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Mischfutter

Als Katzenbesitzer steht man vor der Wahl: Feuchtnahrung oder Trockennahrung? Auch die Kombination aus beidem, Mischfütterung genannt, wird immer beliebter. Studien haben gezeigt, dass Mischfütterung sogar Vorteile für die Gesundheit von Katzen haben kann. Beispielsweise bei wählerischen Katzen oder Tieren mit Erkrankungen der Harnwege bzw. einer Neigung dazu kann die Mischung beider Nahrungsarten sinnvoll sein. Doch was muss ich dabei beachten? Ist Mischfütterung komplizierter und aufwändiger als die Fütterung nur einer Nahrungsart?

Mischfütterung: Das Beste aus Beidem

Katzen sind von Natur aus Individualisten und gehen ihren eigenen Weg. Instinktiv wissen sie, was ihnen gut tut und was nicht. So bevorzugen die meisten Katzen im Napf zum Beispiel eine Kombination aus Feucht- und Trockennahrung. Und liegen damit genau richtig.

Anders als Hunde, die sich bei den einzelnen Mahlzeiten satt essen und damit bis zur nächsten Fütterung vorsorgen, fressen Katzen genüsslich über den Tag verteilt immer wieder mal kleine Häppchen. Alle paar Stunden suchen sie ihren Napf auf, und gönnen sich eine weitere Portion. Um diesem Instinkt gerecht zu werden, sollte die Tagesration einer Katze in mehrere kleine Mahlzeiten eingeteilt werden. Bei schlanken Katzen kann das Trockenfutter sogar rund um die Uhr zur freien Verfügung stehen. Zum natürlichen Bedürfnis einer Katze gehört aber auch Abwechslung. Und zwar nicht nur im Geschmack, sondern auch in der Form der Nahrung. Kombiniert man saftige Feuchtnahrung mit knusprigem Trockenfutter, fördert dies das Wohlbefinden des Tieres.

Trocken- und Feuchtnahrung: Stark im Team

In der kombinierten Fütterung lassen sich die positiven Eigenschaften beider Futterformen vereinen. So ist Feuchtnahrung zum Beispiel reich an Proteinen und sehr schmackhaft. Durch seinen hohen Flüssigkeitsanteil ist es gleichzeitig kalorienarm und sättigend, was die Katze zufrieden und ausgeglichen hält. Außerdem fördert der hohe Flüssigkeitsanteil die Gesundheit von Nieren und Harnwegen. Schließlich benötigt eine Katze ca. 45 ml Wasser pro kg Körpergewicht am Tag, im Sommer sogar etwas mehr. Eine 4 kg schwere Katze muss also täglich rund 180 ml Wasser zu sich nehmen.

In freier Natur decken Katzen diesen Bedarf hauptsächlich über den Verzehr von Beutetieren ab, die einen Feuchtigkeitsgehalt von rund 60-70 % haben. Nach diesem Vorbild enthält auch Feuchtnahrung rund 80 % Wasser, d. h. mit einem Portionsbeutel à 100 g deckt eine Katze bereits die Hälfte ihres täglichen Flüssigkeitsbedarfes. Kommt ergänzend Trockennahrung in den Napf, entspricht dies dem natürlichen Verhalten der Katze, immer wieder mal eine kleine Zwischenmahlzeit aufzunehmen. Weitere Vorteile sind die Konzentration ausgewählter Nährstoffe sowie die tägliche Pflege von Zähnen und Zahnfleisch.

Klug kombiniert

In diesem Sinne unterstützt die kombinierte Fütterung aus Feucht- und Trockennahrung sowohl die Natur als auch die Gesundheit von Katzen. Zahlreiche Studien haben dies bestätigt.

Doch Vorsicht: Insgesamt muss die Tagesration ausgewogen sein und eine rundum optimale Nährstoffversorgung gewährleisten. Es empfiehlt sich daher, Feucht- und Trockennahrung einer hochwertigen Futtermittelmarke zu kombinieren und keinen wilden Mix in den Napf zu packen. Nur so ist sichergestellt, dass die Ernährung ausgewogen ist.

Frisch auf den Tisch

Damit Trockenfutter lange aromatisch bleibt, vor Ungeziefer geschützt ist und nicht ranzig wird, sollte es in einer luftdicht geschlossenen Tüte oder Box gelagert werden. Bei Feuchtnahrung ist darauf zu achten, dass jede Portion frisch verzehrt wird und keine Reste im Napf verbleiben. Angetrocknete Futterreste sind nämlich nicht nur unappetitlich und eine Geruchsbelästigung, sie können schnell verderben und bei der Katze zu Durchfall und Magenverstimmungen führen.

Besonders im Sommer sollten Reste daher spätestens nach 30 Minuten aus dem Napf entfernt und dieser gründlich gesäubert werden. Werden größere Einheiten eingekauft und nicht komplett verfüttert, muss die Dose zwischen den Mahlzeiten gut verschlossen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Damit die Nahrung später nicht zu kalt, sondern zimmerwarm verfüttert werden kann, sollte sie rechtzeitig vor der nächsten Fütterung wieder herausgenommen werden. Sicherer und einfacher ist daher der Einkauf einzelner Portionen in Frischebeuteln oder Schalen. Damit kommt jede Mahlzeit frisch auf den Tisch.