Partner Login

Bitte wählen Sie einen Service-Bereich aus

Zoofachhandel Tierarzt Professionals

Die Chronische Niereninsuffizienz (CNI)

Bei der Chronischen Niereninsuffizienz handelt es sich um eine der häufigsten Krankheiten von Katzensenioren. Dabei steigt das Risiko für diese Erkrankung mit zunehmendem Alter des Tieres. Aber auch andere Ursachen kommen für die Entstehung in Frage, z. B. Entzündungsgeschehen, Infektionskrankheiten (FIP), Nierenzysten, genetische Veranlagung …. Oft kann der eigentliche Auslöser der Erkrankung bei der Vorstellung des Tieres in der Praxis nicht mehr gefunden werden.

Welche Anzeichen bemerke ich bei meiner Katze?

Durch die mangelnde Fähigkeit der Niere, Abfallprodukte auszuscheiden, den Urin zu konzentrieren und ihren anderen, unverzichtbaren Funktionen nachzukommen, reichern sich Giftstoffe (Toxine) im Körper an. Nachfolgende Krankheitsanzeichen sind die Folge bzw. können auf eine Niereninsuffizienz hinweisen:

  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Vermehrter Durst und Harnabsatz
  • Verdauungsbeschwerden (Erbrechen, Durchfall) durch Eintritt von harnpflichtigen Stoffen in den Darm  
  • Schlechte Fellqualität
  • Blasse Schleimhäute
  • Mundgeruch und Geschwüre an der Maulschleimhaut
  • Apathie und andere Verhaltensänderungen durch Urämie, d.h. durch die Ansammlung von harnpflichtigen Stoffen im Blut („Harnvergiftung“)

Wie wird die Diagnose gestellt?

Die Niere ist ein enorm leistungsfähiges Organ. Eine Funktionsstörung kann sie sehr lange kompensieren, dadurch dass die noch „fitten“ Anteile mehr Arbeit leisten. Erst wenn 2/3 des Nierengewebes geschädigt sind, beobachtet man als Katzenhalter Symptome. Die Nieren sind dann jedoch leider schon nicht mehr in der Lage, ihre lebenswichtigen Aufgaben weiter zu erfüllen. In der Regel sind die stattgefundenen Veränderungen bereits so gravierend, dass sie nicht mehr reversibel, also nicht mehr heilbar, sind.

ACHTUNG! 

Da die Erkrankung lange Zeit unerkannt bleibt und es sich um eine typische Alterserkrankung handelt, sollte man unbedingt mindestens einmal im Jahr einen Seniorencheck beim Tierarzt durchführen lassen. Neben vielen Aspekten wird dabei Ihrer Samtpfote auch Blut abgenommen, u.a. kann man auf diesem Wege veränderte Nierenwerte (Harnstoff und Kreatinin) frühzeitig erkennen und rechtzeitig Schutzmaßnahmen ergreifen (siehe auch Vorsorge).