Partner Login

Bitte wählen Sie einen Service-Bereich aus

Zoofachhandel Tierarzt Professionals

Der Zyklus

Den Sexualzyklus der Katze bezeichnet man als saisonal polyöstrisch. Dies bedeutet, dass sie während einer bestimmten Jahreszeit mehrmals paarungswillig ist. Die Tageslichtlänge kann dabei als entscheidender Einflussfaktor für die Zyklusaktivität angesehen werden. Katzen sind an den längeren Tagen im Frühjahr und Sommer (Februar bis Juli) sexuell ganz besonders aktiv. In der zweiten Jahreshälfte, wenn die Tage "kürzer" werden, lässt ihr sexuelles Interesse hingegen nach. Wie sehr der Zyklus der Katze von der Tageslichtlänge abhängig ist, beweisen Beobachtungen bei Wohnungskatzen: Aufgrund der relativ gleich bleibenden Licht- und Klimaverhältnisse zeigen diese oft keine sexuelle Ruhephase (Dauerrolligkeit).
Bei Rassekatzen, die ausschließlich im Haus gehalten werden, kann man dieses Phänomen verstärkt beobachten.

Die Zyklusdauer ist bei der Katze sehr variabel. Sie ist davon abhängig, ob die Katze gedeckt und tragend wird. Bleibt der Deckakt aus, so dauert der Zyklus im Durchschnitt 15 - 28 Tage. Man spricht auch vom so genannten anovulatorischen Zyklus (ohne Eisprung). Wird die Kätzin gedeckt und es kommt aber nicht zur Befruchtung von Eizellen, so dauert der Zyklus insgesamt ca. 40 und 50 Tage.

Grundsätzlich lassen sich die nachfolgenden vier Zyklusphasen unterscheiden:

Proöstrus: In dieser Phase reifen Eizellen auf dem Eierstock heran. Die Dauer dieser Phase beträgt zwischen 1 und 3 Tagen. Die Geschlechtsorgane beginnen mit einer strukturellen Veränderung, z. B. schwillt die Vulva an, es kann schleimiger Scheidenausfluss beobachtet werden, und die Uterushörner nehmen an Größe zu.

Östrus: Jetzt ist die Katze paarungsbereit und geht aktiv auf Partnersuche. Die Eierstöcke tragen mehrere reife Eizellen. Der Eisprung erfolgt allerdings nur ganz selten spontan, meist wird er erst durch den Deckakt ausgelöst ("provozierter Eisprung"). Die Eisprünge erfolgen in der Regel 24 - 30 Stunden nach der Begattung. Die Anzahl der gesprungenen Eizellen liegt im Durchschnitt bei 2 - 11. Die Dauer des Östrus beträgt durchschnittlich 2 - 4 Tage. Im Fall eines anovulatorischen Zyklus, wenn also kein Deckakt stattfindet, 6 - 15 Tage. Diese anovulatorischen Zyklen führen daher zu einer immer wieder rolligen Katze (bis zur ununterbrochenen Dauerrolligkeit) mit allen Begleiterscheinungen.

Metöstrus: Diese Zyklusphase ist durch den stetigen Rückgang der inneren und äußeren Rolligkeitssymptome gekennzeichnet. Die Paarungswilligkeit der Katze erlischt.

Anöstrus: Man spricht hier auch von der Phase der sexuellen Ruhe. Diese fällt in die Herbst- und Wintermonate und dauert unterschiedlich lange. Die Dauer wird u. a. von der Rasse und den Umweltbedingungen beeinflusst. Bei Wohnungskatzen fehlt der Anöstrus oft vollständig.

Weitere Informationen zum Thema "Geschlechtsreife"