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Ernährung und Diabetes mellitus

Bei kastrierten Katzen, die nach der Operation Übergewicht entwickeln, existiert ein 4-fach erhöhtes Risiko der Entstehung von Diabetes mellitus. Kastrierte Kater sind grundsätzlich stärker betroffen als Kätzinnen. Eine spezifische Nahrung für kastrierte Katzen sollte folglich auch dem erhöhten Diabetesrisiko gerecht werden. Ziel der Ernährung muss es in diesem Zusammenhang sein, den Blutzuckeranstieg nach der Futteraufnahme zu begrenzen. Dieser löst nämlich eine vermehrte Insulinausschüttung aus, was letztlich zu einer verstärkten Belastung der Anteile der Bauchspeicheldrüse führt, die für die Insulinbildung verantwortlich sind. Die ständige „Überbeanspruchung“ kann Diabetes mellitus zur Folge haben. Untersuchungen haben ergeben, dass o.g. Ziel am besten mit einer Nahrung zu erreichen ist, die proteinreich und gleichzeitig stärkearm ist. Positiv wirkt also ein hoher Proteingehalt, was auch der natürlichen Nahrung der Katze entspricht. Wenig Stärke, die im Verdauungstrakt zu Glukose (Zucker) umgebaut wird, bedeutet einen geringen Blutzuckeranstieg. 

Außerdem sollte die Nahrung spezielle Kohlenhydratquellen beinhalten, die positiven Einfluss auf den Blutzuckerspiegel ausüben. Hier sind Gerste und Flohsamen (Psyllium) zu nennen. Gerste wird langsamer als andere Kohlenhydratquellen, wie z. B. Reis, zu Glukose abgebaut, und der Blutzuckerspiegel steigt weniger stark an. Folge ist, dass die Insulinreserven geschont werden. Gleichzeitig gelingt die Einstellung eines konstanteren Blutzuckerspiegels, der „Heißhunger attacken“ vorbeugt. Flohsamen hat positive Eigenschaften. Durch seine Fähigkeit zur Wasserbindung unter Schleimbildung im Magen-Darm-Trakt verzögert er die Aufnahme von Glukose aus dem Darm ins Blut.


Hinweis

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Katze mehrmals am Tag kleine Portionen der Spezialnahrung fressen kann. Das entspricht der Natur der Katze als Einzeljäger, sie erlegt und verspeist viele kleine Beutetiere (ca. durchschnittlich 15) am Tag. Die Aufteilung auf mehrere Mahlzeiten unterstützt einen konstanten, nicht zu hohen Blutzuckerspiegel.