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Ernährung und Harnsteine

Eine spezifische Nahrung für kastrierte Katzen muss dem erhöhten Risiko einer Entstehung von Harnsteinen gerecht werden. Die heutzutage häufigsten Harnsteinarten sind der Struvit- und der Kalziumoxalatstein.

In Abhängigkeit vom Alter und Geschlecht der Katze beobachtet man bei den beiden Harnsteinen eine unter schiedliche Häufung. So neigen z. B. kastrierte Kater bis zu einem Alter von 4 Jahren vermehrt zu Struvitsteinen. Anschließend steigt die Gefahr von Oxalatsteinen deutlich an.

Kastrierte Kätzinnen sind hingegen bis zu einem Alter von 7 Jahren eher von Struvitsteinen betroffen. Erst dann nehmen die Kalziumoxalatsteine in ihrer Häufigkeit zu.

  • Erzeugung eines Urins, der wenig von denjenigen Ionen enthält, die an der Kristallisation oder Steinbildung beteiligt sind. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der Erzeugung eines an Mineralstoffen untersättigten Urins. Beim Struvitstein (Magnesium-Ammonium-Phosphat) spielt in erster Linie ein niedriger Magnesiumgehalt der Nahrung eine Rolle.
  • Steigerung der Wasseraufnahme und Urinbildung durch Zusatz von geringen Mengen Natrium. Natrium fördert das Durstgefühl der Katzen, die Tiere trinken mehr, und demzufolge wird mehr Urin gebildet. Die Katzen setzen vermehrt Urin ab. Dieses trägt zu einer besseren "Spülung" der Harnwege bei.
  • Erzeugung eines Urins mit sauren Eigenschaften (niedriger pH-Wert): Es handelt sich um das wirksamste Mittel zur Vorbeugung gegen den immer noch häufigsten Harnstein, den Struvitstein, sowie zu dessen Auflösung. Durch die leicht sauren Eigenschaften des Urins werden gleichzeitig ungünstige Bedingungen für die Vermehrung von Bakterien geschaffen, die oft Ursache für wiederkehrende Harnwegsentzündungen sind. Diese stellen u. a. eine häufige Ursache für die Entstehung von Harnsteinen dar.
  • Einsatz von Glykosaminoglykanen: Sie bilden einen "Schutzfilm" auf der Blasenschleimhaut. Als solche schützen sie vor dem Anheften und Eindringen von krankmachenden Keimen und beugen Entzündungen vor, die letztlich Auslöser für eine Steinbildung sein könnten. Man hat herausgefunden, dass bei Katzen, die an einer sogenannten idiopathischen Zystitis (wiederkehrenden Blasenentzündung ohne bekannte Ursache) leiden, ein Mangel an diesen Substanzen besteht. Durch deren Zufütterung kann die Gesundheit der Harnwege gefördert und zur Harnsteinvorbeugung beigetragen werden.
  • Fütterung einer hochwertigen, hochverdaulichen Nahrung: Wird eine hochverdauliche Nahrung gefüttert, so geht weniger Wasser mit dem Kot verloren als bei einer schlecht verwertbaren Nahrung. Das "eingesparte" Wasser wird über die Harnwege ausgeschieden und unterstützt die Harnsteinvorbeugung.

Die aufgeführten Punkte zeigen, dass man durch eine gezielte Fütterung wirksam Vorbeugung gegen Struvit- und Kalziumoxalatsteine leisten kann. Im Hinblick auf die Vermeidung von Struvitsteinen spielt der niedrige pH-Wert des Urins eine entscheidende Rolle. Beste "Waffe" gegen den Kalziumoxalatstein ist die Förderung des Urinflusses. So kann mit einer Nahrung beiden Steinarten vorgebeugt werden, ohne dass eine davon gefördert würde. Die Nahrung kann nur einen Teilbeitrag zur Vorbeugung leisten. Zahlreiche andere Aspekte, wie
Infektionen oder genetische Faktoren, spielen für die Entstehung von Harnsteinen auch eine Rolle. Eine 100 %ige Sicherheit ist leider unmöglich.


Die Ernährung als maßgeblicher Einflussfaktor trägt zu einem deutlich reduzierten Erkrankungsrisiko bei.


Wichtig ist, dass Ihre Katze genügend trinkt!

Tipps, um das Trinkverhalten zu stimulieren:

  • Verteilen Sie mehrere Wassernäpfe an verschiedenen Stellen im Haus.
  • Der Wassernapf sollte mindestens 2 m vom Futternapf entfernt stehen. Katzen lieben es gar nicht, wenn Wasser neben der Nahrung steht - die Wasserquelle könnte durch die Nahrung verunreinigt werden. Aus diesem Grund verzehren Wildkatzen auch ihre Beute nie in der Nähe eines Wasserlochs.
  • Im Handel gibt es spezielle Wasserspender, z. B. mit integrierter Sprudelvorrichtung. Katzen lieben Wasser "in Bewegung" und beschäftigen sich ausgiebig damit, gleichzeitig trinken sie mehr. Auch Wasser aus der Leitung wird bevorzugt aufgenommen.