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Bavarian Mountain Hound

Bayerischer Gebirgsschweißhund

Mittellange, höchstens bis zu den Sprunggelenken reichende und hoch angesetzte Rute, die waagerecht oder leicht schräg abwärts getragen wird.

Eigenschaften

Ursprünglicher Name:
Bayerischer Gebirgsschweißhund

Widerristhöhe:
Rüde: 47 bis 52 cm

Anderer Name:
Bayerischer Gebirgsschweißhund

Hündin:
Widerristhöhe: 44 bis 48 cm

Typ:
Braccoide

Hundeklasse:
6

Gewichtsklasse:
Medium (11-25 kg)

Pflegebedarf

Herkunft

Ein insgesamt harmonischer, leichterer, sehr beweglicher und muskulöser, mittelgroßer Hund. Der Körper ist etwas länger als hoch, hinten etwas überhöht. Er steht auf nicht zu hohen Läufen. Der Kopf wird waagerecht oder etwas aufgerichtet, die Rute waagerecht oder schräg abwärts getragen.Durch Einkreuzung genetisch relativ nahestehender Hunderassen Ende des 18. bzw. Anfang des 19. Jahrhunderts entstand der heutige Hannoversche Schweißhund. Nach der Revolution von 1848, also nach der Zerschlagung der Großreviere und der Ablösung der ehemaligen Jagdmethoden durch die Pirsch- und Ansitzjagd bei gleichzeitig verbesserten Schusswaffen wurde der Hund „nach dem Schuss“ gebraucht. Spezialisiert auf sichere Riemenarbeit, konnte man auf laute Hatz, Durchhaltewillen und Schärfe besonders in den Bergrevieren nicht verzichten. Dort erwies sich der Hannoversche Schweißhund als zu schwer. Um diese gewünschten Leistungen auch im schwierigen Berggelände zu erreichen, züchtete Baron Karg-Bebenburg aus Reichenhall nach 1870 den rassigen und veredelten, leichteren Gebirgsschweißhund, indem er Hannoversche Schweißhunde mit roten Gebirgsbracken kreuzte. Zunehmend verdrängten diese Hunde andere Hunderassen aus den Bergrevieren, so dass der Bayerische Gebirgsschweißhund zum klassischen Begleiter der Berufsjäger und Förster geworden ist.

Wussten Sie?

Alle Leit- und Schweißhunde stammen von den Urjagdhunden, den Bracken, ab. Alle reinen Bracken haben feinste Nasen auf Spur und Fährte, größte Fährtensicherheit, einen sehr ausgeprägten Fährtenwillen und einen lockeren Fährtenlaut beim Jagen. Ursprünglich nahm man die verlässlichsten und sichersten Bracken aus der Meute und suchte mit ihnen am Riemen die verlorene Fährte des gejagten Wildes. Aus diesen ruhigsten und führigsten Bracken wurden später die Leithunde (nur auf natürlicher, kalter Gesundfährte gearbeitet) und die Schweißhunde (auf der Wundfährte geführt, so genannte „verdorbene Leithunde“) heraus gezüchtet.

Physiognomie

Physiognomie
  • KOPF
  • KÖRPER
  • FARBEN
  • OHREN
  • RUTE
  • HAARKLEID

Der Oberkopf ist verhältnismäßig breit und flach gewölbt mit deutlich abgesetzter Stirn und gut entwickelten Augenbrauenbögen, aber wenig ausgeprägtem Hinterhauptsbein. Der Stopp ist wiederum ausgeprägt.

Die obere Profillinie steigt vom ausgeprägten Widerrist, der für einen fließenden Übergang vom Hals zum kräftigen und elastischen Rücken sorgt, zur Hinterhand leicht an. Die Lenden sind verhältnismäßig kurz, breit und sehr gut bemuskelt. Die lange Kruppe verläuft ziemlich flach.

Tiefrot, hirschrot, rotbraun, rotgelb, auch fahlgelb bis semmelfarben oder rotgrau, wie das Winterhaar des Rotwildes, auch geflammt oder dunkel gestichelt. Auf dem Rücken ist die Grundfarbe meist intensiver. Fang und Behang sind dunkel, die Rute ist meistens dunkel gestichelt. Ein kleiner, heller Brustfleck (Brackenstern) ist zulässig.

Die Ohren sind etwas über mittellang, reichen aber höchstens bis zur Nase.

Mittellange, höchstens bis zu den Sprunggelenken reichende und hoch angesetzte Rute, die waagerecht oder leicht schräg abwärts getragen wird.

Dichtes, glatt anliegendes und mäßig raues Haar mit wenig Glanz. Es ist feiner an Kopf und Behang, rauer und länger an Bauch, Läufen und Rute.

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