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Risiko: Harnsteine nach der Kastration der Katze

„Was sind Harnsteine bei Katzen?”

Harnsteine sind unter Katzenbesitzern gefürchtet. Es handelt sich um eine Zusammenlagerung von Mineralstoffen in den ableitenden Harnwegen der Katze.

Sind diese kleiner, so spricht man von Kristallen oder Grieß. Nehmen diese eine größere Form an, so bezeichnet man sie als Harnsteine. Aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung lassen sich verschiedene Harnsteinarten unterscheiden. Zu den häufigsten Typen zählen der Struvitstein (Magnesium-Ammonium-Phosphatstein) und der Kalziumoxalatstein.

„Neigen Katzen grundsätzlich zur Erkrankung an Harnsteinen?”

Katzen neigen ganz grundsätzlich zu dieser Erkrankung. Man geht davon aus, dass dies mit ihrer Abstammung von Wüstenkatzen zusammenhängt.

Wie ihre Vorfahren, so trinkt auch unsere Hauskatze meist nur wenig und setzt demzufolge nur geringe Mengen eines stark konzentrierten Urins ab. Die Konsequenz ist, dass die Harnwege weniger "durchspült" werden und im Urin befindliche Mineralstoffe sehr viel "Zeit" haben, sich zu Kristallen oder gar Steinen zusammenzulagern.

„Woran ist die Erkrankung an Harnstein erkennbar?”

Leidet ein Tier an Harngrieß oder -steinen, so sucht es häufig das Katzenklo auf und versucht, oft ohne Erfolg und unter Schmerzen, Urin abzusetzen.

Gelegentlich findet der Katzenbesitzer Blut in der Einstreu. Betroffene Katzen belecken ihre Genitalregion, sind apathisch oder aggressiv und werden in vielen Fällen unsauber. Schreitet die Erkrankung fort, so besteht Lebensgefahr, da die Harnwege verstopfen und der Urin mitsamt seiner "Giftstoffe" nicht mehr ausgeschieden werden kann.

Im schlimmsten Fall kann die Harnblase platzen und Urin in die Bauchhöhle gelangen.

„Warum neigen kastrierte Tiere vermehrt zu Harnsteinen?”

Wie bereits erwähnt, können alle Katzen, ob kastriert oder unkastriert, von dieser Erkrankung betroffen sein. Für kastrierte Tiere, ins besondere Kater, besteht aber ein erhöhtes Risiko. Im Vergleich zu kastrierten Katzen sind sie einer größeren Gefahr ausgesetzt.

Offensichtlich hängt diese Tatsache mit den anatomischen Gegebenheiten beim Kater zusammen: Die Harnröhre ist länger und an einigen Stellen enger, so dass bereits relativ kleine Steine leichter zu einem vollständigen Verschluss führen können.

Infolge falscher Fütterung und einer ruhigeren Lebensweise (Wohnungskatzen) kommt es außerdem bei kastrierten Tieren häufig zur Entstehung von Übergewicht. Die übergewichtige Katze bewegt sich weniger und ist oft viel zu träge, um den Wassernapf und das Katzenklo aufzusuchen. Einfach ausgedrückt, trinken diese Katzen weniger, es wird weniger Urin gebildet, und dieser verbleibt mitsamt den darin befindlichen Mineralstoffen länger in den Harnwegen.

Die Gefahr einer Harnsteinbildung ist deshalb deutlich größer. Wohnungskatzen sind offensichtlich zusätzlich benachteiligt, da sie im Unterschied zum "Freigänger" ihr Territorium nicht durch Urin markieren. Das regelmäßige Markieren des Reviers hat den Vorteil, dass dadurch die Harnwege letztlich besser "gespült" werden! Wie gegen die Entstehung von Übergewicht, so kann auch gegen die Harnsteinbildung bei kastrierten Katzen wirksam Vorbeuge geleistet werden..