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Zoofachhandel Tierarzt Professionals

Vor und nach Operationen

Ideal wäre es, wenn Sie sich an dem Operationstag Urlaub nehmen. Dies ermöglicht es Ihnen, Ihre Katze in aller Ruhe in die Praxis zu bringen und dann wieder abzuholen, wenn es passend und für Ihre Katze optimal ist. 

Vereinbaren Sie eine Uhrzeit, zu der Sie Ihre Katze in die Praxis bringen sollen, und klären Sie genau, was Sie mitbringen sollen und wie die Katze vorzubereiten ist, z. B. wann sie das letzte Mal trinken und fressen darf. Nehmen Sie für Ihr Tier gewohnte Gegenstände mit (z. B. Kuscheldecke, Lieblingsspielzeug), damit diese nach der Operation in die Aufwachbox und/oder den Transportkorb gelegt werden und der Katze Geborgenheit und Sicherheit geben können.   

Klären Sie bei Abgabe Ihrer Katze, wann genau Sie Ihr Tier voraussichtlich wieder abholen können. Rufen Sie aber vor dem Abholen noch einmal kurz an, um zu fragen, ob es bei der vereinbarten Uhrzeit bleibt, oder hinterlassen Sie eine Telefonnummer, unter der Sie von der Praxis angerufen werden können, wenn Sie Ihre Katze wieder abholen können.

Bevor Sie nach Hause gehen, müssen Sie klären, wann Ihre Katze wieder fressen und trinken darf. Lassen Sie sich außerdem erklären, worauf Sie im Verhalten und Befinden Ihrer Katze besonders achten sollen und bei welchen Anzeichen Sie die Praxis kontaktieren sollten. Vereinbaren Sie außerdem einen festen Termin für eine Nachkontrolle.   

Nach der Rückkehr in die eigenen vier Wände bringen Sie Ihr Tier im Transportkorb an einen ruhigen und sicheren Ort. Katzen, die aus der Narkose erwachen oder gerade erst erwacht sind, sind oft sehr geräuschempfindlich und in ihren Bewegungsabläufen noch nicht ganz „Herr ihrer Sinne“. Um die Gefahr von Verletzungen gering zu halten, beachten Sie bitte Folgendes:  

  • Dunkeln Sie den Raum etwas ab.
  • Sorgen Sie für Ruhe.
  • Achten Sie darauf, dass es ausreichend warm ist, da Katzen nach einer Narkose ihre Körpertemperatur noch nicht richtig regulieren können.
  • Öffnen Sie den Transportkorb und lassen Sie Ihre Katze frei entscheiden, ob und wann sie diesen verlassen möchte.
  • Beobachten Sie Ihre Katze bei ihren ersten „Gehversuchen“. Die Katze sollte keine Möglichkeit haben, Treppen zu benutzen oder höher gelegene Sitz- und Liegeplätze (Kratzbaum, Schränke usw.) aufzusuchen. Auch wenn Katzen eigentlich Akrobaten sind – nach der Operation sind sie benommen, und es besteht ein erhöhtes Verletzungsrisiko!
  • Sehen Sie anschließend in regelmäßigen Abständen nach dem Tier.
  • Bieten Sie Ihrer Katze frühestens zu dem mit der Tierarztpraxis vereinbarten Zeitpunkt wieder Trinkwasser und Futter an.
  • Erst wenn Ihre Katze vollständig erwacht, ansprechbar und gehfähig ist und normale Reaktionen zeigt, können Sie ihr unter Aufsicht ein wenig Wasser zur freiwilligen Aufnahme anbieten. Später darf Ihre Katze erste kleine Mengen Futter (z. B. 1 EL Dosenfutter, 10 Kroketten Trockenfutter) bekommen. Werden kleine Portionen an Nahrung in größeren Abständen gut vertragen, können die Abstände verringert und die Portionen langsam vergrößert werden.
  • Hat Ihre Katze Operationswunden oder trägt sie einen Verband, so achten Sie bitte darauf, dass sie diese nicht beleckt oder beknabbert. Zur Sicherheit sollten Sie sich von Ihrer Tierarztpraxis einen Halskragen mitgeben lassen, der ein Belecken und Beknabbern in der ersten Zeit nach der Operation verhindert.
  • Katzen, die es gewohnt sind, nach draußen zu können, sollten in den ersten Tagen lieber im Haus gehalten werden oder Freilauf nur unter Aufsicht erhalten.  

Ist eine Katze länger stationär behandelt worden und/oder leben in einem Haushalt mehrere Katzen, so können die fremden Gerüche, die die heimkehrende Katze mitbringt oder diese zu Hause erwarten, zu Fremdsein und Aggressionen führen. Die rückkehrende Katze wird daher am besten zunächst in einen separaten Raum gebracht. Später sollten ihre Auslauffläche vergrößert und mehrere Katzen langsam wieder aneinander gewöhnt werden.

Erste Kontakte zwischen mehreren Tieren dürfen erst einmal nur durch den Transportkorb und später unter Aufsicht stattfinden. Die Dauer und Häufigkeit des Kontaktes kann dann nach und nach gesteigert werden. Hilfreich kann es sein, die Katzen mit Handtüchern abzureiben, mit denen dann die anderen Katzen abgerieben werden, um sie mit den gegenseitigen Gerüchen vertraut zu machen. Möglich ist es auch, die Handtücher jeweils in die Schlafstätte der anderen Katze zu legen. Auch die Verwendung von Pheromonverneblern aus der Tierarztpraxis kann stressreduzierend wirken. Sprechen Sie das Praxisteam darauf an. Die Begegnung zwischen den Katzen sollte noch über einige Zeit beobachtet und positiv verstärkt werden, z. B. durch intensives Spiel oder Snacks.