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Hitzschlag

 

Hunde können nicht wie wir schwitzen

An warmen Tagen kann man auf Fliesenböden sehen, dass feuchte Pfotenabdrücke Spuren hinterlassen. Diese wenigen Schweißdrüsen an den Pfoten bringen jedoch nicht ausreichend Abkühlung. 

Hunde regulieren ihre Körpertemperatur über das Hecheln. Dabei verdunstet Wasser über die Schleimhäute des Maules, des Rachens, der Luftröhre und der Lunge sowie die abgegebene Atemluft. Die Verdunstung von einem Liter Wasser entzieht dem Körper ca. 2430 kJ, die notwendige Wärmeabgabe wird von großem Wasserverlust begleitet. 

Beim Trinken aufgenommenes Wasser reguliert ebenfalls die Körpertemperatur, deshalb ist eine regelmäßige Wasseraufnahme gerade im Sommer besonders wichtig. Der durchschnittliche Wasserbedarf eines Hundes liegt bei 0,5 - 1 Liter/Tag, im Sommer kann er auf das Doppelte ansteigen. 

Diese Möglichkeiten zur Regulierung der Körpertemperatur sind, vor allem im Sommer, nicht immer ausreichend.

Anzeichen für einen Hitzschlag 

Das Risiko für einen Hitzschlag und die Ernsthaftigkeit dieses Problems sollten auf gar keinen Fall unterschätzt werden. Die ersten Anzeichen sind Aufregung, die Schleimhäute und die Zunge des Hundes werden ziegelsteinrot. Sein Herz schlägt schneller, und seine Körpertemperatur erhöht sich auf über 42° C. In der nächsten Phase atmet er verzweifelt, die Schleimhäute färben sich blau. Der Hund kommt in eine Schockphase, er speichelt. Es kann zu Durchfall und Erbrechen kommen, dadurch trocknet der Körper noch schneller aus. Der Hund zittert und zuckt, Nervenkrämpfe können auftreten. In der folgenden Komaphase kann es zum Tod durch Gehirnödeme und einen Stillstand des Atem- und Herzsystems kommen. 

Wenn es dem Hund zu warm geworden ist: Notfallmaßnahmen 

Zu allererst muss der Hund ins Kühle gebracht werden, in den Schatten. Wenn der Hund bei Bewusstsein ist, kann man ihm Wasser zu trinken anbieten. Eine feuchte Decke, mit der der Hund abgedeckt wird oder lauwarmes Wasser, das auf den Kopf, die Ohren und in die Zehenzwischenräume gesprüht wird, lassen den Hund allmählich abkühlen. 
Den Hund auf gar keinen Fall komplett in kaltes Wasser eintauchen. 
Nach diesen ersten Maßnahmen sollte der Hund schnell in eine Tierarztpraxis gebracht werden. Achten Sie beim Transport im Auto auf gute Belüftung!

Vorsichtsmaßnahmen 

Hunde, die sich frei bewegen können, und schlanke Tiere neigen wesentlich seltener zu Hitzeproblemen. Das Risiko eines Hitzschlags ist für alle Hunde ab einer Temperatur von 30° C erhöht, für Hunde mit dunklem Fell schon ab 20° C. Junge und Ältere Hunde haben ein erhöhtes Risko. Ein Hitzschlag tritt meistens bei den genannten Risikogruppen oder bei Tieren auf, die sich in einem Auto aufhalten oder in einem Raum ohne Schatten, den sie nicht verlassen können.

  • Verlegen Sie in den heißen Sommermonaten lange Spaziergänge und sportliche Aktivitäten mit Ihrem Hund in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden.
  • Geben Sie bei Spaziergängen im Sommer Ihrem Hund ausreichend Zeit, sich im Schatten aufzuhalten und dort zu erholen.
  • Lassen Sie Ihren Hund nie in einem Auto allein.
  • Sorgen Sie bei Autofahrten, auch im Stau, für eine gute Belüftung im Fahrzeug.
  • Halten Sie immer Wasser zum Trinken bereit. Eine Wasserflasche für den Hund gehört in das Gepäck für jede Autofahrt oder Wanderung.