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Dünndarmerkrankungen

Dünndarmerkrankungen verursachen Durchfälle. Ein akuter Durchfall kann auch infolge einer Fehlernährung auftreten. Bei abruptem Futterwechsel wird das Gleichgewicht der Mikrobenbesiedlung des Verdauungstrakts gestört. Einige Bakterien entwickeln sich auf Kosten anderer stärker und produzieren toxische Stoffe, welche die Darmschleimhaut reizen. Es gibt auch einige Viren, die akute Durchfälle verursachen, so zum Beispiel das Panleukopenie-Virus oder die Coronaviren, einschließlich dem F.I.P. - Virus.

Bei jungen Kätzchen ist akuter Durchfall häufig mit einer schweren Komplikation verbunden: Der Darm stülpt sich wie ein Handschuhfinger ein und wird nach innen gesaugt, so entsteht eine Invagination. Dann muss ein chirurgischer Noteingriff erfolgen. Ebenso schwer sind die Folgen eines Darmverschlusses, der selten durch Fremdkörper verursacht ist, da die Katze ihr Futter vorsichtig kostet und kaum kleine Gegenstände verschluckt. Häufiger ist die Ursache ein Tumor innerhalb oder außerhalb des Verdauungstrakts (Lymphosarkom). Im Darm können zahlreiche Parasiten vorkommen, am häufigsten sind es Würmer wie zum Beispiel Spulwurm oder Dipylidium (Katzen-Bandwurm). Diese unliebsamen Gäste verursachen Durchfälle, Verdauungsstörungen und Abmagerung. Sie können, wenn sie in großer Zahl auftreten, den Darm vollkommen verstopfen und einen Darmverschluss bewirken. Chronische Darmentzündungen treten im Anschluss an akute Erkrankungen oder unmittelbar als chronisches Leiden ohne vorausgehende akute Erkrankung auf.

Im Allgemeinen gehen sie mit schlechter Futterverwertung einher, das heißt, der kranke Organismus nimmt die in den Darm gelangenden Nährstoffe ungenügend oder gar nicht auf. Diese Darmentzündungen findet man auch als Bestandteil komplexer klinischer Krankheitsbilder wie Diabetes oder chronischer Nierenunterfunktion.

Je nachdem, wodurch die chronischen Darmentzündungen verursacht sind, können manche von ihnen durch Medikamentengabe geheilt oder zumindest kann der Zustand des erkrankten Tieres gebessert werden. In allen Fällen ist es außerordentlich wichtig, eine geeignete Diät anzubieten. Das Futter soll leichtverdauliche Eiweiße in guter Qualität und möglichst wenig gesättigte Fettsäuren und Milchzucker enthalten. Man kommt praktisch nicht umhin, spezielle Diätfuttermittel anzubieten. Bei manchen dieser chronischen Darmentzündungen sind die Ursachen schwer zu erkennen, es sind zusätzliche, mit Eingriffen verbundene Untersuchungen notwendig, wie beispielsweise eine Biopsie der Darmschleimhaut.

Wenn Tumorerkrankungen den Dünndarm angreifen, so verursachen sie chronische Durchfälle, bevor noch die damit verbundenen Symptome festgestellt werden (z.B.Abmagerung, Zusammendrücken benachbarter Organe etc.).