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Die Feline infektiöse Panleukopenie

Diese Krankheit wird auch als Katzenseuche bezeichnet, hervorgerufen wird sie von einem sehr resistenten Parvovirus (es kann länger als ein Jahr im äußeren Milieu überdauern). Die Katzen stecken sich beim Kontakt mit einem erkrankten Tier an oder auch beim Kontakt mit einem virusbehafteten Milieu. Die Symptome sind verschieden, sie ändern sich hauptsächlich in Abhängigkeit vom Alter der Tiere; jüngere Tiere werden stärker in Mitleidenschaft gezogen. Bei der hochdramatisch verlaufenden sehr schweren Form stirbt das erkrankte Tier ganz plötzlich, innerhalb von weniger als zwölf Stunden. Die schwere Form der Krankheit ist durch hohes Fieber und außerordentlich starke Erschöpfung gekennzeichnet; das Tier verweigert jegliche Nahrungsaufnahme, es trocknet aus, beginnt zu erbrechen, bekommt anschließend Durchfall. Im Blutbild zeigt sich ein jäher Abfall des Gehaltes an weißen Blutkörperchen. Die Sterblichkeitsrate liegt bei 50 bis 60 %; geheilte Tiere behalten manchmal hartnäckige Durchfälle zurück.

Wird eine trächtige Katze mit einem frei vorkommenden Virus oder durch Impfung mit einem abgeschwächt virulenten Lebendvirus infiziert, so kann das Virus auch den Fötus anstecken. In den ersten Phasen der Trächtigkeit führt eine Infektion zum Abstoßen des Fötus; im letzten Drittel der Tragezeit bewirkt sie eine Hypoplasie, das heißt, eine Unterentwicklung des Kleinhirns. Die klinischen Symptome zeigen sich, wenn die Kätzchen das Alter von etwa 4 Wochen erreichen: sie zittern, können ihre Bewegungen nicht koordinieren und sind nicht in der Lage sich fortzubewegen. Für diese Form der Krankheit, von der Kätzchen befallen werden, gibt es keine Behandlung. In den anderen Fällen wendet der Tierarzt eine Rehydratation mittels Tropf an, behandelt die Symptome und hält infektiöse Komplikationen mittels Antibiotika-Therapie unter Kontrolle. Die Prognose ist unsicher, die Sterblichkeitsrate hoch.