstaub):
    Der Mensch reagiert darauf mit Heuschnupfen, die Katze bekommt überall Schorf und kratzt sich;
  • Nahrungsmittelunverträglichkeit und überempfindlichkeit;
  • bakterielle Follikulitis:
    Bakterien, oft von der Gattung der Staphylokokken, sammeln sich in den Haarfollikeln; Sonderfall: Akne am Kinn;
  • sämtliche Hauterkrankungen durch Parasiten;
  • Medikamentös bedingte Hautreizung (unerwünschte Nebenwirkung);
  • Hauterkrankungen aufgrund von Defiziten im Immunsystem;
  • Kontaktdermatitis usw.

Die Behandlung hängt hauptsächlich davon ab, ob es gelingt, die Ursache aufzudecken, und wenn ja, welche. Bei unspezifischer Diagnose werden Antihistamine, Cortisone, essentielle Fettsäuren und eventuell Megestrolacetat mit zufriedenstellendem Ergebnis verschrieben.

Beim Syndrom des extensiven Haarausfalls (Neurodermatose, psychogene Alopezie) putzen sich die Tiere exzessiv: sie lecken sich wieder und wieder und knabbern den ganzen Tag an sich herum. Manche zurückhaltende oder sehr streng erzogene Katzen tun dies nur nachts oder wenn sie nicht gesehen werden. Alle Rassen (auch die gewöhnlichen Hauskatzen), können davon betroffen werden, aber es ist eine besondere Anfälligkeit der Siamkatzen, der Orientalischen Katzen, der Burmesen und der Abessinier festzustellen, welches zugleich die Rassen sind, die Wolle lutschen und verschlucken. Es handelt sich hierbei um ein komplexes Syndrom; nach Ansicht der Autoren ist der Ursprung entweder rein emotionaler Art (Stress, Ankunft eines neuen Tieres, Verlust eines nahestehenden Wesens, Widrigkeiten) oder rein allergiebedingt, wobei die Stress-Situation nur als verschärfende Bedingung hinzutritt. Ursachen hormoneller Art, die oft genannt werden, scheinen nur selten eine Rolle zu spielen. Wenn eine latente Krankheit festgestellt wird, so handelt es sich (in der Reihenfolge absteigender Häufigkeit) um Flohstichallergie, Allergie der Atemorgane oder Nahrungsmittelallergie, Schorf, Parasitenbefall.

Nahrungsmittelallergie

Das Hauptsymptom einer Nahrungsmittelallergie bei der Katze ist Juckreiz. Diese Übersensibilität auf einen oder mehrere Bestandteile der Nahrung kann in jedem Alter zum Ausbruch kommen; es ist schwierig, die betreffende(n) allergieauslösende(n) Substanz(en) zu identifizieren, diese Identifizierung ist jedoch die notwendige Voraussetzung dafür, dass der Zustand des kranken Tieres gebessert werden kann. Neben einem praktisch unaufhörlichen Juckreiz kann eine unter Nahrungsmittelallergie leidende Katze eine Miliardermatitis, Verkrustungen am Kopf und am Hals, Bereiche mit Hautverdickungen und Hautreizungen aufweisen.
 

Beim Komplex felines eosinophiles Granulom handelt es sich um eine Gesamtheit von Hauterkrankungen, welche der Spezies der Katzen eigen sind und denen die Entstehung sich progressiv entwickelnder Läsionen gemeinsam ist, welche bei histologischer Untersuchung eine große Anzahl sogenannter "eosinophiler" Zellen aufweisen. Die Komplex felines eosinophiles umfasst drei Syndrome. Das eosinophile Geschwür, auch als atonisches Labialgeschwür bezeichnet, tritt fast immer an der Oberlippe auf. Die eosinophile Zone ist eine nässende Wundfläche, oft als Geschwür mit starkem Juckreiz, in der Regel am Bauch oder an der Innenseite der Oberschenkel der Hinterbeine. Das eosinophile Granulom ist eine lineare verhärtete kahle Wulstbildung, die sich meist an der hinteren Seite der hinteren Oberschenkel befindet. Außer bei jungen Tieren, wo man auf eine spontane Rückbildung hoffen kann, zeigt das klinische Bild eher Wiederholungsschübe und Verschlechterungen. Verschiedene Medikamente, unter anderem Kortikoide, können eine Besserung des Zustandes der Läsionen bewirken, insgesamt gesehen jedoch ist das Ergebnis der Behandlung enttäuschend.