Partner Login

Bitte wählen Sie einen Service-Bereich aus

Zoofachhandel Tierarzt Professionals

Möglichkeiten zur Fortpflanzungskontrolle

Zur Vermeidung von unerwünschtem Nachwuchs stehen dem Katzenbesitzer verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Die Kastration ist dabei als "Mittel der Wahl" anzusehen. Die einzelnen Methoden werden nun nachfolgend kurz angesprochen. 

Medikamentöse Zyklusunterdrückung 

Bei dieser Methode werden der Katze Hormone gespritzt oder als Tablette verabreicht. Je nach Art des eingesetzten Präparats erfolgt die Gabe in unterschiedlichen Zeitabständen. Grundsätzlich wird durch die Hormongabe der Sexualzyklus der Katze wirksam unterdrückt. Bei der Verwendung der "Pille" muss allerdings genauestens darauf geachtet werden, dass die Einnahme auch wirklich erfolgt. Hier sind Katzen sehr erfinderisch! Es kann sehr leicht passieren, dass zunächst nur geglaubt wird, die Katze habe die Tablette geschluckt. Achtet man nicht mehr auf das Tier, so wird die Tablette nach kurzer Zeit wieder ausgespuckt oder in manchen Fällen auch erbrochen. Das Risiko ist klar - die Katze kann tragend werden.
Der Einsatz von Medikamenten zur Zyklusunterdrückung verlangt dem Tierbesitzer ein Höchstmaß an Sorgfalt ab, da ein termingerechter Einsatz unerlässlich ist. Neben diesem Aspekt müssen auch die möglichen, schwerwiegenden Nebenwirkungen des Langzeiteinsatzes von Hormonen berücksichtigt werden. Es ist bekannt, dass das Risiko von Gesäugetumoren, Stoffwechselerkrankungen (z. B. Diabetes mellitus und Übergewicht) sowie von Gebärmutterentzündungen steigt! Sinnvoll ist der Einsatz von Hormonen zur Zykluskontrolle nur bei Zuchtkatzen, die zwischenzeitlich nicht rollig werden sollen. Für eine dauerhafte Fortpflanzungskontrolle ist eine Kastration die gesündere, sicherere und auf lange Sicht auch preiswertere Alternative!

Die Sterilisation 

Fälschlicherweise wird dieser Begriff oft für die Kastration der weiblichen Katze verwendet. Im Unterschied zur Kastration werden bei der Sterilisation aber nicht die Keimdrüsen entfernt, sondern es erfolgt lediglich ein Abbinden der Eileiter / Samenleiter. Mit Hilfe der Sterilisation können die Trächtigkeit und somit unerwünschter Nachwuchs sicher vermieden werden. Von Nachteil ist allerdings, dass der Zyklus der weiblichen Katze weiterhin aktiv ist. Die Katze wird also auch nach der Operation noch rollig - mitsamt allen unangenehmen Begleiterscheinungen. Die Tatsache der weiterhin regelmäßigen Rolligkeit "ohne Aussicht auf Erfolg" stellt für die Katze sicher eine große Belastung dar (im Gegensatz zur Kastration durch die Entfernung der hormonbildenden Organe). Ein weiterer negativer Aspekt der Sterilisation kann eine tumoröse Veränderung der
Eierstöcke sein. 

In Deutschland wird eine Sterilisation der Kätzin kaum noch durchgeführt, da sie im Unterschied zur Kastration keine vorteilhafte Alternative darstellt.

Die Kastration 

Die Kastration zählt heutzutage zu den Routineeingriffen in einer Kleintierpraxis.
Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose - Ihre Katze / Ihr Kater bekommt von der Operation selbst also sicher nichts mit! Bei der Operation entfernt die Tierärztin / der Tierarzt bei der Kätzin die Eierstöcke und bei dem Kater die Hoden und Nebenhoden. Beim weiblichen Tier findet der Sexualzyklus nicht mehr statt, und damit unterbleibt auch deren Rolligkeit. Die Kastration ist die sicherste Methode zur Fortpflanzungskontrolle. 
Die nachfolgenden Kapitel befassen sich ausführlich mit den verschiedensten Themen "rund um die Kastration" bei Kater und Katze.

Weitere Informationen zum Thema "Fortpflanzung":