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Ernährung und Verdauungsprobleme

Kastrierte Katzen sind nicht grundsätzlich häufiger von Verdauungsproblemen betroffen als unkastrierte Tiere. 
Eine richtige Ernährung kann helfen, die angesprochenen Verdauungsprobleme zu vermeiden. In erster Linie spielt der Einsatz einer ausgewogenen Menge an unverdaulichen und verdaulichen Fasern eine Rolle. Unverdauliche Fasern, wie z. B. Erbsenfaser und Maisfaser, üben ihre Funktion überwiegend als Ballaststoffe aus. Diese regen den Darm zu einer verstärkten Tätigkeit an und helfen, Verstopfungen infolge einer Darmträgheit zu vermeiden. 

Durch die erhöhte Darmmotorik können auch abgeschluckte Haare besser durch den Darm transportiert und ausgeschieden werden. Verdauliche Fasern, wie z.B. die sogenannten Fructo-Oligosaccharide, können von der natürlichen Bakterienflora im Dickdarm der Katze genutzt werden. Durch die Nahrungsbestandteile werden die ernährungsphysiologisch nützlichen Bakterien im Darm der Katze (die erwünschte Darmflora) wirksam unterstützt. Diese wiederum bilden Substrate, die der Ernährung der Darmzellen dienlich sind. Die verdaulichen Fasern in der Katzennahrung tragen also auf natürlichem Weg zu einer optimalen Darmflora und zur Gesunderhaltung des Darms bei. Durch den Einsatz von sogenannten essenziellen Fettsäuren (Fettsäuren, die die Katze nicht selbst bilden kann) werden zusätzliche positive Effekte auf die Verdauung ausgeübt. Omega-3-Fettsäurenaus Fischöl gehören zur Gruppe der essenziellen Fettsäuren. Sie stellen die Vorstufen für entzündungshemmend wirkende Hormone dar. Im Darm tragen sie aufgrund dieser Eigenschaften zur Gesunderhaltung der Darmschleimhaut bei. 

Nicht zuletzt sollte die spezielle Nahrung leicht verdauliche Proteinquellen enthalten, die von der Katze optimal genutzt werden können. Weizenglutenist - entgegen der landläufigen Auffassung - ein Beispiel für eine hervorragend verdauliche Proteinquelle. Diese Eiweißquelle wird im Dünndarm fast vollständig aufgeschlossen und verdaut, so dass nur noch wenige unverdauliche Bestandteile im Dickdarm ankommen. Den dort lebenden un erwünschten Bakterien steht somit weniger unverdautes Substrat für Gärungsprozesse zur Verfügung. Durch die Begrenzung der bakteriellen Gärung entstehen weniger Gase, der Kot der Katze riecht weniger intensiv und Blähungen werden vermieden. Ein Vorteil für Sie selbst und Ihre Katze gleichermaßen!