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Wie erziehe ich meine Katze?

Katzen haben den Ruf, unabhängig zu sein und ihren eigenen Kopf zu haben. Bedeutet dies, dass Erziehungsversuche zwecklos sind? Oder gibt es doch Möglichkeiten, Einfluss auf die Erziehung zu nehmen? Durch eine Reihe von einfachen Maßnahmen und Tipps kann das Verhalten der Katze zumindest positiv beeinflusst werden. Lesen Sie hier mehr zum Thema Erziehung von Katzen.

Wie funktioniert Erziehung bei Katzen?

Bei der Erziehung von Katzen sind die ersten Lebenswochen und -monate entscheidend. Die Katzenmutter spielt in dieser Zeit eine enorm wichtige Rolle, denn Kitten erlernen zunächst durch die Imitation ihrer Mutter bzw. ihrer Wurfgeschwister bestimmte Verhaltensweisen. Ab einem Alter von etwa einem Monat beginnen kleine Katzen beispielsweise, die Jagdstellungen ihrer Mutter spielerisch zu imitieren. Auch das Nutzen der Katzentoilette wird zuerst von der Katzenmutter vorgeführt, von jungen Katzen imitiert und schließlich als eigene Handlung übernommen.

Besonders positiv ist es für Katzen, wenn sie in einem „anregenden Milieu“ aufwachsen. Das bedeutet, dass sie in einer abwechslungsreichen Umgebung mit vielen Sinnes- und Beziehungsanreizen aufwachsen. Verschiedene Menschen, Geräusche und Spielzeuge helfen der kleinen Katze dabei, sich auf ihr späteres Leben vorzubereiten. Außerdem sind Erfahrungen überaus wichtig, die nach dem Schema „Versuch und Irrtum“ gemacht werden. 

Was kann ich tun, wenn meine Katze nicht stubenrein ist? 

Wenn Katzen nicht stubenrein sind, kann dies verschiedene Ursachen haben. Je nach Ursache können andere Maßnahmen helfen. Bei kleinen Katzen kann es daran liegen, dass die Nutzung der Katzentoilette nicht von der Mutter vorgelebt wurde oder zu wenig Zeit mit der Mutter verbracht wurde, um dieses Verhalten zu übernehmen. In diesem Fall kann folgendes helfen: Setzen Sie das Katzenjunge in die Katzentoilette und zeigen Sie ihm sanft, wie es mit seiner Pfote ein Loch in das Katzenstreu buddeln kann. Machen Sie auch deutlich, dass Urin und Kot nach der Nutzung mit Katzenstreu bedeckt werden können. Wenn Sie dies einige Male wiederholen, wird die kleine Katze dieses Verhaltensmuster erkennen und übernehmen. Wenn eine zweite Katze im Haushalt lebt, kann das Kitten eventuell auch vom älteren Tier Verhalten imitieren lernen. Wichtig ist in diesem Fall, dass zwei getrennte Toiletten vorhanden sind.

Bei älteren Katzen sieht die Situation anders aus: Hier kann es beispielsweise helfen, die Katzentoilette häufiger zu leeren. Eine weitere Möglichkeit wäre es, den Standort der Katzentoilette zu verändern. Katzen teilen ihr Territorium im Haus in vier Bereiche auf: Essbereich, Ruhezone, Toilettenbereich und Spielgebiet. Gerade der Ess- und Toilettenbereich sollten räumlich ausreichend voneinander getrennt sein. In Situationen, die von der Katze als besonders stressvoll wahrgenommen werden, neigen Katzen dazu, ihr Territorium auch im Haus mit Urin zu markieren. Mögliche Ursachen dafür können beispielsweise räumliche Veränderungen wie ein Umzug oder aber ein neues Haustier sein. In diesem Fall ist die Unreinheit psychologisch motiviert und die Katze fühlt sich unsicher oder bedroht. Durch das Markieren wird versucht, der Konfrontation mit anderen Katzen vorzubeugen.

Es ist außerdem möglich, dass eine medizinische Ursache der Grund dafür ist, dass eine Katze nicht stubenrein ist. Falls dieses Verhalten andauernd anhält, sollte der Tierarzt kontaktiert wird, um eine Erkrankung als Ursache auszuschließen.

Kann ich verhindern, dass meine Katze auf den Tisch springt?

Junge Katzen lernen es schnell, Nahrungsquellen zu orten. Ob es sich dabei um Nahrung für Katzen oder Menschen handelt, ist für die kleinen Katzen nicht zu unterscheiden. Dadurch gehört der Sprung auf den Tisch oder die Arbeitsplatte für die Katze zum Normalverhalten. Solche Verhaltensweisen werden schnell zur Gewohnheit und können der ausgewachsenen Katze nur noch schwer abtrainiert werden. Was kann man nun frühzeitig tun?

  • Um der Katze das Springen auf den Tisch zu untersagen, kann ein schroffes „Nein“, begleitet von einem kurzen Geräusch wie etwa Fingerschnipsen oder Händeklatschen helfen.
  • Eine Möglichkeit, die je nach Wohnung oder Haus helfen kann, ist das Schließen der Küchentür. So wird der Katze verdeutlicht, dass der Raum für sie ein Tabu ist. Dies muss allerdings konsequent eingeführt und fortgeführt werden, was nicht immer möglich ist.

Was kann ich tun, wenn meine Katze mich beißt?

Katzen können aus verschiedenen Gründen beißen: Sie können krank sein, Schmerzen haben, gestresst sein oder Angst haben. Doch auch im Spiel ist es normal, dass Katzen ihre Zähne einsetzen und sanft beißen. Sollte es dazu kommen, dass die Katze so stark wie möglich zubeißt und somit zum Beispiel ihrem Besitzer ernsthafte Verletzungen zufügt, sollte gegebenenfalls ein Tierarzt zur Beratung aufgesucht werden.

Viele Menschen empfinden Katzen als unberechenbar: In der einen Sekunde scheint die Katze das Streicheln und Kraulen zu genießen, in der anderen Sekunde beendet sie die Situation durch Beißen und Kratzen. Dieses Verhalten kann sehr plötzlich auftreten und die Folge schlechter Erfahrungen aus der Vergangenheit sein

Was lässt sich konkret tun?

Es kann helfen, die Katze genau zu beobachten, um Veränderungen in ihrem Verhalten frühzeitig zu erkennen:

  • Hat sich die Stellung der Ohren verändert?
  • Bewegt sie ihren Schwanz schnell hin und her?
  • Zeigt sie ihre Eckzähne?

Sind solche Zeichen erkennbar, sollte man die Streicheleinheiten stoppen und der Katze ihre Ruhe gönnen. Sensible Bereiche wie den Bauch oder die Beine sollte man beim Streicheln vermeiden. Außerdem sollte die Katze immer die Möglichkeit haben, aus der Situation zu flüchten, wenn sie sich unwohl fühlt. Auch das Tragen auf dem Arm kann von machen Katzen als unangenehm empfunden werden und zum Beißen führen, da eine Flucht nicht möglich scheint. Gerade wenn man seinen Vierbeiner noch nicht so gut kennt, sollte man die Streicheleinheiten kurz halten und der Katze so die Möglichkeit geben, sich an den Kontakt zu gewöhnen.