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Erkrankungen oder Schwäche der großen Organsysteme

Die Gesundheit des Verdauungstrakts hängt in erster Linie von der Gesundheit der Zähne ab. Häufig lagert sich früher oder später Zahnstein ab: eine harte, sehr fest haftende Schicht aus Ablagerungen der im Speichel gelösten Mineralsalze auf dem Zahnschmelz, daran setzen sich im Mundraum vorkommende Bakterien fest. Durch den Zahnstein geht das Zahnfleisch zurück, er verursacht Entzündungen, Infektionen und letztlich liegen die Zahnhälse bloß (Zahnbettschwund). Der Zahnstein muss entfernt werden, oft stellt sich auch heraus, dass einige Zähne gezogen werden müssen, dies stellt aber kein Problem für die Folgezeit dar.

Viele erwachsene bzw. alte Katzen leiden an Zahn- oder Knochenabbau: Zuerst zeigen sich am Zahnhals eingebuchtete Bereiche; bei zunehmendem Verfall werden die Zähne zerbrechlich und brechen schließlich ab. Die Wurzeln, wenn sie nicht mit entfernt werden, verbleiben im Zahnbett, wo sie einen Herd für chronische Zahnfleischentzündung bilden. Eine davon betroffene Katze leidet unter nahezu ständigem Speichelfluss aus dem Mund, sie verweigert die Nahrungsaufnahme. Zur Fütterungszeit macht sie einen gierig-ausgehungerten Eindruck, stellt sich auch vor den Futternapf, aber entweder rührt sie das Futter überhaupt nicht an oder nimmt nur ein Stückchen, es wirkt aber so, als wollte sie mit ihren Pfoten einen Fremdkörper entfernen.

Die Läsionen können im Anfangsstadium zahnärztlich behandelt werden, aber sobald die Zahn-Pulpa angegriffen ist, hilft in der Regel nur noch das Ziehen des Zahns. Über die Speiseröhre gelangt die Nahrung in den Magen, wo sie vom Magenmund aufgenommen wird. Es kann passieren, dass der Magenmund schlecht funktioniert; die Nahrung staut sich dann in der Speiseröhre und wird schließlich wieder hochgewürgt. Diese Überlastungserscheinung durch Überfüllung kann auch auftreten, wenn die Speiseröhre durch einen Tumor im Brustraum oder durch einen aus dem Embryonalstadium überkommenen, nicht zurückgebildeten Gefäßbogen zusammengedrückt wird.

Über längere Zeit führt die Überfüllung der Speiseröhre zu Organerweiterung, man spricht in diesem Fall von einem Megaoesophagus. Im Allgemeinen verdauen die Kätzchen problemlos die Muttermilch, Störungen können beim Übergang zur festen Nahrung auftreten. In den weniger schweren Fällen lässt sich durch Diät- bzw. Hygienemaßnahmen Besserung erzielen, aber allgemein ist die Prognose bei derartigen Störungen nicht gut.