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Vorsorge

Harnsteine entstehen, wenn die Mineralstoffe, die einen Stein bilden, in zu hoher Konzentration oder lange Zeit in der Blase vorhanden sind. Besonders häufig  treten Struvit und Kalziumoxalatharnsteine auf. Alle Maßnahmen, die helfen, die Konzentration steinbildender Mineralstoffe in der Harnblase zu senken, unterstützen die Vorbeuge.

Für ausreichende Spülung der Blase sorgen

Je mehr Ihre Katze trinkt, und je häufiger sie Urin absetzt, desto geringer ist das Risiko, dass sich Harnsteine bilden können. Hier können sie mit kleinen Dingen einen entscheidenden Beitrag leisten:

  • Ihre Katze muss jederzeit Zugang zu frischem Wasser haben.
  • Das Trinkwasser muss jeden Tag frisch gewechselt werden.
  • Für die Anzahl der Glasnäpfe gilt folgende Faustformel: Anzahl Näpfe = Anzahl Katzen + 1
  • Gerade Katzen streifen gerne umher und trinken auf ihrem Weg an mehreren Stellen. Je mehr Näpfe im Haus verteilt sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Katze hier und da etwas Wasser aufnehmen wird. Wenn Sie eine Wohnung mit mehreren Etagen haben, sollte auf jeder Etage ein Wassernapf zur Verfügung stehen.
  • Katzen lieben Abwechslung. Das Aufstellen von Näpfen mit verschiedenen Oberflächen (Glas, Keramik, Porzellan) kann zum vermehrten Trinken anregen.
  • Im Handel gibt es spezielle Wasserspender,  z.B. mit integrierter Sprudelvorrichtung. Katzen lieben Wasser „in Bewegung“ und beschäftigen sich ausgiebig damit. Gleichzeitig trinken sie mehr. Auch Wasser aus der Leitung kann diesen Effekt erzielen.
  • Ein Napf mit Skalierung kann Ihnen helfen, das Trinkverhalten Ihrer Katze besser einzuschätzen.
  • Wassernapf und die Katzentoilette sollten an verschiedenen Orten in der Wohnung stehen. Der Wassernapf sollte mindestens 2m vom Futternapf entfernt  stehen. Katzen lieben es gar nicht, wenn Wasser neben der Nahrung steht – die Wasserquelle  könnte durch die Nahrung  verunreinigt  werden. Aus diesem Grund verzehren Wildkatzen auch ihre Beute nie in der Nähe eines Wasserlochs.
  • Feuchtfutter enthält einen hohen Wasseranteil. Mit einer Fütterung von Feuchtfutter, oder einer Mischung von Feucht- und Trockenfutter oder dem Anfeuchten von Trockenfutter können Sie ebenfalls die Wasseraufnahme Ihrer Katze erhöhen.
  • Nahrungen mit dem S/O Index enthalten einen in gesundheitlich unbedenklicher Menge erhöhten Natriumgehalt. Dies trägt ebenfalls dazu bei, das Trinkverhalten des Tieres zu fördern.

Katzentoilette

Eine Grundvoraussetzung, damit Katzen häufig Urin absetzen, ist, dass sie sich auf ihrem „stillen Örtchen“ wohlfühlen. Es gibt viele Aspekte, damit Ihre Katze das Katzenklo wirklich zu schätzen weiß. Welches Modell ist das richtige, wo stellt man es auf, wie oft muss gereinigt werden? Einige kurze Fragen können helfen zu checken, ob man für das „Geschäft“ der Katze alles bedacht hat.

Zum "Katzenklo-Check"

Ernährung

Die Ernährung ist ein maßgeblicher Einflussfaktor, der ebenfalls zu einem deutlich reduzierten Erkrankungsrisiko beitragen kann. Mit der Auswahl der richtigen Rohstoffe und speziell zusammengesetzten Rezepturen ist es ROYAL CANIN gelungen, Nahrungen zu entwickeln, die die Zusammensetzung des Harns positiv beeinflussen können. Diese Produkte tragen den S/O-Index und helfen, den beiden häufigen Steinarten Struvit und (Kalzium-)Oxalat vorzubeugen.

Erzeugung eines Urins, der wenig von denjenigen Mineralstoffen enthält, die an der Steinbildung beteiligt sind.

Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der Erzeugung eines an Mineralstoffen untersättigten Urins. Beim Struvitstein zum Beispiel, der aus den Bestandteilen Magnesium, Ammonium und Phosphat besteht, spielt in erster Linie ein niedriger Magnesiumgehalt der Nahrung eine Rolle.

Steigerung der Wasseraufnahme und Urinbildung durch Zusatz von geringen Mengen Natrium

Natrium fördert das Durstgefühl von Katzen, die Tiere trinken mehr, und demzufolge wird mehr Urin gebildet. Die Katzen setzen dann vermehrt Urin ab und das trägt zu einer besseren "Spülung" der Harnwege bei.

Erzeugung eines speziellen Urin-pHs

Es handelt sich um das wirksamste Mittel zur Vorbeugung gegen den immer noch häufigsten Harnstein, den Struvitstein, sowie zu dessen Auflösung. Durch die leicht sauren Eigenschaften des Urins werden gleichzeitig ungünstige Bedingungen für die Vermehrung von Bakterien geschaffen, die oft Ursache für wiederkehrende Harnwegsentzündungen sind. Diese stellen ebenfalls eine häufige Ursache für die Entstehung von Harnsteinen dar.

Fütterung einer hochwertigen, hochverdaulichen Nahrung

Wird eine hochverdauliche Nahrung gefüttert, so geht weniger Wasser mit dem Kot verloren als bei einer schlecht verwertbaren Nahrung. Das "eingesparte" Wasser wird über die Harnwege ausgeschieden und unterstützt die Harnsteinvorbeugung.