Ernährung und Übergewicht bei Katzen

Heutzutage ist 1 von 2 Hunden und Katzen übergewichtig. Übergewicht ist allerdings nicht gesund für Ihr Tier. Warum ist das Thema so wichtig? Übergewicht bei Hunden und Katzen wird mit mehr als 20 Krankheiten in Verbindung gebracht. Ein gesundes Körpergewicht ist für Ihr Katze wichtig, um langfristig das Risiko für bestimmte Erkrankungen zu minimieren und die Lebensdauer Ihres Tieres zu verlängern.

Wie erkenne ich, ob meine Katze übergewichtig ist?

1. SCHAUEN

Überprüfen Sie, welche Körperform am ehesten der Ihres Tieres entspricht.

2. FÜHLEN

Fühlen Sie, ob Sie die Rippen Ihres 2 Tieres tasten können.

3. WIEGEN

Wiegen Sie Ihr Tier ab. Anhand des aktuellen Körpergewichts und des Body Condition Score kann Ihr Tierarzt das Idealgewicht für Ihr Tier berechnen, sowie bestimmen, welche besonderen Ernährungsanforderungen es hat.

• Deutlich hervorstehende Rippen und extrem schlanke Taille – Ihr Tier ist zu dünn.
• Gut erkennbare Rippen und deutliche Taille – Ihr Tier ist schlank.
• Rippen können gut getastet werden, sind aber nicht zu sehen; erkennbare Taille – Ihr Tier hat Idealgewicht.
• Rippen sind nicht gut zu fühlen – Ihr Tier hat Übergewicht.
• Rippen sind nicht zu tasten, Taille ist nicht erkennbar – Ihr Tier ist adipös.

Füttern oder überfüttern Sie?

Wir müssen unsere Tiere ausreichend füttern, damit sie gesund und fit bleiben. Was aber, wenn wir sie überfüttern und ihnen aus den unterschiedlichsten Gründen ständig Futter anbieten? Häufige Gründe, warum wir füttern:

  • Damit das Tier nicht hungern muss
  • Um ihm unsere Liebe zu zeigen
  • Um es zu belohnen und zu Trainingszwecken
  • Damit es aufhört zu betteln

Was meinen Sie, warum Ihr Tier bettelt?

Einem bettelnden Tier zu widerstehen, ist schwer, und so kommt es oft zum Überfüttern. Dies ist einer der Gründe für Übergewicht bei Hunden und Katzen. Was aber können wir gegen Betteln tun? Eine neue Taktik für bettelnde Tiere Wenn Ihr Tier das nächste Mal bettelt, versuchen Sie es doch mit einer neuen Taktik, d.h. mit Alternativen zu Leckerlis und ähnlichen Belohnungen. Oder geben Sie ihm wenigstens etwas wirklich Gesundes Vermeiden Sie das Füttern von Essensresten und anderen Bestandteilen des menschlichen Speiseplanes – ihre Nährstoffzusammensetzung ist für Hunde und Katzen ziemlich sicher ungeeignet.

Vergessen Sie nie: Weintrauben, Rosinen, Zwiebel, Avocados, Birkenzucker oder Schokolade sind absolut tabu – diese können bei Hunden und Katzen ernste Gesundheitsprobleme verursachen.

Versuchen Sie doch eine neue Belohnungsstrategie:

  • Auch Obst und Gemüse haben Kalorien: Wenn Sie Leckerlis / Snacks geben, müssen Sie die tägliche Futterration entsprechend reduzieren.
  • Behalten Sie von der täglich vorgesehenen Menge an Trockenfutter etwas zurück und geben Sie dies über den Tag verteilt als Belohnung. Weitere Tipps zur Gewichtskontrolle
  • Verhindern Sie, dass Ihr Tier zu schnell frisst: Verwenden Sie Anti-Schling-Näpfe (Langsam-Fressnäpfe), Futterlabyrinthe oder -bälle, Snackkugeln, etc.
  • Beginnen Sie mit einem regelmäßigen Fütterungsmuster: Teilen Sie die Tagesration auf drei oder vier Mahlzeiten auf. Ihr Tierarzt hilft Ihnen gerne bei der Erstellung eines Ernährungsplans.
  • Füttern Sie eine therapeutische Tiernahrung, die für ein Sättigungsgefühl auch zwischen den Mahlzeiten sorgt. Eine neue Belohnungsstrategie und therapeutische Nahrung tragen dazu bei, dass Ihr Tier wieder sein Idealgewicht erreicht.

Einfache Schritte zu einem gesunden Körpergewicht

Was Ihr Tier frisst, wie es das Futter aufnimmt und wie sein Lebensstil ist, das alles hat Auswirkungen auf sein Körpergewicht, seine Gesundheit und sein Wohlbefinden. Ihr Tierarzt kann Ihnen individuell für Ihr Tier ein Gewichtsmanagementprogramm aufsetzen. Stellen Sie sicher, dass die ganze Familie, einschließlich der Kinder, über dieses Programm Bescheid weiß. Wenn sich jeder an die neue Belohnungsstrategie und die therapeutische Tiernahrung hält, sollten Sie sehr bald eine Veränderung beim Körpergewicht und beim Aktivitätsniveau Ihres Tieres bemerken.

Wiederholen Sie immer wieder die drei Schritte „SCHAUEN, FÜHLEN, WIEGEN“, um die Fortschritte Ihres Tieres zu überprüfen.

Wie geht es weiter?

  • Ihr Tierarzt oder ein/e Tiermedizinische/r Fachangestellte/r wird mit Ihnen den Ernährungsund Bewegungsplan für Ihr Tier besprechen.
  • Zur Überprüfung der Fortschritte Ihres Tieres kommen Sie einmal monatlich oder nach Absprache mit dem Tierarzt in die Tierarztpraxis.

Wenn Sie das von Ihrem Tierarzt empfohlene Gewichtsmanagementprogramm befolgen, sollten Sie bereits nach wenigen Wochen eine merkliche Veränderung im Aktivitätsniveau Ihres Tieres bemerken. Eine merkliche Veränderung des Körpergewichts ist nach wenigen Monaten zu beobachten.