Kastration der Katze

Sobald bei Katzen die erste Geschlechtsreife eintritt, stehen Katzenbesitzer vor der Frage: Sollte ich meine Katze kastrieren lassen? Oft kommen dabei weitere Fragen auf, wie zum Beispiel: Welche Risiken können bei einer Kastration auftreten? Welche Vorteile kann der Eingriff bieten? Hier gibt es einen hilfreichen Überblick.

Jeder Katzenhalter setzt sich irgendwann mit der Frage auseinander, ob er Nachwuchs bekommen und seine Katze als Zuchttier einsetzen möchte oder nicht. In einigen Gemeinden Deutschlands ist die Registrierung sowie Kastration von Freigängern sogar schon gesetzlich vorgeschrieben, um der unkontrollierten Vermehrung insbesondere von Streunern entgegenzuwirken. Wer seine Katze nicht kastrieren lassen möchte, der muss etwa alle 2-3 Wochen mit einer Phase der Fruchtbarkeit, auch Rolligkeit genannt, rechnen. Pro Jahr kann eine Katze mehrere Würfe mit diversen Katzenwelpen gebären. Insgesamt können so aus einer Katze in nur 5 Jahren einschließlich Enkel, Urenkel usw. bis zu 13.000 Nachkommen hervorgehen. Es empfiehlt sich deshalb, das persönliche Gespräch mit dem Tierarzt zu suchen, um sich frühzeitig über eine mögliche Kastration zu informieren.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Kastration bei Katzen?

Es gibt verschiedene Meinungen bezüglich des richtigen Zeitpunkts für eine Kastration bei Katzen. In der überwiegenden Zahl der Fälle werden Katzen nach der ersten Geschlechtsreife bzw. nach der ersten Rolligkeit kastriert, das heißt bei der Katze ab einem Alter von 6 - 10 Monaten. Da Kater etwas später geschlechtsreif werden, findet die Kastration hier meist mit 8 - 10 Monaten statt. Die Geschlechtsreife beim Kater lässt sich meist daran erkennen, dass die Tiere damit beginnen, ihr Revier mit Urin zu markieren. Bezüglich des richtigen Zeitpunkts für die Kastration empfiehlt es sich, sich von einem Tierarzt beraten zu lassen, der aufrgrund seiner Erfahrungswerte gemeinsam mit dem Katzenbesitzer den besten Zeitpunkt für das jeweilige Tier auswählen kann.

Was passiert bei einer Kastration?

Bei der Kastration der Katze und des Katers handelt es sich um zwei verschiedene Eingriffe: Während beim Kater die Hoden entfernt werden, werden bei der Katze die Eierstöcke herausgenommen. Fälschlicherweise wird für die Kastration der weiblichen Katze häufig der Begriff Sterilisation verwendet, was aber lediglich das Abbinden der Eileiter oder Samenleiter bezeichnet. Dies verhindert zwar eine mögliche Trächtigkeit, der Zyklus der Katze bleibt aber weiterhin aktiv und die Rolligkeit tritt mit allen Begleiterscheinungen unverändert auf.

Was sind mögliche Risiken einer Kastration bei Katzen?

Die Kastration ist kein problematischer Eingriff. Es handelt sich dabei um einen Routineeingriff, der heutzutage in nahezu jeder Kleintierpraxis durchgeführt wird. Risiken bringen aber die veränderten Gegebenheiten mit sich, die durch die Kastration entstehen. Denn der Eingriff hat hormonelle Veränderungen zur Folge: Nach der Kastration sinkt bei vielen Katzen der Energiebedarf um ca. 30%, da ausgiebige Streifzüge durch Nachbarreviere reduziert werden. Gleichzeitig steigt aber der Appetit, sodass ein erhöhtes Risiko für Übergewicht die Folge ist. Dabei handelt es sich nicht nur um einen „Schönheitsfehler“, denn Übergewicht kann bei Katzen zu weiteren Krankheiten wie z.B. Gelenkerkrankungen, Diabetes mellitus und Harnsteinen führen und sich somit deutlich auf die Lebenserwartung, die Gesundheit und das Wohlbefinden auswirken.

Was sind Vorteile einer Kastration?

Die Kontrolle über möglichen Nachwuchs ist der Hauptgrund für eine Kastration. Außerdem gibt es eine Reihe anderer, positiver Nebeneffekte:

  • Durch Kastration wird der Verbreitung von Geschlechtskrankheiten und Infektionskrankheiten entgegengewirkt

  • Kater werden weniger aggressiv und verlieren den starken Drang, ihr Revier zu vergrößern und nach außen zu verteidigen. Revierkämpfe nehmen deutlich ab, das Markieren des eigenen Territoriums durch Urin wird eingestellt

  • Das Risiko für Autounfälle oder Jagdunfälle, die aufgrund von ausgedehnten Streifzügen geschehen können, verringert sich durch das verkleinerte Revier

  • Eine kastrierte Katze ist im Allgemeinen zutraulicher gegenüber Menschen und hält sich in der Regel in der Nähe der Wohnung oder des Hauses auf. Oftmals wird sie anhänglicher und verschmuster, die Mensch-Tier-Beziehung kann sich enger entwickeln.

Wie kann ich das Risiko für Übergewicht kontrollieren?

Es gibt Ernährungsprogramme von ROYAL CANIN, die speziell für kastrierte Katzen entwickelt wurden und sowohl den gesunkenen Energiebedarf als auch den gestiegenen Appetit der Tiere berücksichtigen. Diese entsprechenden Nahrungen haben einen reduzierten Energie- und Fettgehalt und sorgen gleichzeitig durch eine ausgewählte Kombination von Ballaststoffen dafür, dass ein langes Sättigungsgefühl vorhält. Das ausgewogene Nähstoffprofil stellt außerdem sicher, dass die Katze in der richtigen Menge mit allen Nährstoffen versorgt wird, die sie benötigt.

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